Summer of '84
VoD: Eine Gruppe Fünfzehnjähriger nimmt sich vor, den Nachbarn als Serienkiller zu überführen. Der neue Film der Turbo-Kid-Regisseure ist weniger charmantes Nerdfest und umso mehr eindringliches und reflektiertes Genrekino. Filmkritik
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VoD: Eine Gruppe Fünfzehnjähriger nimmt sich vor, den Nachbarn als Serienkiller zu überführen. Der neue Film der Turbo-Kid-Regisseure ist weniger charmantes Nerdfest und umso mehr eindringliches und reflektiertes Genrekino. Filmkritik
In Dorothy Arzners The Wild Party vermittelt der hübsche Professor nicht nur Wissen über „man’s place in nature“, sondern wird auch zum Objekt der Begierde. Und Stummfilmstar Clara Bow ist völlig außer Rand und Band. Filmkritik
Die Leere füllen: Der portugiesische Regisseur Pedro Pinho fragt nüchtern, was von einer stillgelegten Fabrik aus geträumt, bewirkt und gefilmt werden kann. Dabei veranstaltet er Wettrennen auf Gabelstaplern und klopft das utopische Potenzial der Selbstverwaltung ab. Filmkritik
Filmfest Hamburg 2018: Hintersinnige Gespräche vor verschneiter Flusslandschaft. Auch in Hotel by the River löst der Soju wieder die Zungen. Doch trotz einiger hochkomischer Szenen nehmen in Hong-Sang soos fünfter Produktion in nur 18 Monaten die melancholischen Töne zu. Filmkritik
Nicht auf die Femme Fatale blicken, sondern aus ihr heraus: Bei der Émile-Zola-Verfilmung Nana sprang Dorothy Arzner spontan als Regisseurin ein. Dabei verschrieb sie sich ganz einer Figur, die für Samuel Goldwyn eigentlich nur Star-Vehikel sein sollte. Filmkritik
Die Titelheldin von Dorothy Arzners Blaubart-Variation sieht die Ehe als Raum für private Emanzipation und treibt ihren Mann in den Wahnsinn. Craig’s Wife (1936) ist ein sonderbarer Film, in dem die Spannungen von Arzners Kino ganz besonders sichtbar werden. Filmkritik
Frieder Schlaichs Gerichtsdrama um einen rassistischen Mord stellt dem monotonen Juristen-Sprech die universelle Sprache der Gefühle entgegen. Einen Dolmetscher braucht Naomis Reise trotzdem. Filmkritik
Styx kommt wie ein Abenteuerfilm daher, doch die Herausforderung, vor die er eine Ärztin auf offener See stellt, ist mit Heldentaten nicht zu lösen. Filmkritik
Sollen sie doch Kunst machen, ich mache Kino. Florian Henckel von Donnersmarcks Werk ohne Autor ist immer überlegen, allem. Filmkritik
Zugespitzte Männlichkeit. 20 Jahre nach American Psycho greift Mary Harron kaum weniger drastisch weiße, männliche Allmachtsfantasien und Gewaltexzesse in der US-Gesellschaft an. Ein feministischer Pamphletfilm über – oder besser gegen – Charles Manson. Filmkritik
Algerien ist ein gefährliches Land, ein unfreies Land, ein kriegstraumatisiertes Land, zeigt Warten auf Schwalben in drei Geschichten. Dabei erinnert der Regisseur Karim Moussaoui seine Landsleute daran, dass sie die Musik bestimmen. Filmkritik
Wenn die Europaflagge brennt: In Das Gespenst der Freiheit, Jan Bonnys Polizeiruf-Folge zur rechten Lage der Nation, erreicht das amerikanische Paranoia-Kino das deutsche Fernsehen. Sonntag, 19.08. um 20:15 Uhr bei Das Erste. Filmkritik
VoD: „Wo ist der denn deutsch, Mann?“ Auf der Spur von Neonazis zeigt Jan Bonnys Wintermärchen die Hölle, die das Leben sein kann, wenn man keine Macht hat. Filmkritik
Ein KZ-Kommandant und sein Häftling als Sparringspartner. Der Boxer und der Tod (1962) zeigt einen instabilen Status quo zwischen Fair Play und reguliertem Verbrechen. Das Meisterwerk der Slowakischen Neuen Welle liegt nun auf DVD und Blu-ray vor. Filmkritik
Neu auf VoD: Carla Simón spürt in ihrem ersten Langfilm Fridas Sommer der traumatisierten Psyche ihres siebenjährigen Ichs nach. Bis endlich wieder einer weint. Filmkritik
Stefano Sollima macht sich keine Illusionen über den Drogen- und Menschenhandel in den US-mexikanischen Borderlands: In Sicario 2 ist die Welt auf ihre Brutalität reduziert. Mit seinem schonungslosen Blick schont der Film vor allem sich selbst. Filmkritik
ArteKino Festival: Als seine Frau ins Koma fällt, beginnt ein Mann, sich in der Rolle des Bemitleideten zu gefallen. Leider wacht die Gattin plötzlich wieder auf. Regisseur Babis Makridis setzt mit dieser schwarzen Komödie die Greek Weird Wave fort. Filmkritik
Sie nehmen G und Ecstasy und Koks und Speed. Sie bereiten es her und strecken es, sie verkaufen es, sie verkaufen sich. Henning Gronkowskis Yung sucht das Unmittelbare und den Exzess in der Berliner Gegenwart. Filmkritik
VoD: Eine Frau plant eine radikale Theaterperformance über den Holocaust in Rumänien – und muss sich dabei mit einer Vielzahl an Hindernissen herumschlagen. Zwischen den unzähligen Erzählebenen von Radu Judes neuem Film balanciert sie dagegen elegant. Filmkritik
Ein schwuler Junge flüchtet aus der verarmten französischen Provinz, er ist der Autor Édouard Louis, aber dann auch wieder nicht. Anne Fontaines Marvin feiert die Lust an der Verwandlung. Filmkritik
Debra Granik erzählt in ihrem neuen Film von der fragilen Harmonie einer Vater-Tochter-Beziehung. Mäandernd zwischen Coming-of-Age und Kriegstraumata dreht sich Leave No Trace um eine alternativlose Flucht vor der Gesellschaft. Filmkritik