Oktoberfest 1900
VoD: Seltene Inbrunst: Oktoberfest 1900 ist eine drastische Miniserie, die das Abgründige hinter den bürgerlichen Fassaden des Fin de Siècle strahlen und leuchten lässt, bis daraus Asche wird. Filmkritik
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VoD: Seltene Inbrunst: Oktoberfest 1900 ist eine drastische Miniserie, die das Abgründige hinter den bürgerlichen Fassaden des Fin de Siècle strahlen und leuchten lässt, bis daraus Asche wird. Filmkritik
Wo sich niemand für das Verschwinden Unschuldiger interessiert, sind die Spielregeln des Thrillers außer Kraft gesetzt. Rojo ist eine Mitläufergeschichte aus Zeiten der herannahenden Diktatur. Filmkritik
Geschmackvolle Dekors und sleazige Entgleisungen, erotische Tagträume und Albträume von Sex und Gewalt: Emanuelle Around the World mit Laura Gemser schwankt zwischen Lust- und Realitätsprinzip. Filmkritik
VoD: Der Krebs als schöne Nachtgestalt. Regiedebütantin Shannon Murphy lässt in Milla Meets Moses einen todkranken Teenager das Leben mit maximaler Intensität feiern. Filmkritik
VoD: Todd Haynes’ Whistleblower-Drama über einen Anwalt, der einen der größten Umweltskandale der USA aufdeckte, übt sich in Zuspitzungsverzicht. Dafür kann man etwas lernen, ohne sich belehrt zu fühlen. Filmkritik
Für einen Exploitationfilm zu poetisch und krude, für einen Kunstfilm zu wenig an der Legitimation seiner Vorliebe für den Unterleib des Menschen interessiert: Die tollste Eigenschaft von Velluto Nero ist, dass es einen Film wie ihn überhaupt gibt. Manchmal mittendrin: Laura Gemser, die heute 70 wird. Filmkritik
Frederick Wiseman singt nochmals das Lied des guten Regierens, bei Chloé Zhao verstummen die Lieder in der Weite der Badlands. City Hall und Nomadland vermessen die Gegenwart der USA aus zwei gänzlich unterschiedlichen Richtungen. Special
Eine Art Lolita ohne Sex und aus Lolita-Perspektive inszeniert Suzanne Lindon mit sich selbst in der Hauptrolle. Peter Dourountzis interessiert sich nicht für das Menschliche im Frauenmörder, sondern für Fassaden und Projektionen. Special
Eine Karriere im Umkreis des Bahnhofskinos: Anlässlich ihres 70. Geburtstags widmen wir Erotikstar Laura Gemser eine Textreihe. Zum Auftakt gibt es ein zwischen frivolem Lustspiel und psychologischem Drama changierendes Frauenduell. Filmkritik
VoD: Ein zügelloser Mann, wie im Terrarium ausgestellt. Oskar Roehler macht die Klischees über sein Enfant Terrible zum ausschließlichen Inhalt einer grellen Farce und versteht Rainer Werner Fassbinder vor allem über seine hervorquellende Wampe. Filmkritik
Es gibt keine bürgerliche Unschuld im Faschismus: Im Franco-Regime konnte Regisseur Eloy de la Iglesia davon nur im Gewand eines Fantasiestücks mit Kubrick-Referenzen erzählen. Der erstmals auf DVD erschienene Serienkiller-Thriller Dead Angel (1973) ist ein kleines Wunderwerk des europäischen Genrefilms. Filmkritik
VoD: In Melanie Waeldes Langfilmdebüt Nackte Tiere kämpft und küsst sich eine Gruppe Jugendlicher durch Plattenbauten und karge Landschaften. Die Zukunft ist kein Versprechen, sondern eine diffuse Bedrohung. Filmkritik
VoD: Wir verkuppeln unsere Eltern; ein bewährtes Motiv, doch Frederike Migoms Film Binti wagt dabei auch Neues. Zum einen politisiert er das Thema, zum anderen taucht er in die Bilderwelt der Generation Smartphone ein. Filmkritik
Männlichkeit gehört ins Museum: Auch in Über die Unendlichkeit zeigt sich Roy Andersson als totalitärer Herrscher in selbst gebauten Miniaturuniversen. Wie seine Filme funktionieren und wovon sie erzählen, kommt sich dabei manchmal auf verwirrende Weise nahe. Filmkritik
Netflix: Charlie Kaufman schickt in seinem neuen Film I’m Thinking of Ending Things ein junges Paar auf einen Roadtrip in die Trostlostigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen. Zwischendurch wird aus der Wissenschaft und den freien Künsten zitiert. Filmkritik
Zeb Ejiros Home-Video-Hit Domitilla (1996) um eine Frau, die sich in Lagos durchschlägt, ist einer der erfolgreichsten Filme des neuen nigerianischen Kinos. Außerdem eine Oper der geklauten Musik, ein intimes Porträt, ein großes Drama. Spoiler-Alarm: Es gibt einen Gott. Filmkritik
In seinem Debütfilm um einen jungen Geist in Paris wandelt Stéphane Batut zwischen den Welten und sucht nach einer Brücke. Der flüssige Spiegel ist eine filmische Nahtoderfahrung, in der die Handkamera den Moment feiert und Totalen direkt ins Jenseits führen. Filmkritik
Dreiecksgeschichte im Partisanenkrieg des Jahres 1943: Der letzte Film der Brüder Taviani liefert uns dem zunehmenden Wahn seines getriebenen Protagonisten aus. Ein nachdenkliches Spätwerk, in dem der Faschismus als stetige, bleierne Bedrohung fühlbar wird. Filmkritik
VoD: Weinstein in Taiwan. In seiner bislang ambitioniertesten Regiearbeit zeichnet Midi Z ein desillusionierendes Bild vom Filmbusiness. Nina Wus Weg vom Webcam-Girl zum Filmstar ist nur auf den ersten Blick ein sozialer Aufstieg. Filmkritik
Protagonist, Antagonist, Auteur: Tenet schließt die Obsessionen von Weltzerstörer, Weltretter und dem kontrollwütigem Regisseur Christopher Nolan miteinander kurz. Währenddessen laufen Verfolgungsjagden rückwärts ab und die Erde droht vernichtet zu werden. Filmkritik
Es gibt keinen gesunden Abstand. In Kopfplatzen versucht ein Pädophiler den qualvollen Konfrontationen des Alltags auszuweichen. Filmkritik