Neu im Kino

Maspalomas – Kritik

E 2025. Regie: Aitor Arregi, Jose Mari Goenaga. Mit: José Ramón Soroiz, Julian Hackenberg
Start:

Der siebzigjährige Vicente genießt sein schwules Leben auf Gran Canaria. Bis er sich nach einem Schlaganfall den Wunden der Vergangenheit stellen und erneut um seine Freiheit kämpfen muss. Ruhig und einfühlsam erzählt Maspalomas von queerem Altern und der zerstörerischen Beharrlichkeit des Schweigens. Kritik 

Von Scham und Geld – Kritik

, D, RKS, SLO, ALB 2026. Regie: Visar Morina. Mit: Astrit Kabashi, Flonja Kodheli
Start:

Leere, Stillstand, vielleicht auch Sehnsucht: In Visar Morinas Sozialdrama Von Scham und Geld über eine Familie im Kosovo treffen dörfliche Werte auf die kapitalistische Moderne. Plötzlich muss der Protagonist feststellen, dass es in der Stadt etwas ganz anderes bedeutet, „ein guter Mann" zu sein. Kritik 

Morgen war Krieg – Kritik

D 2026. Regie: Nicolas Ehret. Mit: Enno Trebs, Ulrich Matthes
Start:

Fahnenflüchtig in einem autoritären Deutschland nach der „Zeitenwende“: Nicolas Ehrets Langfilmdebüt Morgen war Krieg will ein Kommentar zur gegenwärtigen Aufrüstungsdebatte sein und bedient sich dafür aus dem Standard-Baukasten des dystopischen Kinos. Kritik 

Das geträumte Abenteuer – Kritik

D 2026. Regie: Valeska Grisebach. Mit: Yana Radeva, Syuleyman Alilov Letifov
Start:

Nicht ist zu lose, aber auch nichts zu Ende erklärt: Rund um zwei nicht mehr ganz junge Heimkehrer im bulgarischen Svilengrad deutet Das geträumte Abenteuer einen Mafia-Plot an. Dabei geht Regisseurin Valeska Grisebach, für die Ort und Laiendarsteller bestimmend für die Geschichte sind, mit der Behutsamkeit einer Archäologin vor. Kritik 

Primetime – Kritik

USA 2026. Regie: Lance Oppenheim. Mit: Robert Pattinson, Anna Faris
Start:

To Catch a Predator hieß ein in den Nuller Jahren sehr erfolgreiches Format des US-Fernsehsenders NBC, dem es um die inszenierte Zurschaustellung potentieller Sexualstraftäter ging. Lance Oppenheims Primetime schildert diese Show und ihre Umstände als Fiebertraum einer korrupten, implodierenden Welt. Kritik 

Coyote vs. Acme – Kritik

USA 2026. Regie: Dave Green. Mit: John Cena, Lana Condor
Start:

Ewig erfolglos jagt Wile E. Coyote den listigen Roadrunner, jetzt ist er des Scheiterns müde und zieht vor Gericht: Coyote vs. Acme stürzt sich mit Herzblut in die absurde Energie der Looney-Tunes-Welt, sehnt sich aber dann doch nach einem versöhnlichen Ende.  Kritik 

Resident Evil – Kritik

USA, D 2026. Regie: Zach Cregger. Mit: Austin Abrams, Paul Walter Hauser
Start:

In ständiger Schockstarre: Zach Creggers Reboot der Resident Evil-Reihe bietet alles von stimmungsvoller Suspense bis zum gorigen Körpermatschfest. Das nackte Grauen opfert der Film dabei immer wieder seinem Hang zur guten Laune. Kritik 

Gentle Monster – Kritik

Ö, F 2026. Regie: Marie Kreutzer. Mit: Léa Seydoux, Catherine Deneuve
Start:

Eine perfekte Bobo-Existenz wird von Missbrauchsvorwürfen erschüttert: Marie Kreutzers Gentle Monster erzählt eindringlich vom Schaudern, wenn ein geliebter Mensch plötzlich fremd und bedrohlich wird, verheddert sich dann aber in einem Dickicht aus Diskursen und Nebenfiguren. Kritik 

Ghost School – Kritik

PK, , D, GB 2025. Regie: Seemab Gul. Mit: Nazualiya Arsalan, Tutu Baba
Start:

Am Anfang steht ein geprügelter Esel, am Ende ein geflügeltes Pferd. Dazwischen stellt ein pakistanisches Mädchen Fragen über ihre geschlossene Schule, erhält aber keine einfachen Antworten. Seemab Guls kluger Debütfilm Ghost School verdeckt die Wirklichkeit, von der er erzählt, nicht. Kritik 

Vaterland – Kritik

PL, D, IT, F 2026. Regie: Pawel Pawlikowski. Mit: Sandra Hüller, Hanns Zischler
Start:

Goethe soll geehrt werden, aber welcher? Schwere hängt in der Luft im von den Besatzungsmächten geteilten Deutschland, das Erika und Thomas Mann in Pawel Pawlikowskis von einem realen Heimatbesuch des Schriftstellers inspirierten Film Vaterland bereisen. Kritik 

Staatsschutz – Kritik

D 2026. Regie: Faraz Shariat. Mit: Sebastian Urzendowsky, Julia Jentsch
Start:

Staatsschutz von Faraz Shariat radikalisiert sich mit seiner Hauptfigur – aber beide gehen nie zu weit. Das Ergebnis ist ein Film mit einer vielleicht allzu klaren Agenda, der aber durch das Prisma der Genrebrille überraschend präzise auf den aktuellen deutschen Rassismus zu blicken vermag. Kritik 

Für immer 16 – Kritik

D 2026. Regie: Brezel Göring. Mit: Lilith Stangenberg, Chang Wang
Start:

Brezel Görings Für immer 16 ist ein schräger Bravo-Fotoroman in Super 8 über halb gelingende Versuche, Freundschaften am Leben zu halten und mit der Beschissenheit der Dinge klarzukommen. Mit Lilith Stangenberg und Songs von Stereo Total. Kritik 

Das Ende der Sterne – Kritik

USA 2026. Regie: Ridley Scott. Mit: Jacob Elordi, Margaret Qualley
Start:

Ein blutiger, postapokalyptischer Western um einen todessehnsüchtigen jungen Piloten. Ridley Scotts neuestes Werk Das Ende der Sterne ist nachdrücklich inszeniertes Actionkino mit atemberaubenden Kämpfen und sensationell irrwitzigen Passagen.  Kritik 

One Night Only – Kritik

USA 2026. Regie: Will Gluck. Mit: Callum Turner, Monica Barbaro
Start:

Eine dystopische Prämisse für eine retronostalgische RomCom: Will Glucks One Night Only spielt in einer Welt, in der Unverheiratete nur noch einmal im Jahr Sex haben dürfen. Der leichthändig inszenierte Film setzt dabei durchweg eher auf einwandfrei ausgespielte Slapstick-Gags als Gesellschaftskritik. Kritik 

Teenage Sex and Death at Camp Miasma – Kritik

GB, CA, USA 2026. Regie: Jane Schoenbrun. Mit: Gillian Anderson, Jasmin Savoy Brown
Start:

Streaming: Offen für neugierige Selbsttherapie, aber garantiert ungefährlich. Jane Schoenbruns queerer Meta-Horrorfilm Teenage Sex and Death at Camp Miasma bremst seine transgressive Ästhetik mit versöhnlicher Comedy aus. Kritik 

Drei Freundinnen – Kritik

F 2024. Regie: Emmanuel Mouret. Mit: Camille Cottin, Sara Forestier
Start:

Drei Frauen und eine Handvoll Männer suchen, verlieren und finden die Liebe. Emmanuel Mourets neuer Film Drei Freundinnen ist ein Jenseitsbericht über Getriebene und Treibende, dem es gelegentlich an Widerstand und Gegengewicht fehlt. Kritik 

Sunny Dancer – Kritik

GB 2026. Regie: George Jaques. Mit: James Norton, Bella Ramsey
Start:

Mit Popmusik und Lagerfeuerromantik erzählt Sunny Dancer von einem Ferienlager für jugendliche Krebskranke. Dabei zeigt der Film Lebensfreude wie auch existenzielle Ängste – und ist am stärksten in jenen Momenten, in denen es nichts Wichtigeres gibt als den gemeinsamen Sommer. Kritik 

The End of Oak Street – Kritik

USA 2026. Regie: David Robert Mitchell. Mit: Anne Hathaway, Ewan McGregor
Start:

Nachdem ein Vorstadtviertel in die Urzeit versetzt wird, muss eine Familie auf der Flucht vor Dinosauriern ihre inneren Konflikte bewältigen. David Robert Mitchells The End of Oak Street ist straff inszeniertes Abenteuerkino, das seine Einflüsse nicht verleugnet, sondern versteht: gut geklaut ist besser als schlecht erfunden. Kritik 

Exit 8 – Kritik

JP 2025. Regie: Genki Kawamura. Mit: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi
Start:

Ein Mann steckt in einem leeren Tokioter U-Bahnhof fest, aus dem es scheinbar keinen Ausgweg gibt.Genki Kawamuras klaustrophobische Computerspieladaption Exit 8 ist ein paradoxes Spiel aus Wiederholung und Variation, zwischen Psychothriller und abgründigem Horrorfilm. Kritik 

Funeral Casino Blues – Kritik

D, TH 2025. Regie: Roderick Warich. Mit: Chaiwat Bualuang, Jutarat Burinok
Start:

Zwei Irrlichter in Bangkok, die sich gegenseitig am Brennen halten: Roderick Warichs Funeral Casino Blues setzt vor allem auf Vibes. Leider bleibt das Meditative am Film weitgehend Behauptung. Kritik 

Nightborn – Kritik

FI, F, LT 2026. Regie: Hanna Bergholm. Mit: Seidi Haarla, Rupert Grint
Start:

Leidet die frisch gebackene Mutter Saga unter einer postpartalen Depression oder ist ihr Baby wirklich ein Troll? Hanna Bergholms Nightborn verbindet geschickt nordischen Folk Horror mit blutigem Körper-Slapstick. Kritik 

Eli Roth's Ice Cream Man – Kritik

USA 2026. Regie: Eli Roth. Mit: Eli Roth, Ari Millen
Start:

Ein Eisverkäufer verwandelt in einer idyllischen Kleinstadt Kinder in Mördermaschinen: Eli Roths Ice Cream Man erschafft eine Spielzeugwelt voll hemmungsloser Grausamkeit und ist in seiner Mischung aus Cartoon und Gore ein unverfrorenes Vergnügen. Kritik 

Everytime – Kritik

Ö 2026. Regie: Sandra Wollner. Mit: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling
Start:

Sandra Wollners Everytime erzählt vom Nachhall eines tragischen Todesfalls und den Widersprüchen des Abschiednehmens. Was als sensibles Familiendrama beginnt, wird zur fulminanten filmischen Geisterbeschwörung. Kritik 

Lebensansichten eines Huhns – Kritik

D, GR, HU 2025. Regie: György Pálfi. Mit: Yannis Kokiasmenos, Maria Diakopanayotou
Start:

Suchen, Picken, Innehalten: Der ungarische Regisseur György Pálfi nähert sich in Lebensansichten eines Huhns der emotional packenden und erstaunlich düsteren Erfahrungswelt einer Henne. Kritik