Drama

Der Schlachter

Mediatheken-Tipp: Chabrol verneigt sich in seinem ruhigen Psychothriller vereinzelt vor Hitchcock, und inszeniert das wortkarge Script mit moralischer Distanziertheit und der klassisch simplen Präzision, für die er so renommiert ist. TV-Empfehlung 

Madonnen

Die fünffache Mutter Rita lebt in einer Berliner Hochhauswohnung in den Tag hinein. Getragen von einer herausragenden Hauptdarstellerin Sandra Hüller bietet Maria Speths zweiter Spielfilm ein faszinierendes Stück Gegenwartskino. Filmkritik 

Keane

Aus radikaler Nähe verfolgt Lodge Kerrigan die Odyssee eines psychisch zerrütteten Vaters durch die Straßen von New York. Mit Keane ist ihm ein drastisch situatives Kinostück gelungen, das dem Zuschauer genauso wenig Halt gewährt wie seiner fragilen Hauptfigur. Filmkritik 

Three Burials

In seiner ersten Regiearbeit fürs Kino verkörpert Tommy Lee Jones einen abgewrackten Cowboy, der wie ein Besessener den letzten Willen seines besten Freundes erfüllen will. Filmkritik 

Hoppet

Asad und sein Bruder Tigris flüchten aus einem Bürgerkrieg im Mittleren Osten nach Europa. Der Spielfilm erzählt vom Verlust von Heimat und Familie, von neuen Freundschaften und Erfolgen. Filmkritik 

Dialog mit meinem Gärtner

In seinem ehemaligen Elternhaus auf dem Land freundet sich ein Pariser Künstler mit seinem Gärtner an. Jean Becker zeichnet in der Konfrontation zweier ungleicher Männer ein gefühlsseliges Drama mit komischen Untertönen. Filmkritik 

Der Mann von der Botschaft

Ein deutscher Diplomat freundet sich in Georgien mit einem jungen Straßenmädchen an. Aus dieser Prämisse entsteht ein komplexes Beziehungsgeflecht, dessen Potential Der Mann von der Botschaft jedoch besonders auf visueller Ebene alles andere als ausschöpft. Filmkritik 

King of California

Mit Vollbart und wirrem Harr agiert Michael Douglas als weiser Irrer in einer warmherzigen Independent-Komödie, produziert von Sideways-Regisseur Alexander Payne. Filmkritik 

Vivere

„Drei Gründe zu leben“ ist der Untertitel von Angelina Maccarones drittem Kinofilm. Drei Gründe Vivere zu sehen sind Hannelore Elsner, Esther Zimmering und Kim Schnitzer in einem träumerischen Roadmovie auf der Suche nach persönlicher Freiheit. Filmkritik 

Abbitte

Ian McEwans Bestseller schreit mit seinen großen Gefühlen nach großem Publikum. Regisseur Joe Wright ist das nicht genug. Filmkritik 

Gefahr und Begierde

VoD: Eine junge Studentin soll im Shanghai des Zweiten Weltkrieges einen verhassten Kollaborateur in eine Falle locken. Ang Lees Gewinner des goldenen Löwen auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig ist ein stiller Liebesfilm. Filmkritik 

Operation: Kingdom

Ein Bombenanschlag auf Amerikaner in Riad bringt ein FBI-Team in die saudi-arabische Hauptstadt. Peter Berg inszeniert einen nicht unproblematischen „clash of civilizations“ als Parabel auf Gewalt und den „war on terror“. Filmkritik 

Nachmittag

In einer Berliner Villa hinterlässt eine zu Ende gegangene Liebesbeziehung ihre Spuren. Angela Schanelec verfilmt Tschechov. Filmkritik 

Heat

In Michael Manns Epos Heat (1995) treten Al Pacino und Robert De Niro als Cop und nicht minder professioneller Gangsterboss ein Schauspielduell der Extraklasse an. TV-Empfehlung 

Mörderischer Frieden

Die Idee, einen Spielfilm über den Auslandseinsatz der Bundeswehr im Kosovo zu drehen, klingt spannend. Im Fall von Mörderischer Frieden hapert es allerdings fast an der gesamten Umsetzung. Filmkritik 

Ein kurzer Film über die Liebe

VoD: Krzysztof Kieslowski macht einen Film über die Liebe. In seinem Leinwanduniversum wird daraus eine Meditation über Einsamkeit und das bloße Ideal eines existentiellen Bedürfnisses. Filmkritik