Wonderstruck
Ausgerechnet mit der hemmungslos kitschigen Adaption eines erfolgreichen Jugendromans hat Todd Haynes vielleicht sein Opus Magnum gedreht. Sein Blick in die Vergangenheit zielt dabei durchs Herz der Filmgeschichte. Filmkritik
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Ausgerechnet mit der hemmungslos kitschigen Adaption eines erfolgreichen Jugendromans hat Todd Haynes vielleicht sein Opus Magnum gedreht. Sein Blick in die Vergangenheit zielt dabei durchs Herz der Filmgeschichte. Filmkritik
Die Moral der Geschicht: selber schuld! Andrei Swjaginzew zeigt uns eine Welt ohne Liebe – und er meint unsere. Filmkritik
VoD: Wie geht es nach Toni Erdmann weiter für das deutsche Kino? Valeska Grisebachs Western, der von derselben Produktionsfirma stammt und ebenfalls in Cannes lief, zeigt die erstaunliche Weiterentwicklung der Berliner Schule. Filmkritik
VoD: Ich fühle, ich denke, ich verweigere mich. Arnaud Desplechin eröffnet die Filmfestspiele von Cannes mit einer Geisterstunde, die nur eine Perspektive kennt: die des Kinos. Filmkritik
Ein Film ohne Untertitel in einer Sprache, die keiner mehr spricht. Klingt mutiger, als Der Mann aus dem Eis tatsächlich ist. Filmkritik
Ein Jahr nach seiner umjubelten Premiere kommt Nate Parkers ambitionierter Film über einen Sklavenaufstand wie ein geprügelter Hund in die deutschen Kinos – nach der enthüllten Verwicklung des Regisseurs in einen Vergewaltigungsfall, einem Flop an den Kassen und einem Kritiker-Backlash. Versuch eines eigenen Bildes. Filmkritik
Der Glaube ist der Glaube an den Glauben: Paolo Sorrentinos erste Fernsehserie ist die derzeit vielleicht klügste Auseinandersetzung mit dem Katholizismus. Jetzt ist sie auch hierzulande erhältlich. Filmkritik
„Denn nie verdarben Liebende noch so wie diese.“ In Tanna spielen die Ureinwohner Vanuatus eine Tragödie der arrangierten Ehe nach. Filmkritik
Ein von destruktiven Kräften geprägtes Liebesdreieck. Jan Bonny katapultiert die seelischen Befindlichkeiten seiner Figuren aus ihren Körpern hinaus. Filmkritik
Jan Zabeil gestaltet einen intimen Film, der sein Bergsteiger-Panorama in Norditalien für eine Nichtvater-Sohn-Geschichte nutzen will und nicht davor zurückschreckt, das Gebirge metaphorisch einzusetzen. Filmkritik
Genderwahn olé: Mike Mills zerrt seine Kindheit in den 1970ern vor die Kamera und erinnert sich an die letzten Tage von Punk und feministischer Umerziehung. Filmkritik
Wie lässt sich die „Flüchtlingskrise“ bebildern? Auf der Suche nach einer Haltung folgt Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen zwei sehr unterschiedlichen Frauen nach Griechenland – und übt sich in produktiver Verweigerung. Filmkritik
Ein Gorilla zwischen Vietnamkrieg und Pastiche: Kong: Skull Island zeigt den größten King Kong, den es je gab, und bombardiert ihn mit so vielen Referenzen, dass er seine eigene Identität vergisst. Filmkritik
Klassenkampf im gleichen Haus: Ira Sachs erzählt auf Kinderhöhe von Gentrifizierung. Filmkritik
Heilige Mission oder kulturelles Kräftemessen? Martin Scorsese schickt einen portugiesischen Priester ins Herz der japanischen Christenverfolgung. Filmkritik
Alternative Erzählungen, die keine sind: Moonlight führt die Einschränkungen vor, denen sich ein auf Hollywood angepasstes Drama mehr oder minder freiwillig aussetzt. Über einen Film, der gleichzeitig stimmig ist und das Anderssein des schwarzen, schwulen Protagonisten verleugnet. Filmkritik
Gebracht um die Tragödie, auf die man zuläuft: Călin Peter Netzer lässt Romeo und Julia im psychologischen Realismus ausnüchtern – allerdings nicht unfokussiert. Filmkritik
Eine Studentin verdreht mehreren Männern den Kopf und macht Frauen krank vor Eifersucht. Alex Ross Perry blickt in seinem neuen Film auf die Fragilität langjähriger Beziehungen. Filmkritik
Jede Berührung ein nicht einzuhaltendes Versprechen. Luca Guadagnino lehrt seinen jugendlichen Protagonisten, dass das Leben aus nichts als Teasern besteht. Filmkritik
Neu auf MUBI: Location Scouting mit Liebe. Hong Sang-soo folgt einer hungrigen Schauspielerin nach Hamburg und an die koreanische Ostküste. Zwischendurch wird sie einfach geklaut – und kommt im Kino wieder zu sich. Filmkritik
Das Licht geht aus. Teresa Villaverde dokumentiert in Zeitlupe den Zerfallsprozess einer Familie und atmet auf in surrealistischen Eskapaden.
Filmkritik