In dem französischen Beziehungsdrama mit Thriller-Elementen macht sich eine junge Frau auf die Suche nach ihrem vermissten Zwillingsbruder und dabei entscheidende Schritte in Richtung Wahrhaftig- und Selbstständigkeit. Filmkritik
Thomas Arslan verlässt in seinem ersten Spielfilm seit sechs Jahren das multikulturelle Berlin und wendet sich einem Familiendrama in einem Landhaus in der Uckermark zu. Filmkritik
„Des Teufels Werkstatt“ ist der Titel der Erinnerungen des Slowaken Adolf Burger, der im KZ Sachsenhausen für die SS Devisen fälschen musste, um den Krieg zu verlängern. Stefan Ruzowitzky hat die Vorlage verfilmt und betont das moralische Dilemma der Häftlinge. Filmkritik
Männer machen Geschichte – Frauen manchmal auch: Volker Schlöndorff erzählt von der Gründung der Solidarnosc mit Katharina Thalbach als streitbarer Kranführerin. Strajk ist die epische One-Woman-Show einer vergessenen Heldin der europäischen Historie. Filmkritik
Zwei Lehrerinnen und dazwischen ein 15-jähriger Schüler: Richard Eyre gelingt mit Tagebuch eines Skandals ein vielschichtiges Porträt zweier ungleicher Frauen. Filmkritik
Jennifer Lopez und Antonio Banderas sind als Reporter auf der Spur von Frauenmördern an der mexikanisch-amerikanischen Grenze. Der durchschnittliche Thriller mit humanitärer Botschaft gehörte zu den am meisten kritisierten Filmen bei der Berlinale. Filmkritik
Wie Flags of our Fathers, so bettet Clint Eastwood auch Letters from Iwo Jima in eine Rahmenhandlung. Hier steht allerdings tatsächlich die Schlacht auf der Insel im Vordergrund. Die Protagonisten sind diesmal Japaner, die Perspektive bleibt allerdings eine analytisch-universelle. Und sie ist geschult am mythologischen Ursprungsphantasma des amerikanischen Kinos. Filmkritik
„Es war einmal“: Guillermo del Toros Film haucht dem Märchen mit poetischen Bildern und einer ungeheuer kraftvollen Geschichte neues Leben ein. Filmkritik
Regisseur Allen Coulter hat für Die Hollywood-Verschwörung einen spannenden Stoff ausgegraben: Im Stil des Film Noir erzählt er die wahre Geschichte des Schauspielers George Reeves und die rätselhaften Umstände seines Todes. Ein Krimi über das Scheitern und die Selbstüberschätzung. Filmkritik
Mediatheken-Tipp: Ein schleimiges, grünes Monster greift eine koreanische Großstadt an. Die Familie eines alternden Imbisshändlers nimmt in dem besten Monsterfilm seit langem den Kampf gegen das Untier auf. Filmkritik
Emilio Estevez hat ein zeitgeschichtliches Sittenbild der späten sechziger Jahre in den Mikrokosmos eines Hotels gelegt. Die teilweise banale Handlung rund um den Tag der Ermordung von Robert Kennedy schafft es aber - trotz einiger Kabinettstückchen - nicht, die politische Vision zu fassen. Das gelingt erst mit einem fulminanten Schluss. Filmkritik
Marc Fosters zarte Liebesgeschichte hat einen leichtfüßigen Dreh ins Unwahrscheinliche: Harold Crick sieht sich plötzlich zu einer Figur in einem Roman degradiert. Das ist die Chance seines Lebens. Filmkritik
In der norwegischen Sommerlandschaft ist die junge Selma mit dem Beziehungschaos ihrer Tante und der ersten eigenen Liebe konfrontiert. Torun Lian erzählt einen bezaubernden Film über das Erwachsenwerden vor der Büllerbü-Kulisse Südnorwegens. Filmkritik
Ein Film für die ganze Familie. Ein Familienfilm. Das sollte man nur nicht zu laut sagen. Alain Gsponer gelingt es, den „ganz normalen“ Wahnsinn der gutsituierten Bürgerfamilie im Kuschelstaat Deutschland nachzuzeichnen. Vielleicht gerade, weil er selbst Schweizer ist. Filmkritik
Eine Hochzeit wirft alle Beteiligten aus der emotionalen Routine. Mit diesem Melodram bleibt Regisseurin Susanne Bier ihrer persönlichen Handschrift treu und wirft in einer sperrigen Inszenierung existentielle Fragen auf. Filmkritik
Dreamgirls erzählt mit viel Musik und Gesang die Geschichte von Diana Ross & the Supremes und davon, wie Musik von Schwarzen auch für das weiße Bürgertum gesellschaftsfähig wurde. Filmkritik
Ein Maikäfer bringt eine junge Ehe in Gefahr und erscheint dann doch nicht. Ein autodidaktischer Künstler malt weiße Sklaven, und eine Familie aus den Südstaaten trifft die neue Schwiegertochter. Und das alles in North Carolina. Filmkritik
Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Jhumpa Lahiri begleitet Mira Nair in The Namesake eine indische Familie und deren Leben in den Vereinigten Staaten über zwei Generationen hinweg. Filmkritik
Gabriele Muccino inszeniert die wahre Geschichte über Fall und Aufstieg Chris Gardners, der sich aus der Armut zum erfolgreichen Börsenmakler hocharbeitet, als wärmespendendes Wintermärchen. Filmkritik
Der von Til Schweiger produzierte deutsche Thriller über eine vergewaltigte Frau, die zurückschlägt, versucht, auf den vielbefahrenen Zug des Rache-Genres aufzuspringen. Seine Gewaltszenen schockieren dabei weniger als die plumpe, oft unfreiwillig komische Zuschauermanipulation. Filmkritik
Ein kleiner, starker Film mit melodramatischem Kern und rauer Schale. In Vier Minuten von Chris Kraus spielen Hannah Herzsprung und Monica Bleibtreu Klavier im Knast und gewannen bereits mehrere Festivalpreise. Filmkritik