Die Wahrheit findet sich im Zwischenmenschlichen: Rebecca Zlotowskis Paris Murder Mystery ist weniger Krimi als Psychogramm einer Frau, die ihr Gefühlsleben hinter einem Schutzpanzer verbirgt. In der Hauptrolle: Jodie Foster, die hauptsächlich Französisch spricht. Filmkritik
Die Kölner Familie, die man schon aus Die Liebe der Kinder kennt, steht auch im Zentrum von Das Glück der Tüchtigen. Doch Franz Müllers Film funktioniert auch ohne Kenntnis des Vorgängers. Gesellschaftliche Zwänge treffen hier auf unverhoffte Momente der Freiheit und jede Begegnung bietet die Chance auf einen Neuanfang. Filmkritik
Mediatheken-Tipp: Korrupte Staatsdiener und die Opfer von Dutertes Drogenkrieg – Den schlichten Plot über zwei philippinische Polizisten erweitert Lav Diaz in When the Waves Are Gone mit gewichtigen Fragen rund um Religion, Moral, Buße und Rache. Filmkritik
Neue Filme von Nicolas Winding Refn, Valeska Grisebach, Kiyoshi Kurosawa, Ira Sachs, Ryusuke Hamaguchi, Marie Kreutzer, Pedro Almodovar, Andrey Zvyagintsev, Sandra Wollner und noch vielen mehr. Die Auswahl der 78. Filmfestspiele von Cannes auf einen Blick. [Jetzt auch mit den Filmen der Semaine de la Critique und Quinazine des Cinéastes] News
Ein tragischer Todesfall, der durch quietschbunte Clownereien verarbeitet wird: Adrian Goigingers Vier minus drei hat keine Berührungsängste mit dem Banalen und Rührseligen. Doch genau das macht ihn zu einem ungemein spannenden Film über Trauer. Filmkritik
Die in dem Band „Berufung: Kritiker“ versammelten Texte von Hans Schifferle nähern sich auf immer wieder neue Art den Verheißungen des Kinos. Lukas Foerster begegnet dem Abenteuerland, das Schifferle entstehen ließ, während einer Reise durch den mythengesättigten Südwesten der USA. Special
Mediatheken-Tipp: Per Feuertaufe ins Leben der Erwachsenen. In James Grays The Yards - Im Hinterhof der Macht landet ein eigenschaftsloser Mark Wahlberg in einem Mafiakrieg und kann sich auf nichts verlassen außer auf seinen Dackelblick. Filmkritik
Kleine Freiheiten im unfreien Leben: Yüksel Yavuz’ Film von 2003 über die Freundschaft zweier in Hamburg gestrandeter Jungs ohne Papiere kommt noch einmal neu restauriert ins Kino. Ein echter Glücksfall. Filmkritik
Ben Russell und Guillaume Cailleau haben über zwei Jahre lang eine aktivistische Community in Frankreich beobachtet. Direct Action ist ein langsamer Film, der weiß, wie lange politische Arbeit dauert. Filmkritik
Musik als Speicher eines vergangenen Lebens: The History of Sound zeichnet in kontemplativen Bildern Lebensstationen des Sängers Lionel von den 1910ern bis in die 1980er-Jahre nach. Und betrachtet den langen Nachhall einer nur kurzen, aber umso innigeren Beziehung. Filmkritik
Eingehüllt vom Dunkel und dem Schall vertrauter Stimmen begaben sich unsere AutorInnen in Nürnberg auf eine bereichernde Expedition abseits einer auf Meisterwerke fixierten Film- und Mentalitätsgeschichte. Special
Winnetou und Dr. Mabuse, Edgar-Wallace-Krimis und landschaftsverliebte Heimatfilme: Das deutsche Unterhaltungskino der Nachkriegszeit ist ohne das Werk Harald Reinls nicht denkbar. Ab Freitag widmet das Berliner Zeughauskino dem Regisseur eine große Retrospektive. Special
Ein Film beginnt dort, wo jemand nicht mehr schweigt. Der Regisseur Jean-Pierre Bekolo erinnert sich an ein Treffen mit Alexander Kluge (1932-2026). Special
Ein Film ohne Ziel und ohne Heldin, der seine antriebslose Hauptfigur durch ein verwahrlostes Amerika begleitet. Barbara Lodens einzige Regiearbeit Wanda (1970) ist ein Glücksfall der Filmgeschichte und wäre um ein Haar verschollen. Nun kommt er wieder ins Kino. Filmkritik
Gleichermaßen sensibel und roh: Robin Campillos Enzo porträtiert fast intim dokumentarisch einen verschlossenen jungen Maurer, der von einem Kollegen aus seiner Komfortzone gelockt wird. Filmkritik