Alles nur eine Täuschung: Das Amsterdamer Filmmuseum EYE zeigte im Januar Tsai Ming-Liangs entschleunigte Virtual-Reality-Arbeit The Deserted. Obwohl das geisterhafte Setting wie ein Film funktioniert, erlebt es doch erst durch das neue Medium seine Vollendung. Filmkritik
Walt Kowalski is breaking bad: Ein mit der Moderne im Clinch liegender alter Blumenzüchter blüht in seinem neuen Job als Drogenkurier richtig auf. Alles könnte so leicht sein in Clint Eastwoods neuem Film The Mule, wäre da nicht die Familie. Filmkritik
Erst als Erwachsener erfährt Regisseur Éric Caravaca von seiner verstorbenen Schwester. Carré 35 nimmt ihr Grab in Casablanca zum Ausgangspunkt, um Familien- und Kolonialgeschichte zu verknüpfen. Filmkritik
Am Anfang steht eine Irritation, am Ende eine Erschütterung: Ein Regisseur des Raumes und ein Architekt in der Zeit schreiben ihre Autobiografie. In Bickels [Socialism] bereist Heinz Emigholz Israel und hält die Bauten des Kibbuz-Architekten Samuel Bickels filmisch fest. Filmkritik
Neu auf DVD: Ein Rächer mit weichem Gesicht und Dackelblick. James Glickenhaus' Der Exterminator (1980) ist ein schäbiger Selbstjustiztrip durchs postapokalyptische New York. Filmkritik
Die Lüge als Gemeinschaftsmoment: In seinem Debüt Raus folgt Philipp Hirsch fünf Jugendlichen in den Wald und damit in den Versuch eines neuen Gesellschaftsentwurfes. Filmkritik
Nach seinem großen Erfolg mit Moonlight widmet sich Barry Jenkins einem späten Roman von James Baldwin über eine junge Liebe in Harlem. In Beale Street teilen sich Hoffnung und Verzweiflung jedes Bild. Filmkritik
Gemeinsam die Orientierung verlieren, Filme sehen, die wie schlüpfrige Illustrierte sind, mit der Bewusstseinsschlacke der alten BRD konfrontiert werden oder mit der fragilen Schönheit einer Teenagerliebe: Der Hofbauerkongress ist volljährig geworden. Das würdigen wir mit einer XXL-Collage an Festivaleindrücken. Special
„How the fuck did that happen?“: In Fahrenheit 11/9 verpasst Michael Moore den USA und ihrem Präsidenten wieder eine für ihn typische Abreibung – muss sich am neuen Gegner aber erst ein wenig die Zähne ausbeißen. Filmkritik
Über lustbetonte Off-Festivals, die sich um ihre Anschlussfähigkeit an den Betrieb nicht scheren – und es ihren Besuchern ermöglichen, über die Bedingungen ihrer Entfremdung selbst zu entscheiden. Special