In jeder Sekunde
Es ist die Mechanik und Routine, die den Stein des Sisyphos ins Rollen bringt und die Lebenszeit der Figuren in jeder Sekunde bestimmt. Filmkritik
--> -->
Es ist die Mechanik und Routine, die den Stein des Sisyphos ins Rollen bringt und die Lebenszeit der Figuren in jeder Sekunde bestimmt. Filmkritik
In Claude Millers Verfilmung eines französischen Bestsellers sind die Mitglieder einer jüdischen Familie mehr als Opfer der Nationalsozialisten: leidenschaftlich, abgründig und von einem tragischen Geheimnis verfolgt. Filmkritik
Wenn Raum, Farbe und Licht anstelle der Figuren zu sprechen beginnen, Lakonie und Tristesse zusammenwirken und surrealistische Elemente in die Banalität des Alltags einziehen, dann kann es sich nur um einen Film von Bent Hamer handeln. Filmkritik
Nach Die Kinder des Monsieur Mathieu bringt Christophe Barratier erneut nostalgisches Wohlfühlkino auf die Leinwand. Diesmal mit Faschisten und nur einem niedlichen Kind. Filmkritik
„Alles hat seinen Preis“. In Ben Hopkins schelmischem Marktwirtschaftsdrama schwankt ein türkischer Kleinhändler zwischen Moral und Moneten und wird von der Mehrdeutigkeit seines Mottos eingeholt. Filmkritik
Die schöne Lulu aus reichem Haus liebt den armen und noch dazu schwarzen Jimi. In der deutschen Provinz der späten fünfziger Jahre ist das ein Skandal. Oskar Roehler erzählt in quietschbunten Bildern ein modernes Märchen, das sich selbst als Hommage versteht. Filmkritik
Es gibt sie noch, die guten Debütfilme: Christian Schwochows Novemberkind mit einer überragenden Anna Maria Mühe ist ein erstaunlich reifes Melodram über die langfristigen Folgen einer Flucht aus der DDR. Filmkritik
Überleben im Transitraum: Der Tod ihrer Eltern lässt die junge Julia innehalten. Von einem Moment auf den nächsten wird sie durch die Ereignisse von einer feiernden Jugendlichen zur erwachsenen Frau.
Filmkritik
Eine vermeintlich klassisch-stereotype lesbische Butch-Femme-Liebesgeschichte ist das Zentrum dieses kleinen, zauberhaften Films, dem nichts ferner liegt als die platte Reduktion seiner Geschichte auf Typologien. Filmkritik
VoD: Traumatherapie als Trickfilm. Der israelische Regisseur Ari Folman (re-)animiert seine verdrängten Fronterlebnisse im Libanon zu einer eindringlichen Kriegsdokumentation, in der das Surreale fassbarer scheint als die Wirklichkeit. Filmkritik
Das bunte Leben in einer Fabriketage: In seinem ersten Spielfilm erzählt Alejandro Cardenas Amelio mit einem Schuss magischem Realismus die Geschichte einer argentinischen Familie im Berlin der 80er Jahre. Filmkritik
Frank Beyers satirischer DEFA-Klassiker lässt sich strukturell in die Nähe des Gerichtsfilms rücken, zitiert dabei entfernt aber ebenso den Western. TV-Empfehlung
Als ein Autofahrer im Metropolenverkehr erblindet, hilft ihm ein Passant zunächst nach Hause, nur um ihm im direkten Anschluss den Wagen zu stehlen. In dieser Ambivalenz nistet sich Fernando Meirelles fulminante Literaturverfilmung tückisch ein. Filmkritik
VoD: Auf nach Barcelona! Woody Allen verlässt London und wendet sich wärmeren Gefilden zu. Herausgekommen ist dabei eine leichtfüßige romantische Komödie mit einer unaufdringlich analytischen Schlagseite. Filmkritik
Die chaotische Ana verlässt das heimische Ibiza und macht sich auf gen Madrid und Amerika. Zwischendrin unternimmt sie Abstecher ins eigene Unterbewußtsein. Filmkritik
Zwei Schwestern proben nach 15 Jahren der erzwungenen Trennung den Neuanfang ihrer Beziehung. Bei Philippe Claudels leisem Familiendrama lohnt es sich genau hinzusehen und dabei das Große im Kleinen zu entdecken. Filmkritik
Ein Männerausflug im Wald wird zum Abgesang auf die amerikanische Linke. Kelly Reichardts Festivalhit Old Joy findet mit zwei Jahren Verspätung seinen Weg nach Deutschland. Filmkritik
Wim Wenders schickt den Toten-Hosen-Sänger Campino auf eine zähe Sinnsuche nach Sizilien und präsentiert ausgelutschtes Kunstkino. Filmkritik
„Ich kämpfe nicht gegen einen Kindergarten“ ruft ein amerikanischer Soldat und wird dafür von einem der Protagonisten in den Bauch geschossen - Bernhard Wickis vielfach preisgekröntes Antikriegsmanifest demonstriert den grausamen Aberwitz des Krieges am Beispiel einer Handvoll Jugendlicher. TV-Empfehlung
Die Sehnsucht nach einer Gemeinschaft kann nach Ansicht des Regisseurs Dennis Gansel auch heute noch ein Potenzial für faschistoide Gesellschaftsstrukturen in sich bergen. In Gansels Film Die Welle manipuliert ein Lehrer seine vermeintlich kritischen Oberstufenschüler und formt sie zu einer autoritätsgläubigen Gruppe. Filmkritik
In seiner ersten, autobiografisch gefärbten Filmrolle überzeugt der Musiker Paul Kalkbrenner als Ickarus, den sein ausschweifender Lebensstil von der DJ-Kanzel in die Nervenklinik bringt. Filmkritik