Fabian oder Der Gang vor die Hunde
VoD: Dominik Grafs Kästner-Verfilmung Fabian oder Der Gang vor die Hunde handelt nicht einfach vom Berlin der Weimarer Republik, sondern aus ihrem Geist heraus. Filmkritik
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VoD: Dominik Grafs Kästner-Verfilmung Fabian oder Der Gang vor die Hunde handelt nicht einfach vom Berlin der Weimarer Republik, sondern aus ihrem Geist heraus. Filmkritik
Der Libanonkrieg und eine große Liebe werden vom Postboten aus den 1980ern in die Gegenwart geliefert. Joana Hadjithomas und Khalil Joreige haben einen klugen Film über Erinnerung gemacht, der sich nicht scheut, die ganz großen Gefühle zu triggern. Filmkritik
VoD: Sex essen Liebe auf. Hafsia Herzi spielt in ihrem Regiedebüt Du verdienst eine Liebe eine Frau, die sich in die Suche nach Liebe flüchtet, aber nur Flüchtiges findet. Lebensnah ist der Film vor allem in den Lücken der Erzählung. Filmkritik
Neu auf DVD: Bevor Menahem Golan nach Hollywood ging, drehte er in Israel diesen Film über eine austiegswillige Sexarbeiterin. Highway Queen (1971) spielt fast ausschließlich an heruntergekommenen Orten. Doch das Lächeln eines LKW-Fahrers wiegt alles andere auf. Filmkritik
Streaming-Tipp: In Catherine Breillats Kostümdrama vergewaltigt die „Kreatur“ Asia Argento ihren Liebhaber neben dem Scheiterhaufen ihrer Tochter. Filmkritik
Netflix: Jeder Versuch, gesellschaftlich aufzusteigen, endet für den Chauffeur Balram in einer Sackgasse. Der weiße Tiger erzählt von einem jungen Mann, der gelernt hat zu dienen, und konzentriert sich dabei weniger auf seine Wandlung als auf sein verhindertes Aufbegehren. Filmkritik
MUBI: Wie eine Sammlung bizarrer Short Stories. Tyler Taorminas Debütfilm Ham on Rye ist ein ebenso unheimliches wie schreiend komisches Jugendporträt aus flüchtigen Momenten und beiläufigen Gesten. Filmkritik
Joanna Hoggs The Souvenir und Shannon Murphys Babyteeth sind radikal subjektive Filme. Zugleich keimt in ihnen die Idee des Politischen als Ort, in dem das Intime unpersönlich wird. Special
Salzgeber Club: In einem Paris aus Nicht-Orten treffen sich Männer zum Sex – oder träumen davon. Die Darsteller des lange verschollenen Pornos Gleichung mit einem Unbekannten wirken wie hypnotisiert, als Zuschauer fühlt man sich wie in einem Loop gefangen. Filmkritik
Ein Teenager und eine Enddreißigerin verbringen eine Nacht auf hoher See: Aus Catherine Breillats wenig beachtetem Film spricht eine Zärtlichkeit, die der sonst so strengen Regie widersteht. Filmkritik
Neu auf MUBI: Ein Brandanschlag auf eine Kirche, eine Vergewaltigung am Fluss. Der Schock im Schönen, Gewalttaten inmitten gewaltiger Bilder, das ist das Prinzip von Dea Kulumbegashvilis Beginning. Filmkritik
Nancy Meckler erzählt von einem realen Mordfall um zwei Schwestern und ihre Dienstherrinnen als inzestuöses Eifersuchtsdrama. Der Salzgeber Club zeigt Sister My Sister (1994) in einer neu restaurierten Fassung als Deutschlandpremiere. Filmkritik
Mit Blaubarts jüngste Frau hat Catherine Breillat eine Märchenverfilmung geschaffen, in der die Heldin nicht aus Zwang oder Liebe, sondern aus Lust an der Angst heiratet. Filmkritik
Kribbelnde Ungeduld, prickelnde Gefahr, unsicheres Blinzeln: Drei Filme über erste Schwimmversuche im Haifischbecken der Liebe. Special
Lust und Selbsthass machen den Figuren einen Strich durch die Rechnung, Entsetzen und Befreiung fallen zusammen. Mal sind die Filme der Französin Catherine Breillat explizit und drastisch, mal bleibt alles der Fantasie überlassen. Special
Inmitten der Sexfilmwelle der 1970er Jahre wirkten die Regiearbeiten von Jürgen Enz steif und verklemmt. In seinen Dirndl- und Lederhosen-Filmen herrscht überall Zwang. Doch mit ihrer bizarren Ästhetik und zermürbenden Qualität haben sie uns viel zu bieten. Special
Neu auf Amazon: Regina Kings One Night in Miami lässt im Jahr 1964 vier berühmte Afroamerikaner aufeinander treffen und beweist dabei Spaß an der Interpretation historischer Figuren. Filmkritik
Neu auf Netflix: Pieces of a Woman handelt vom Trauma einer Totgeburt, sucht in einer atemlosen Plansequenz nach dem filmischen Äquivalent für diese Erfahrung und haut einem die Metaphern nur so um die Ohren. Filmkritik
Taipeh, Seoul, Tokio – drei Filmschauplätze voller Einzelschicksale. Über ein sublim bebildertes Kinorätsel, einen pessimistischen Autorenfilm aus dem Giftschrank und eine neo-dadaistische Sex-Collage mit hoffnungslosen Minderjährigen. Special
Neu auf DVD: Wie viel Ernst des Lebens wollen wir zulassen? Marielle Heller bettet das seichte Erwachsenendrama von Der wunderbare Mr. Rogers in eine nachgestellte Kindersendung mit obersanftem Tom Hanks ein und unterwandert das Seichte gerade dadurch. Filmkritik
Melancholie in Gummi: Der traurige Held in Latex kann die geheimsten sexuellen Wünsche der Menschen erkennen, aber nicht an ihnen teilnehmen. Ein Endzeit-Kunst-Porno, bei dem man manchmal zurückspulen muss, um alles zu verstehen. Filmkritik