Werkstattgespräch: Internet und Kino

27.01.2012

Am Do., 16.02.2012 um 15.00 Uhr in der Deutschen Kinemathek Berlin, mit:

Mathilde Henrot, Mitgründerin Festival Scope
Romuald Karmakar, Produzent und Regisseur
Julien Marsa, Stellvertretender Chefredakteur critikat.com
Florian Thalhofer, Regisseur nicht-linearer Dokumentarfilme (System „Korsakow“)
Andreas Wildfang, Filmverleiher und Betreiber der VOD-Plattform realeyz.tv

Moderiert wird das Gespräch von Frédéric Jaeger, Chefredakteur critic.de

Gerade in Zeiten, in denen sich die Diskussionen (und Schlagzeilen) im Komplex Internet/Kino um Gesetze und Strafvollzug drehen, soll es hier ganz konkret um kreative und praktische Aspekte des Internets gehen, das das Kino von heute und dessen Rezeption schon längst prägt.

Mehr über die Veranstaltung des Deutsch-Französischen Jugendwerks und der Perspektive Deutsches Kino gibt es im "Berlinale im Dialog"-Blog.

Oscars 2012 - Die Nominierungen

24.01.2012

Heute wurden die Nominierungen für die 84. Verleihung der Academy Awards bekannt gegeben. Die vor einer Woche vergebenen Golden Globes gelten gemeinhin als Stimmungsbarometer für die Oscars. Auch wenn die Tendenz wieder gleich ist, sind in diesem Jahr doch einige Abweichungen zu erkennen. Während bei der Auslandspresse The Artist und The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten die großen Favoriten waren, ist es bei den Oscars Martin Scorseses Hugo Cabret, der insgesamt für 11 Trophäen nominiert ist.

Der größte Unterschied ist jedoch, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences Terence Malick und seinen kontrovers aufgenommenen The Tree of Life bei den Nominierungen berücksichtigt hat. Zumindest theoretisch könnte Malick bei der Preisverleihung am 26. Februar in den Kategorien “Beste Regie” und “Bester Film” gewinnen. Für einen tatsächlichen Sieg dürfte die kosmische Familiengeschichte aber dann doch zu gewagt sein.

Die vollständige Liste der Nominierten gibt es hier.

Kino als Lektion – Interview mit Susan Ray

17.01.2012

Den Regisseur Nicholas Ray kennt man vor allem für seine unkonventionellen Hollywoodfilme, die sich seit seinem Debüt Im Schatten der Nacht (They Live by Night, 1949) mit viel Empathie den Ausgestoßenen der amerikanischen Gesellschaft widmeten. Mitte der 1950er Jahre war Ray mit seinem Frauen-Western (Johnny Guitar - Wenn Frauen hassen, 1954) und seinen Männer-Melodramen in Cinemascope (... denn sie wissen nicht, was sie tun, Rebel Without a Cause, 1955; Bigger than Life, 1956) auf dem künstlerischen Höhepunkt angelangt. Danach ging es langsam bergab, was schließlich 1963 dazu führte, dass sich Ray von Hollywood und damit auch vom Filmemachen abwendete.

Zehn Jahre später führte dann der Lehrauftrag an einer Filmhochschule zu einem interessanten Experiment und brachte den Mann mit der Augenklappe zurück auf den Regiestuhl. We Can't Go Home Again (1973) ist in Zusammenarbeit mit den Studenten entstanden und ein Film über das Projekt selbst, aber auch die damalige politische Situation in den Vereinigten Staaten geworden. Im Rahmen des Berliner Festivals Unknown Pleasures kam es nun zur deutschen Erstaufführung der restaurierten Fassung. Wir trafen Susan Ray, Witwe des Regisseurs und als Präsidentin der Nicholas Ray Foundation verantwortlich für die Restaurierung, zum Gespräch.

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Kino-Empfehlungen

Ein riskanter Plan

USA 2012. Regie: Asger Leth. Mit: Sam Worthington, Elizabeth Banks
Start: 26.01.2012

Im Netz. Wenn Sam Worthington an den Abgrund tritt, begegnen sich Struktur und Chaos. weiter

Weitere Kino-Empfehlungen

  • The Artist

    Die originelle Hommage eines Franzosen an das Hollywood der Stummfilmära – in Schwarzweiß und (fast) ohne Ton.

  • Drive

    Gewaltrausch in Zeitlupe.

  • J. Edgar

    Er duldet keinen Widerspruch, egal in wessen Angesicht. Über Kontrollsucht und personifizierte Macht.

  • Once Upon A Time in Anatolia

    Reise ans Ende der Nacht, Reise ans Ende der Welt.

  • Amer - Die dunkle Seite deiner Träume

    Der Tod, das Fleisch, der Schnitt, das Blut, die Klinge, der Handschuh, das Leder, das Rasiermesser – Amer nimmt das Giallo-Kino in die extreme Nahaufnahme.

  • Faust

    Eintauchen in die groteske Welt des Mittelalters. Aleksandr Sokurov inszeniert das deutsche Drama schlechthin.

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DVD-Empfehlungen

Nader und Simin - Eine Trennung

IR 2011. Regie: Asghar Farhadi. Mit: Sareh Bayat, Sarina Farhadi
Start: 04.01.2012 (Verleih), 27.01.2012 (Verkauf)

Asghar Farhadi hat sich mit Nader und Simin - Eine Trennung zu einem der interessantesten iranischen Filmemacher entwickelt. weiter

Weitere Empfehlungen

  • Attack the Block

    Aliens in da hood: In Joe Cornish’s rasantem Regiedebüt Attack the Block verteidigt eine Teen-Gang ihren süd-londoner Sozialbauwohnblock gegen die Invasion aus dem All.

  • Die Spezialisten

    Gauner-Coup par excellence. Patrice Lecontes Heist-Movie aus dem Jahr 1984 ist stilsicheres, spannendes Actionkino.

  • Midnight in Paris

    Nach London und Barcelona nun Paris. Woody Allens neueste Europa-Station führt ihn zurück zum Dialoghumor und in die Künstler-Dekadenz der 20er Jahre.

  • Blue Valentine

    Vom Scheitern eines Zustandes, der als scheinbar perfekte Beziehung begann. Derek Gianfrance begibt sich mit seinen Figuren auf die bittersüße Suche nach den Ursachen.

  • Hamilton

    Zwei Sommertage in einem Vorort von Baltimore. Matthew Porterfields Debütfilm ist der puristische Vorläufer zu seinem Festivalhit Putty Hill (2010).

  • Dog Bite Dog - Wie räudige Hunde - Kino Kontrovers

    Töten, um zu überleben. Soi Cheangs ultrabrutaler, bildgewaltiger Noir-Thriller gilt als Meisterwerk des neuen Hongkong-Kinos.

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Aktuell im TV

Sein oder Nichtsein

Nacht von Fr auf Sa, 27.01-28.01.2012, 00:00 Uhr, RBB

Die antifaschistische Satire Sein oder Nichtsein (To Be or Not to Be, 1942) des Exildeutschen Ernst Lubitsch ist im besetzten Warschau angesiedelt. weiter

Weitere Filme im TV

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John Carpenter: Ästhetik der Apokalypse

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