Zwei Starvehikel zählen zu den besten Beiträgen der ersten Wettbewerbshälfte: Angelina Jolie als Maria Callas arbeitet sich an einer Frau ab, die ihren Körper der Kunst geopfert hat. Eine selbstironische Nicole Kidman wirft im Erotikthriller Babygirl die Frage auf, wer hier Macht über wen hat. weiter
In Italien sind die Rechten längst Teil der Regierung und nehmen kulturpolitischen Einfluss. Venedig-Festivalleiter Alberto Barbera hält die Fahne der Filmkunst hoch, zeigt aber durchaus auch politisch explosive Filme. Tim Burtons Eröffnungsfilm Beetlejuice Beetlejuice bedient erstmal rechte wie linke Wunschträume. weiter
Drei verlorene Seelen an Weihnachten in Monaco, andauernde Arbeitskämpfe in chinesischen Sweatshops und die Suche nach den Spuren eines besonderen Vaters: Zweiter Streifzug durch das diesjährige Festival von Locarno, mit neuen Filmen von Virgil Vernier, Wang Bing und Courtney Stephens. weiter
Framing meldet sich aus der Sommerpause mit einer Sonderausgabe vom Locarno Film Festival. Bei stabilen 30 Grad bespricht Locarno-Debütant Till Kadritzke mit den beiden weitaus erfahreneren Festival-Leoparden Hannah Pilarczyk (Spiegel) und Florian Keller (WOZ) die diesjährige Ausgabe. weiter
Ein tragischer Vorfall am See, ein heißer Tag am Fluss und ein abenteuerlicher Monat in Jordanien. Neue Filme von Laurynas Bareiša, Willy Hans und Kurdwin Ayub in den Wettbewerben vom Filmfestival Locarno. weiter
Das Frankfurter Festival des italienischen Genrefilms feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Ein Streifzug durch ein Programm, in dem ein betörender Neorealismus auf ein Hangout-Kino trifft, eine sanfte Melancholie des Abschieds auf eine Weiterlebensutopie. weiter
Auf dem Retrospektiven-Festival in Bologna konnte man dieses Jahr Nahtoderfahrungen miterleben, in eine Luxus-Kinowelt hinabsteigen und (nicht nur) Gläser und Glasschalen mit anderen Augen sehen lernen. weiter
Im Kurzfilmprogramm der Experimental-Reihe „Imagina“ geht es häufig um nichtmenschliche Akteure: den Mond, farbenfrohe halluzinogene Pilze, auf Hochkulturstätten posierende Affen. Jan Soldat dagegen seziert die Inszenierung von Frauenleichen in deutschen Fernsehkrimis. weiter
In den Wettbewerbsfilmen des Festivals in Karlovy Vary geht es um peruanische Rekruten für den War on Drugs und um einen jungen Mann, der in Georgien Teil einer faschistoiden Jugendbewegung wird. Zwei nachdenklichere Filme erinnern sich an eine Transition oder suchen Trost in Stein und Fels. weiter
Thomas Arslans Filme fühlen sich im Freien wohler als in geschlossenen Räumen und schreiben ihrem Publikum keine Blicke vor. Das Berliner Arsenal widmet dem hochgradig originellen Werk des Regisseurs in diesem Sommer eine Retrospektive. weiter