Für eine Coming-of-Age-Geschichte ist Jorge eigentlich zu alt und für ein typisches Midlife-Crisis-Drama wiederum zu jung. Den Zuschauer soll die Schwierigkeit einer eindeutigen Kategorisierung nicht kümmern, solange ein Film wie Dunkelblaufastschwarz dabei herauskommt. Filmkritik
Gong Li steht zum ersten Mal seit elf Jahren wieder für Zhang Yimou vor der Kamera. In dem Historiendrama Der Fluch der goldenen Blume spielt sie die intrigante Gattin eines böswilligen Kaisers. Filmkritik
In seinem zweiten Spielfilm nach Eating Out erzählt Q. Allan Brocka vom scheinbar abgeklärten Edel-Callboy X, und wie dessen Gefühlsleben von seinem Mitbewohner und einem neuen Kunden durcheinander gebracht wird. Filmkritik
In atmosphärisch dichten Bildern erzählt Nobuhira Suwa die Geschichte von Marie und Nicolas, einem Ehepaar, welches nach Jahren gemeinsamen Zusammenlebens emotional an einem toten Punkt angekommen ist. Filmkritik
Tanzfilme zeichnen sich gemeinhin durch eine eher schlichte Dramaturgie aus. Stomp the Yard ist jedoch ein echtes Ärgernis, weil er den Intellekt seiner jugendlichen Zielgruppe maßlos unterschätzt und sich gleichzeitig an pubertären Männlichkeitsritualen ergötzt. Filmkritik
Ist Herzen (Cœurs) die radikalformalistische Wendung der Daily Soap? In jedem Fall führt Alain Resnais sein außergewöhnliches Spätwerk mit einem weiteren faszinierenden Film fort. Filmkritik
Lachen und Weinen, Komödie und Drama. Das Regiedebüt der erfolgreichen Autorin Susannah Grant schickt Hauptdarstellerin Jennifer Garner auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Nur der Zuschauer bleibt bei alldem außen vor. Filmkritik
Das bereits zweite Remake von Leonard Kastles Low-Budget-Film The Honeymoon Killers (1970) macht aus der verstörenden Geschichte eines mordenden Paares einen Hochglanz-Thriller. Filmkritik
Kaum eine Person verkörpert in diesem Maße das Lebensgefühl der 68er Generation wie Uschi Obermaier, ihr Leben bringt Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ein Leben, das förmlich nach einer Verfilmung geschrieen hat. Das Wilde Leben erzählt nun ihre Geschichte. Filmkritik
Eine Hochzeit wirft alle Beteiligten aus der emotionalen Routine. Mit diesem Melodram bleibt Regisseurin Susanne Bier ihrer persönlichen Handschrift treu und wirft in einer sperrigen Inszenierung existentielle Fragen auf. Filmkritik
Philip Noyce hat mit Wer Feuer sät … einen afrikanischen Polit-Thriller über das Ende der Apartheid geschaffen. Im Fokus steht ein einfacher Arbeiter, der sich zum radikalen Widerstandskämpfer wandelt. Filmkritik
VoD: In einem seiner größten Erfolge erzählt Fassbinder die tragische Liebesgeschichte zwischen der Putzfrau Emmi und dem Gastarbeiter Ali sowie der Intoleranz von außen, mit der sie konfrontiert werden. Filmkritik
Ein kleiner, starker Film mit melodramatischem Kern und rauer Schale. In Vier Minuten von Chris Kraus spielen Hannah Herzsprung und Monica Bleibtreu Klavier im Knast und gewannen bereits mehrere Festivalpreise. Filmkritik
Gérard Depardieu als Schnulzensänger in der französischen Provinz - was sich nach einem Wagnis mit Kitsch-Potenzial anhört, entpuppt sich als Triumph für den Schauspieler. Und als gekonnt erzählte Liebesgeschichte mit wundervoller Musik. Filmkritik
Wie ein Potpourri großer filmischer Entwürfe über schicksalhafte Verknüpfungen, Schuld, Opfer und Liebe kommt Minghellas Film daher. Im Londoner Kings Cross trifft ein gutwilliger Architekt auf die gutgläubige Mutter eines gut kletternden Diebs. Filmkritik
„Secrets are my life“ eröffnet der Magier Alfred seiner Frau Sarah. Diesem Leben und diesen Geheimnissen nachzuspüren, gilt es in Christopher Nolans Doppelgängergenremix. Filmkritik
In spektakulären Bildern erzählt Darren Aronofsky in The Fountain eine epische, sich über tausend Jahre erstreckende Geschichte. Entstanden ist dabei eine ehrgeizige Mischung aus Science Fiction, Historienfilm und Drama. Filmkritik
Die Ninjas sind wieder da, allerdings ohne Chuck Norris und mutierte Schildkröten. Der aufwändig produzierte japanische Blockbuster Shinobi versucht, an den Erfolg moderner chinesischer Martial-Arts-Streifen anzuschließen. Filmkritik
Während der Dreharbeiten für einen romantischen Kostümfilm kommen sich die beiden Hauptdarsteller auch außerhalb des Sets näher. Ihre Liebesgeschichte scheitert jedoch an ihren unterschiedlichen Auffassungen von Schauspielerei und Leben. Filmkritik
Woody Allen scheint sich in Europa wohlzufühlen. Nachdem seine Filme jahrzehntelang New York treu blieben, ist Scoop bereits seine zweite Arbeit in Folge, die sich in der britischen High Society situiert. Filmkritik
Step Up ist ein typischer High-School-Tanzfilm mit einer zuckersüßen Romanze zwischen Arm und Reich, in dem die Botschaft vom sozialen Aufstieg etwas aufdringlich kolportiert wird. Filmkritik