USA 2026. Regie: David Frankel. Mit: Anne Hathaway, Emily Blunt Start:
Mit dem Pöbel Eco fliegen. Der Teufel trägt Prada 2 widmet sich eher den realen Bedingungen der Modeindustrie als den Fantasien, die sie hervorbringt. Und wird am Ende doch noch zum Märchen, in dem die Erhabenheit der klassischen Fashionwelt gegen kulturlose Tech-Bros verteidigt wird. weiter
Ö 2026. Regie: Markus Schleinzer. Mit: Sandra Hüller, Caro Braun Start:
Im Schatten des Dreißigjährigen Kriegs lebt eine als Soldat verkleidete Frau im Kampf um ein selbstbestimmtes Leben jeden Tag gegen sich selbst an. Die strenge, konsequente Form und Sandra Hüllers nüchtern kontrolliertes Schauspiel lassen kleinere Schwächen von Rose vergessen. weiter
Ö 2026. Regie: Adrian Goiginger. Mit: Valerie Pachner, Robert Stadlober Start:
Ein tragischer Todesfall, der durch quietschbunte Clownereien verarbeitet wird: Adrian Goigingers Vier minus drei hat keine Berührungsängste mit dem Banalen und Rührseligen. Doch genau das macht ihn zu einem ungemein spannenden Film über Trauer. weiter
D 2025. Regie: Franz Müller. Mit: Almourad Aldeeb, Cem Aydin Start:
Die Kölner Familie, die man schon aus Die Liebe der Kinder kennt, steht auch im Zentrum von Das Glück der Tüchtigen. Doch Franz Müllers Film funktioniert auch ohne Kenntnis des Vorgängers. Gesellschaftliche Zwänge treffen hier auf unverhoffte Momente der Freiheit und jede Begegnung bietet die Chance auf einen Neuanfang. weiter
F, D 2024. Regie: Guillaume Cailleau, Ben Russell Start:
Ben Russell und Guillaume Cailleau haben über zwei Jahre lang eine aktivistische Community in Frankreich beobachtet. Direct Action ist ein langsamer Film, der weiß, wie lange politische Arbeit dauert. weiter
USA 1970. Regie: Barbara Loden. Mit: Barbara Loden, Michael Higgins Start:
Ein Film ohne Ziel und ohne Heldin, der seine antriebslose Hauptfigur durch ein verwahrlostes Amerika begleitet. Barbara Lodens einzige Regiearbeit Wanda (1970) ist ein Glücksfall der Filmgeschichte und wäre um ein Haar verschollen. Nun kommt er wieder ins Kino. weiter
Kleine Freiheiten im unfreien Leben: Yüksel Yavuz’ Film von 2003 über die Freundschaft zweier in Hamburg gestrandeter Jungs ohne Papiere kommt noch einmal neu restauriert ins Kino. Ein echter Glücksfall. weiter
USA 2025. Regie: Oliver Hermanus. Mit: Paul Mescal, Peter Mark Kendall Start:
Musik als Speicher eines vergangenen Lebens: The History of Sound zeichnet in kontemplativen Bildern Lebensstationen des Sängers Lionel von den 1910ern bis in die 1980er-Jahre nach. Und betrachtet den langen Nachhall einer nur kurzen, aber umso innigeren Beziehung. weiter
F 2025. Regie: Robin Campillo. Mit: Eloy Pohu, Pierfrancesco Favino Start:
Gleichermaßen sensibel und roh: Robin Campillos Enzo porträtiert fast intim dokumentarisch einen verschlossenen jungen Maurer, der von einem Kollegen aus seiner Komfortzone gelockt wird. weiter
USA 2025. Regie: Richard Linklater. Mit: Margaret Qualley, Andrew Scott Start:
Von der französischen Neuen Welle ins US-amerikanische Theater: Richard Linklater erzählt in Blue Moon vom Broadway-Autoren Lorenz Hart, der am Abend der Premiere eines konkurrierenden Musicals über sein Leben nachdenkt. Ein elegantes Kummerspiel über Partnerschaften aller Art. weiter
Ein Mann betrauert den frühen Tod seiner Ehefrau, bis sie ihm als Staubsauger wieder erscheint. Mit einem Gefühl für trockene Komik und tragischen Ernst erzählt Regisseur Ratchapoom Boonbunchachoke von einer Geisterbegegnung in Form einer gesellschaftskritischen Parabel über Gedächtnis und Geschichte. weiter
Weit sind sie herumgekommen mit ihrem langen Hals. Höflich beobachtend sammelt Lea Hartlaubs Dokumentarfilm sr in der Welt und der Kulturgeschichte Giraffen ein. weiter
USA 2026. Regie: Phil Lord, Christopher Miller. Mit: Ryan Gosling, Liz Kingsman Start:
Eine Mission zur Rettung der Erde mit Ryan Gosling als Astronaut ohne Gedächtnis. Der Astronaut – Project Hail Mary hätte leicht ein schwerfälliges Weltraumepos werden können, erweist sich jedoch als optimistischer Abenteuerfilm: verspielt, aufrichtig und im besten Sinne sentimental. weiter
D, L, B 2024. Regie: Christoph Hochhäusler. Mit: Sophie Verbeeck, Louis-Do de Lencquesaing Start:
Wie man‘s auch beleuchtet, und welche Eleganz, Pointen, knisternde Musik und warme Farben man der sinnlosen, kalten Welt entgegensetzen mag: Es wird den existenziell orientierungslosen Gangstern in Christoph Hochhäuslers film noir Der Tod wird kommen nicht helfen. weiter
In Un Poeta erzählt Regisseur Simón Mesa Soto eine tragikomische Geschichte über einen Dichter, der sein Leben gründlich versemmelt hat. Nüchterner Sozialrealismus verbindet sich mit Momenten unerwarteter Schönheit – am Ende bleibt nur die Hoffnung auf ein fröhliches Gedicht. weiter
F 2025. Regie: Richard Linklater. Mit: Zoey Deutch, Alix Bénézech Start:
US-Indie-Regisseur Richard Linklater kehrt zu den Anfängen der Nouvelle Vague zurück und erzählt von den Dreharbeiten zu Jean-Luc Godards erstem Spielfilm. Eine verspielte Hommage an die Vitalität des jungen, französischen Kinos der 60er, frei von Andacht und Museumsstaub. weiter
USA, GB 2025. Regie: Mona Fastvold. Mit: Lewis Pullman, Amanda Seyfried Start:
Wie seine Titelfigur ist auch Mona Fastvolds The Testament of Ann Lee stets auf der Suche nach Entrückung und Ekstase. Das Historienepos um eine kämpferische Predigerin der Shaker-Freikirche wird so zu einem Spektakel aus Tanz und Gesang, aus körperlichem Schmerz und funkelnder Natur. weiter
USA 2026. Regie: Maggie Gyllenhaal. Mit: Jake Gyllenhaal, Christian Bale Start:
Regisseurin Maggie Gyllenhaal vernäht in ihrer Frankenstein-Neuinterpretation Stile und Genres zu einem Monster von einem Film. Kohärenz sucht man vergeblich, The Bride! lebt ganz von seiner Hingabe an den eigenen Irrsinn. weiter
Rastlose Bewegungen, aufgeregte Telefonate: Die Brüder Jean-Luc und Pierre Dardenne stellen in Jeunes Mères – Junge Mütter junge Frauen ins Zentrum, die vor der Aufgabe stehen, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen – obwohl sie selbst noch kaum richtig erwachsen sind. weiter
USA, F, LV, E 2025. Regie: Kristen Stewart. Mit: Imogen Poots, Thora Birch Start:
Bilder wie Gedankenblitze: Kristen Stewart bricht in ihrem Regiedebüt The Chronology of Water beherzt mit den Konventionen linearen Erzählens. Vieles bleibt schemenhaft in diesem Drama um sexuellen Missbrauch, Selbstzerstörung und die erlösende Kraft des Schreibens. weiter