Drama

Zombi Child

VoD: Bertrand Bonello scheut nicht vor Peinlichkeiten zurück. Das macht den Reiz, aber nicht den einzigen von Zombi Child aus. Filmkritik 

Atlantique

VoD: Eine Flucht lässt immer auch etwas zurück. In ihrem Debütfilm Atlantique erzählt Mati Diop von einer jungen Frau im Senegal zwischen echter Liebe und verlogener Ehe. Und von Geistern, Brandstiftung, dem Meer. Filmkritik 

Bacurau

VoD: Udo Kier mit Gewehr, Sônia Braga mit weisen Ratschlägen und Alkoholproblem, ein Dorf gegen den Rest der Welt. In Bacurau tummeln sich Allegorien und Genrespaß, vor allem aber trifft Humanismus auf ganz viel Glaube ans Kino. Filmkritik 

Antiporno

Harder, more, much more: Sion Sonos Antiporno zeigt Figuren bei einem Pornodreh in all ihrer Anstrengung und Sehnsucht, etwas zu bedeuten. Filmkritik 

Greta

Totalitäre Mutterschaft: Der irische Regisseur Neil Jordan inszeniert in Greta den gewaltsamen Versuch einer Frau, sich das Leben einer anderen einzuverleiben. Filmkritik 

Jibril

Die Freiheit des anderen als Grenze der eigenen: Die deutsche Regisseurin Henrika Kull erzählt die Liebesgeschichte zwischen einem inhaftierten Mann und einer freien Frau als ewigen Cliffhanger. Filmkritik 

Funeral Parade of Roses

MUBI: Das Sexuelle, das Politische, das Ästhetische – im queeren Eddie formt sich alles zu einem Aufbegehren. Es endet in Gore und Entsetzen. Funeral Parade of Roses (1969), ein spätes Werk der japanischen neuen Welle, erscheint zum ersten Mal auf DVD. Filmkritik 

Border

VoD: Eine geruchsbegabte Zollbeamtin ist im falschen Leben gefangen. Das dunkle Märchen Border erzählt von der Suche nach ihrer Identität und lässt dabei Genre- und Geschlechtergrenzen hinter sich. Filmkritik 

The Highwaymen

Gut 50 Jahre nachdem Bonnie und Clyde zu Kino-Helden der Counterculture wurden, erzählt John Lee Hancock die Geschichte aus der Perspektive der Gesetzeshüter. The Highwaymen legt dabei offen, was den konservativen Backlash so attraktiv macht. Filmkritik 

Das Haus am Meer

VoD: Wie ein einst paradiesischer Küstenort der Abgeschiedenheit entrissen wird. Robert Guédiguian schaut in Das Haus am Meer auf drei Leben, auf sein Werk, auf die Welt. Filmkritik 

Ein Gauner & Gentleman

Ein Thriller im Retro-Lounge-Modus: David Lowery stellt Robert Redford für dessen vielleicht letzten Auftritt das geeignete Vehikel zur Verfügung. Ein Gauner und ein Gentleman zieht seine Kraft aus dem Vergangenen, blickt aber verträumt nach vorn. Filmkritik 

A Young Man with High Potential

Nach einer Abfuhr zieht ein zorniger junger Mann eine Spur sexueller Gewalt durch ein Studentenwohnheim. A Young Man with High Potential lässt dabei offen, ob wir einem Sündenfall oder der Schaffung eines Übermenschen zusehen. Filmkritik 

Abschied von der Nacht

VoD: André Téchiné hat auch für seinen neuen Film Abschied von der Nacht mit einer Co-Autorin zusammengearbeitet, die Expertin für jugendliches Begehren ist. Nur richtet sich dieses nun nicht in Richtung erste Liebe, sondern in Richtung Djihad Filmkritik 

Bis dann, mein Sohn

VoD: Wang Xiaoshuai entwirft in Bis dann, mein Sohn ein sich über Jahrzehnte erstreckendes Familien- und Gesellschaftsdrama, bei dem alles im Schatten eines Stausees steht. Nach langem Suchen findet auch der Film ein richtiges Ende. Filmkritik 

Vice - Der zweite Mann

Adam McKays Vice untersucht und karikiert die private und politische Karriere Dick Cheneys vor und während des Irakkriegs und ruft viele unsägliche Details in Erinnerung – präzise, intelligent und giftig. Filmkritik 

Der Clan der Kinder

In Claudio Giovannesis Der Clan der Kinder werden die dramatischen Ausschläge der altbekannten Mafiahandlung beharrlich eingeebnet. Und ein Traum geht in Erfüllung, noch bevor er wirklich geträumt wurde. Filmkritik 

Eine Geschichte von drei Schwestern

Ein alter Patriarch aus Anatolien will für seine Töchter ein besseres Leben. A Tale of Three Sisters sieht seinen Figuren gerne beim Reden zu. Und lässt sie manchmal auch Purzelbäume schlagen. Filmkritik 

Ich war zuhause, aber

VoD: Ein Film, der zuhören kann. Angela Schanelecs Ich war zuhause, aber legt die tiefe Melancholie seiner Figuren ebenso offen wie die physische Präsenz seiner Darsteller. Und an die Stelle von Robert Bressons Esel tritt ein altes Fahrrad. Filmkritik 

Ghost Town Anthology

Zurück aufs Land wollen nur die Toten. Ghost Town Anthology erzählt vom Dörfersterben im kanadischen Quebec in Gestalt einer atmosphärensatten Gruselgeschichte. Dabei wird viel evoziert und wenig geliefert.  Filmkritik