Kino-Empfehlungen

Drei Freundinnen – Kritik

F 2024. Regie: Emmanuel Mouret. Mit: Camille Cottin, Sara Forestier
Start:

Drei Frauen und eine Handvoll Männer suchen, verlieren und finden die Liebe. Emmanuel Mourets neuer Film Drei Freundinnen ist ein Jenseitsbericht über Getriebene und Treibende, dem es gelegentlich an Widerstand und Gegengewicht fehlt. weiter 

Exit 8 – Kritik

JP 2025. Regie: Genki Kawamura. Mit: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi
Start:

Ein Mann steckt in einem leeren Tokioter U-Bahnhof fest, aus dem es scheinbar keinen Ausgweg gibt.Genki Kawamuras klaustrophobische Computerspieladaption Exit 8 ist ein paradoxes Spiel aus Wiederholung und Variation, zwischen Psychothriller und abgründigem Horrorfilm. weiter 

Sunny Dancer – Kritik

GB 2026. Regie: George Jaques. Mit: James Norton, Bella Ramsey
Start:

Mit Popmusik und Lagerfeuerromantik erzählt Sunny Dancer von einem Ferienlager für jugendliche Krebskranke. Dabei zeigt der Film Lebensfreude wie auch existenzielle Ängste – und ist am stärksten in jenen Momenten, in denen es nichts Wichtigeres gibt als den gemeinsamen Sommer. weiter 

The End of Oak Street – Kritik

USA 2026. Regie: David Robert Mitchell. Mit: Anne Hathaway, Ewan McGregor
Start:

Nachdem ein Vorstadtviertel in die Urzeit versetzt wird, muss eine Familie auf der Flucht vor Dinosauriern ihre inneren Konflikte bewältigen. David Robert Mitchells The End of Oak Street ist straff inszeniertes Abenteuerkino, das seine Einflüsse nicht verleugnet, sondern versteht: gut geklaut ist besser als schlecht erfunden. weiter 

Nightborn – Kritik

FI, F, LT 2026. Regie: Hanna Bergholm. Mit: Seidi Haarla, Rupert Grint
Start:

Leidet die frisch gebackene Mutter Saga unter einer postpartalen Depression oder ist ihr Baby wirklich ein Troll? Hanna Bergholms Nightborn verbindet geschickt nordischen Folk Horror mit blutigem Körper-Slapstick. weiter 

Eli Roth's Ice Cream Man – Kritik

USA 2026. Regie: Eli Roth. Mit: Eli Roth, Ari Millen
Start:

Ein Eisverkäufer verwandelt in einer idyllischen Kleinstadt Kinder in Mördermaschinen: Eli Roths Ice Cream Man erschafft eine Spielzeugwelt voll hemmungsloser Grausamkeit und ist in seiner Mischung aus Cartoon und Gore ein unverfrorenes Vergnügen. weiter 

Everytime – Kritik

Ö 2026. Regie: Sandra Wollner. Mit: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling
Start:

Sandra Wollners Everytime erzählt vom Nachhall eines tragischen Todesfalls und den Widersprüchen des Abschiednehmens. Was als sensibles Familiendrama beginnt, wird zur fulminanten filmischen Geisterbeschwörung. weiter 

Die Mama und die Hure – Kritik

F 1973. Regie: Jean Eustache. Mit: Jean-Pierre Léaud, Bernadette Lafont
Start:

Mit seinem Post-68er-Feeling offenbart Die Mama und die Hure einen Regisseur, der das Symbol der 1970er Jahre werden sollte wie es Godard für die 1960er Jahre gewesen war. weiter 

Die Odyssee – Kritik

GB, USA 2026. Regie: Christopher Nolan. Mit: Mia Goth, Matt Damon
Start:

Mediterrane Felsen im warmen Sonnenlicht, ein überraschend knorriger Matt Damon und eine Heldenreise als doppelt verankerte Rückblende: Christopher Nolans Die Odyssee ist weniger Blockbusterbarock als wuchtige, lebendige Arbeit am Mythos. weiter 

Meine kleinen Geliebten – Kritik

F 1974. Regie: Jean Eustache. Mit: Martin Loeb, Jacqueline Dufranne
Start:

Triebspiele statt Spieltrieb: Jean Eustaches Meine kleinen Geliebten (1974) erzählt von einer unsentimentalen éducation sentimentale zwischen Fahrradwerkstatt und Zungenküssen. Jetzt kommt der Film neu restauriert wieder ins Kino.  weiter 

Drunken Noodles – Kritik

USA, AR 2025. Regie: Lucio Castro. Mit: Laith Khalifeh, Joel Isaac
Start:

In einer sommerlichen Traumwelt, die New York verblüffend ähnelt, trifft ein Student auf drei verführerische Männer. Lucio Castros sinnlich verspieltes filmisches Rätsel Drunken Noodles kreist um geisterhafte Begegnungen, melancholische Einsichten und die Schönheit flüchtiger Intimität. Noch bis Ende Juli läuft der Film in der Queerfilmnacht.  weiter 

Etwas ganz Besonderes – Kritik

D 2026. Regie: Eva Trobisch. Mit: Max Riemelt, Gina Henkel
Start:

Ostdeutschland als opulentes Ensemblestück: In Etwas ganz Besonderes erzählt Regisseurin Eva Trobisch von einer thüringischen Familie, die zwischen DDR-Erbe, Wendeerfahrungen und Strukturkrise wieder zueinanderfinden will. Neue Hoffnung weckt ausgerechnet eine TV-Castingshow. weiter 

Dry Leaf – Kritik

D, GE 2025. Regie: Aleksandre Koberidze. Mit: Giorgi Bochorishvili, Irina Chelidze
Start:

Alexandre Koberidzes prekär unscharfes, archaisch gestriges Fußball-Roadmovie Dry Leaf schlägt sich wie ein Pyro-Fan auf die Seite der Vernebelung. Und lernt vom trockenen Laub und vergeistigten Superkickern, wie man mit minimaler Kontrolle Tore schießt. weiter