Auf der Suche nach festem Boden unter den Füßen verstrickt sich das junge Mädchen Heidi in einer Reihe von Bettgeschichten. Mal als Unschuldsengel, mal als Luder lässt die Regisseurin ihre Protagonistin in stimmungsvollen Bildern der australischen Bergwelt ihren Weg suchen. Filmkritik
Ein unkonventionelles Portrait einer Außenseiterin: Abgestoßen von ihrem provinziellen Umfeld flüchtet sich ein junges Mädchen in die faszinierende Welt der Perlenstickerei. Filmkritik
Schildkröten können fliegen zeigt den letzten Golfkrieg (2003) aus der Sicht von Kindern. Der Festivalhit (San Sebastian: „Bester Film“; Berlinale: „Friedensfilmpreis“) überrascht mit einer einzigartigen Reflektion zum Thema Krieg. Filmkritik
Mut beweist der Schauspieler Kevin Bacon, der, abgesehen von einem Auftritt in Clint Eastwoods Mystic River (2003), schon seit längerer Zeit auf ein gutes Rollenangebot warten musste. Nun spielt der Teenie-Schwarm der 80er in The Woodsman einen verurteilten Kinderschänder. Filmkritik
Eine echte Überraschung: Der Seminarfilm des Studenten Robert Thalheim wurde zum diesjährigen Gewinner der Berlinale-Reihe Perspektive deutsches Kino. Seine Vater-Sohn-Geschichte sagt mit Witz und Einfühlungsvermögen zugleich viel über unser Land aus. Filmkritik
Jola glaubt, jemanden getötet zu haben, und Dora will eigentlich ihre Ruhe haben: die seltsamen Ursprünge einer zarten Liebesgeschichte in einem Leipziger Plattenbau. Filmkritik
Die erste Verfilmung des Dramas seit langer Zeit stellt Shylock in den Kontext der Gesellschaft und macht ihn zu einer starken, tragischen Figur. Filmkritik
In digital veredelten Bildern zaubert der griechische Regisseur Tassos Boulmetis das Istanbul der 50er und das Athen der 60er Jahre auf die Leinwand und erzählt dabei die Geschichte eines in der Türkei lebenden Jungen, der gezwungen ist, mit seinen Eltern nach Griechenland auszuwandern. Filmkritik
Ein charmantes Debüt aus Schottland präsentiert die ehemalige Fotografin Shona Auerbach. Sympathische Schauspieler und ein pointiertes Drehbuch lassen einen über die Vorhersehbarkeit der Geschichte hinwegsehen. Filmkritik
Durst nach Wasser, Freiheit und Begierde hat eine palästinensische Familie im selbst auferlegten Exil. Für sein beeindruckendes Familiendrama hat Tawfik Abu Wael 2004 in Cannes den Preis der Kritiker erhalten. Filmkritik
Leipzig bei Nacht. Das Debüt von Florian Schwarz will besonders düster daherkommen – kaputte Beziehungen, kalter Sex, einsamer Tod. Filmkritik
István Szabó präsentiert seine zweite Komödie. Nach dem Zauber der Venus (Meeting Venus, 1991) lässt er uns nun dem Zauber Julias verfallen – und dies in einem phantastischen Film! Filmkritik
Als ihre schulischen Leistungen zu schlecht werden, sperrt Coach Carter seine Mannschaft kurzerhand vom Training aus. Damit handelt er sich reichlich Ärger ein, behält aber recht – wie immer. Filmkritik
Mit Bitter Moon erscheint jetzt ein weniger bekannter Polanski-Film als DVD, der es aber verdient hat, wieder oder überhaupt entdeckt zu werden. Auf einem Kreuzschiff kommt es zu einer verhängnisvollen Begegnung zweier sehr unterschiedlicher Paare. Und über kurz oder lang sind wir als Zuschauer in einer verwirrenden amour fou gefangen, aus der es so leicht kein Entrinnen mehr gibt ... Filmkritik
Eine “existentialistische Komödie” über die Identitätskrisen verschiedener Figuren, die sich im formal-inhaltlichen Übereifer des Regisseurs verliert. Filmkritik
Dieses “Biopic” versucht, das Leben und die Arbeit des Sexualfoschers Alfred Kinsey zusammenzuführen; bemerkenswert Neues oder Skandalöses findet sich nicht. Filmkritik
Nach dem Überraschungserfolg Rushmore (1998) manifestierte der Regisseur Wes Anderson mit The Royal Tenenbaums seinen Ruf als einer der originellsten Komödienregisseure Hollywoods. Selten gab es einen so hochkarätig besetzten Ensemblefilm wie diesen, dem es gelingt Komik mit Tragik, dank eines absurden Humors, zu verbinden. Filmkritik
Sugar erzählt von Cliff, der an seinem achtzehnten Geburtstag auf den Stricher Butch trifft, von dem er sofort fasziniert ist. Mit leichter Hand inszeniert John Palmer fast nebensächlich das Erwachsenwerden eines jungen Mannes im Strichermilieu, schafft es dabei aber nicht die anfängliche Stärke seines Films bis zum Ende durchzuhalten. Filmkritik
Auch in seiner ersten Literaturadaption bleibt sich Regisseur Andreas Dresen treu. Auf Kosten des politischen Kerns von Christoph Heins Roman Willenbrock destilliert er vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen der Personen heraus. Dresens Film zeigt, wie bei souveräner Handhabung von Romanmotiven ein eigenständiges Werk entstehen kann. Filmkritik
Wenn man 15 Jahre alt ist und verliebt, dann passiert nicht unbedingt viel, aber es wird umso mehr geredet. Der französische Regisseur Abdellatif Kechiche inszeniert in L’esquive ein heftiges Wortgewitter, das Krimo ungewollt auslöst, nur weil ihm Lydia gefällt. Nichts Besonderes, könnte man denken, aber so sprachgewaltig und eindringlich dargestellt, dass dieser Film bei der Verleihung des französischen Filmpreises gleich vier Césars gewonnen hat. Filmkritik
Brüderliebe erzählt die bewegende Geschichte von drei Brüdern, die zwar unter demselben Dach wohnen, aber ihre Probleme nur mit sich selbst austragen. Auf zurückhaltende Weise erzählt Regisseur Gaël Morel von der Suche junger Menschen nach dem individuellen Glück und der Schwierigkeit in einer Männerwelt Gefühle zu zeigen. Filmkritik