Alle Festivalberichte
Das Münchner Underdox ist ein eigenwilliger Monolith unter den Dokumentarfilmfestivals, dem es nicht um Wettbewerb sondern um Echos und Verzweigung geht. Zur Eröffnung feierte Bernardo Zanottas kurioser Insieme, Insieme visuell schwelgerisch das Polymorph-Perverse. Als Highlight des Abends erhob sich Nicolás Peredas Lo demás es ruido fröhlich über feste Institutionen und Rituale. weiter
Christliche Echos in einem Bordell und eine Pilgerreise zu Death-Metal-Klängen: Die Filme des diesjährigen Filmfests Hamburg hatten die angenehme Bereitschaft, ihre Erzählung links liegen zu lassen, wenn es stattdessen Bilder zu entdecken gibt. weiter
Ab Mittwoch sucht das Wiener Slash Filmfestival wieder nach dem Schönen im Schiachen: Blutige Leichenberge treffen auf den Horror moderner Arbeitswelten, ein queerer Animationsfilm überschlägt sich vor anarchischen Gags. Und die Retrospektive begibt sich in die abgeranzten Gefilde des Grindhouse-Kinos. weiter
Der neue Film von Lav Diaz ist ein perfekter Diamant, geschliffen durch Wut und Formbewusstsein. Stefano Knuchel folgt dem Comicavantgardisten Hugo Pratt bis zu seinem Lebensende am Genfersee. Und dann brennt vor lauter göttlichem Lachen der Scheiterhaufen. weiter
Eine Parabel über Hybris, die kein Ende nimmt: Einige Jahre lang hatte man nichts mehr gehört von Ilya Khrzhanovskiys megalomanischen, umstrittenen Multifilmwerk. Jetzt läuft im Venedig-Wettbewerb doch wieder ein neuer DAU-Film. Außerdem: Sergei Loznitsas Imperium wird seinen Festivalweg machen – warum auch immer. weiter
Erkenntnis- und Reueschübe, die abwesende russische Kritikerblase sowie Worte vor und für Taten. Über neue Filme beim Filmfestival Venedig von Julia Loktev und Amos Gitai. weiter
Wollen die japanischen Filme des Filmfestivals Venedig alle zusammen sein? Jedenfalls läuft geballt an den ersten Tagen Neues von unter anderem Shinya Tsukamoto und Takashi Miike – und erzählt einiges über die Sorgen einer im Schwinden begriffenen Nation. weiter
Unser Kolumnist ist mit dem Filmfestival Venedig zusammen alt geworden. Im ersten Teil seiner diesjährigen Notizen geht es um ein Kino der behaupteten und eines der ausgelebten Freiheit. Und um Danny Boyles Ink, einen Film, den selbst vollgekotzte Klos und versifft fickende Paare nicht retten können. weiter
Maradonas Jahrhundert-Tor, ein Reifenkünstler und ein schwimmender KI-Elefant: Immer wieder bricht der Online-Bilderkosmos in die dokumentarischen Arbeiten des diesjährigen Festivaljahrgangs ein. Jede Einstellung stellt so die Frage nach ihrer eigenen Brauchbarkeit. weiter
In einer XXL-Textsammlung vom diesjährigen Retrofestival in Bologna erinnern sich unsere Autoren an wiederbelebte Jahrmarktsattraktionen und Barbara Stanwycks wunderbares Detailspiel, entdecken herumliegende lesbische Konnotationen und Gekreuzigte mit Waschbrettbauch oder flüchten vor Stargasthorden, bevor sie in der Teufelsküche moderner, überdefinierter Problemlagen landen. weiter