One Way

Der von Til Schweiger produzierte deutsche Thriller über eine vergewaltigte Frau, die zurückschlägt, versucht, auf den vielbefahrenen Zug des Rache-Genres aufzuspringen. Seine Gewaltszenen schockieren dabei weniger als die plumpe, oft unfreiwillig komische Zuschauermanipulation.

One Way

Der ehrgeizige New Yorker Werbeprofi Eddie Schneider (Til Schweiger) ist mit der Tochter seines Chefs verlobt und soll demnächst zum Firmenpartner aufsteigen. Als Eddies beste Freundin und Mitarbeiterin Angelina (Lauren Lee Smith) von seinem zukünftigen Schwager Anthony (Sebastien Roberts) vergewaltigt wird, steht er ihr nicht bei, sondern leistet stattdessen für Anthony einen Meineid, weil dieser ihn mit seiner notorischen Untreue erpresst und Eddie sich nicht Karriere und Heirat verbauen lassen will. Der Schuldige wird freigesprochen, kurz darauf ermordet und ebenfalls vergewaltigt aufgefunden. Die Spuren führen zunächst zu Angelina und schließlich zu Eddie, der ein Motiv, aber kein Alibi hat.

One Way 4

Es fällt schwer, One Way als differenzierte Auseinandersetzung mit den Themen Vergewaltigung und Rache so ernst zu nehmen, wie er es beabsichtigt, da die Grenze zwischen Gut und Böse, Opfer und Täter, mit Rotstift markiert wird. Der Schweizer Autor und Regisseur Reto Salimbeni (Urban Safari, 1996), gelernter Werbefilmer, scheint seinem Publikum mit einer eindimensionalen, holzschnittartigen Figurenzeichnung diktieren zu wollen, was es zu fühlen und auf welcher Seite es zu stehen hat: Der Vergewaltiger hat nicht nur Angelina missbraucht, sondern noch zahlreiche andere Frauen und - als wäre das nicht genug – außerdem seine eigene Schwester. Das Opfer wurde als Teenager schon einmal vergewaltigt, damals ebenfalls in ihrer Glaubwürdigkeit in Frage gestellt und von der Justiz im Stich gelassen, woraufhin sie schließlich selbst zur Täterin wird, sich nach getaner Arbeit aber einfach nur „good“ fühlt. Beide werden fast ausschließlich auf ihre Täter-Opfer-Rollen reduziert. Hintergründe und Charakterentwicklungen sind kaum vorhanden oder nachvollziehbar. Dafür reiht sich eine lächerliche Situation an die nächste absurde Wendung. Sobald sich jemand eine Perücke aufsetzt, ist er nicht mehr identifizierbar, und wenn alle Stricke reißen, verschafft eine Nonne ein Mordalibi.

One Way 3

Salimbeni verteilt die Sympathien von Anfang bis Ende eindeutig und stur, rückt nie davon ab oder will auch nur einen Zweifel an der Selbstjustiz zulassen. Die Vergewaltigung der Frau ist so angelegt, dass sie die daraus resultierende Vergewaltigung des Täters mittels eines Gummidildos rechtfertigen soll. Die Erzählperspektive verbündet sich vordergründig mit dem Opfer, tut ihm mit seiner aufdringlichen Parteilichkeit aber keinen Gefallen, sondern erzeugt stattdessen Widerwillen. Dass die Darstellung von Rache den Zuschauer herausfordern kann und ihn nicht bevormunden muss, demonstriert zurzeit der Südkoreaner Park Chan-wook mit Lady Vengeance (Chinjeolhan geumjassi, 2005), dem abschließenden Teil seiner Rachetrilogie nach Sympathy for Mr. Vengeance (Boksuneun nani geot, 2002) und Oldboy (2003). Im Gegensatz zu Salimbeni spielt Chan-wook dem Zuschauer stets neue Informationen zu, die es ihm ermöglichen, sich seine eigene Meinung aus einem komplexen und ambivalenten Gesamtbild zu formen. Die Lady, die 13 Jahre unschuldig im Gefängnis saß, rächt sich unter anderem an ihrem einstigen Kindergartenlehrer, der sie dort hingebracht hat. Die langersehnte, akribisch geplante Vergeltung bringt ihr allerdings keine vollständige Erlösung. Sie fühlt sich danach nicht „good“, fährt zum Flughafen und startet einen Neuanfang ohne jegliche Konsequenzen oder seelische Narben. Die Gewaltakte haben ihr Leiden nicht verringert sondern lediglich verlagert und einen anderen Schmerz freigelegt, der auch dann noch bleibt, wenn möglicherweise jeder das bekommen hat, was er verdient – oder nicht verdient.

One Way 2

Die Produktion von One Way peilt den amerikanischen Markt an, startet bisher aber lediglich in deutschen Kinos, nicht in den USA. Gedreht wurde in englischer Sprache, was nicht nur ein Problem für den überforderten Til Schweiger bedeutet, der seine ganze Konzentration auf eine korrekte Aussprache zu richten scheint und dabei derart steif und unnatürlich agiert, dass er nach wenigen Minuten zum Störfaktor wird. Auch Salimbenis Dialogen mangelt es am lebendigen Alltags-Slang eines Muttersprachlers. Es wurde einige Tage in Toronto und New York gefilmt, dennoch überwiegt eine gängige und einfallslose Fernsehästhetik mit dominierenden Nahaufnahmen, die ab und zu von kurzen, sich wiederholenden Einstellungen der Wolkenkratzer Manhattans unterbrochen werden. Die Einführung wirkt dagegen wie eine Auto- und Kaffeewerbung, in der der Yuppie Eddie Schneider im schicken Flitzer auf eine herrschaftliche Villa zusteuert, um mit der wohlbetuchten Familie im gediegenen, weichgezeichneten Ambiente an den erlesenen Tassen zu nippen. Ein unmotivierter Abstecher in die Welt der Musikvideos, wenn Schneider und Freundin zu Placebos „A Song to Say Goodbye“ am Strand entlang joggen, unterstreicht die disharmonische Handschrift des Regisseurs und die Gedankenlosigkeit der gesamten Inszenierung. Deren Simplifizierung und Trivialisierung von Themen wie Vergewaltigung und Selbstjustiz wird durch die Unstimmigkeit der Bilder noch verstärkt.

Trailer zu „One Way“


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Kommentare


Sonja

Dieser Film ist der größte Flop des Jahrhunderts. Ein miserabler Til Schweiger gewährt hier Einblick in seine pathologische Profil-Neurose. Die schlechte Sycronisierung und die überzeichneten, unecht wirkenden Akteure machen eine Komödie aus dem Film. Ich bin entsetzt!!


Ey_cool

hab ihn gesehen...echt gut der film...


Vanny

ich hab den film zwar noch nicht gesehen...aber da til schweiger mitspielt kann er einfach nur der hammer sein...denn er ist einfach der beste schauspieler...


Joanna

ich hab ihn gestern gesehen und fand ihn spannend und packend. die Verlogenheit der Gesellschaft wurde demonstriert. Wenn man es zulässt wird man also durchaus zum Nachdenken angeregt. Etwas filmische Freiheit ist meiner Meinung nach auch erlaubt, so dass nicht alles 100% realistisch sein muss.


cosmic

War eben im Kino. Wirklich einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Sorry, Til Du musst noch viel lernen.Spart das Geld...


zissa

Komme gerade vom Kino - ich kann nur jedem empfehlen, sich den Film anzusehen; er zeigt die Machenschaften der reichen Gesellschaft - und, wie sie jemanden fallen lassen, der nicht mitspielt, wie sie wollen! Till Schweiger spielt, wie immer seine Rolle supper gut!


Anne

der film ist richtig gut! ansehen lohnt sich auf jeden fall!


christina

auf jeden fall ein guter film! es geht doch nicht darum wie hier mit irgendwelchen klischees gespielt wird sondern einfach darum, dass man gut unterhalten wird.
das wurde ich für mein geld auf jeden fall!


Matze

Also der Film ist einfach nur schlecht! Sorry, aber Til Schweiger ist so etwas von mies in dem Film. In "Wo ist Fred?" war er gut, aber hier eine absolute Fehlbesetzung.
Hinzu kommt das der Film nur so vor Fehlern strozt: Da wird einfach mal ein Spiegel mit einem Tuch abgedeckt, damit man die Crew nicht in der Reflektion sieht, der Mordangeklagte sitzt nach der ersten Verhandlung einfach so mit seinem Anwalt noch im leeren Gerichtssaal rum, im amerikanischen Gericht hängt ein deutscher Raumplan, usw usw usw. Irgendwie wirkt der Film wie eine Low-Budget-Produktion.
Definitiv nicht zu empfehlen!


Christoph

Ich denke der Film ist absolute Geschmackssache.

Mir hat er absolut gut gefallen und ich würde ihn auf jedenfall empfehlen!


Peter Lustig

Übelst peinlicher Film. Peinlichster Film den ich je gesehen hab. Einfach nur grotten schlecht!!! Til geh dich vergraben!!!


Suse

Habe mit einer Freundin den Film gesehen. Wir sind beide keine Til Schweiger Fans. Nach den ersten Vergewaltigungs-Szenen fragten wir uns warum wir in diesen Film gegangen sind. Doch am Ende waren wir uns einig: Ein Super-Film, tolle Schauspieler, keine Längen (vor allem nicht im Gerichtssaal), der Film war das Geld wert!!!!


Leo und Christiane

Wir (51 J. und 46 J.) wissen nicht in welchem Film die Filmkritikerin war, vielleicht hat sie aber auch einfach nur ein Problem mit dem gutaussehenden Till Schweiger. Wir fanden den Film super. Anschließend gab er uns Anlass noch lange über die verschiedenen im Film thematisierten Probleme zu sprechen. Einziger Nachteil: der Film ließ leider wenig Zeit zum knutschen.


Norddeutscher

Ich war auch skeptisch, zumal ich den Trailer gesehen hatte, der mehr Fragen zurück ließ. Ich war von dem Film fasziniert. Es waren harte Bilder, aber passend zum Thema. Wie kann man z. B. "Wo ist Fred?" mit "One Way" vergleichen. Auch wir haben anschließend darüber diskutiert, zu was man fähig ist, um seine Existenz zu retten. Ich werde ihn mir vermutlich noch mal ansehen.


Chris

Hi
also ich war heute auch in diesem Film, ich versteh net warum den die kritiker so zerreisen ich find ihn klasse, nach der Anfangsszene war ich erst mal fertig, des war hammerhart! Hab ich au net damit gerechnet!
Ansonsten alles realistisch dargestellt, und es bringt einen in die situation darüber nachzudenken was man an der stelle der einzelnen Personen im film tut!
Athony hat es nicht anders verdient! Angelina hat meine volle symphatie ebenso wie Judy, Eddy hat sie sich auch zurückerkämpft!
klasse film, tolle umsetzung, spannend von anfang bis ende!


Nastassia

Dieser Film ist echt toll, ich war mit meiner Freundin vor kurzem drin. Das ist nicht so ein Film wo man einmal anschaut und dann vergisst, ich denke immer wieder über den Film nach. Till Schweiger und Angelina waren echt Super.Das ist einer meiner Liebligs Filme!!!


Kathleen

Sehr geehrte Frau Lüdeking,

bei Ihrer Kritik frage ich mich, ob Sie wirklich eine Frau sind... Denn dieser Film hat NICHTS mit Selbstjustiz zu tun. In allen Filmen, in denen jemandem etwas schreckliches angetan wird und dies dann gerächt wird, wird der Betroffene dafür bestraft, um den Menschen beizubringen, das Selbstjustiz falsch ist und ich denke das wissen auch alle die bei klarem Verstand sind. Aber dies ist der Film, der zeigt was sich eigentlich insgeheim alle denken...nämlich das es nur gerecht ist, dass so Jemand das durchmachen sollte, was er selbst jemandem angetan hat...
Und ich denke gerade Frauen, die so etwas erlebt haben, empfinden dieses Ende als gerecht. Ohne dann gleich jemanden zu töten.
Vielleicht sollten Sie lieber Filme beurteilen die für Ihr emotionales Ich leichter zu begreifen sind.


Tobias

Der Film berührt zutiefst und spricht die Wahrheit an. Schade, dass er so niedergemacht wurde. Jeder einzelne Betroffene findet sich hier wieder und fühlt sich ein Stück mehr verstanden und nicht alleine mit seinem Trauma. Ein guter Denkanstoss für jeden Zuschauer!!!


Christopher Michel

Sehr geehrte Frau Lüdeking.

Gerne lese ich kritische Kommentare zu Filmen - und gebe diesen auch oft Recht - hier aber muss ich deutlich widersprechen.

Was ist der Grund, dass Sie diesen Film so niedermachen? Weil er mal kein "typical like" Hoolywoodending hat? Was ist der Grund, weshalb sie Til Schweiger so niedermachen? Ich persönlich finde, er spielt diese Rolle hervorragend - auch in der englischen Version macht er einen gekonnten und souveränen Eindruck.

Zum Opfer des Filmes, Angelina. Ich möchte nicht in der Rolle des Opfers stecken. Schon in Kindheit vergewaltigt worden zu sein und dann auch noch im Büro von einem Kollegen - dazu wird der beste Freund Eddy erpresst und sagt auch noch falsch aus - dies rechtfertigt noch lange keinen Mord, aber ich finde gut, dass Eddy zum Schluß den "wahren" Vorgang verschweigt.

Das ausgerechnet eine Nonne ihre Hand ins Feuer legt und lügt verschärft die Dramaturgie in diesem Film.

Ich finde dieser Film regt unheimlich zum nachdenken an und zeigt für mich auch eine wahre Seite des Lebens - wie oft werden vergewaltigte Frauen nicht angehört, bzw. es wird ihnen nicht geglaubt? Wie oft werden "wahre" Mörder nicht gefunden bzw. vertuscht? Kommt es in diesem Leben nicht vor, dass der Bruder seine Schwester auf grausame Art und Weise vergewaltigt? Oft ist es sogar der eigene Vater.

Warum wird der Film so kritisch betrachtet? Genau, er bringt Sachen auf den Punkt, die in unserer Gesellschaft gerne verschwiegen werden. Sei es Vergewaltigung, Erpressung, fiese Anwälte, Morde, wo falsche Verdächtige eingelocht werden für.

Ich verstehe, dass Angelina zum Schluß erleichtert ist - wenn so ein Schwein wie Anthony stirbt, dann ist das nur fair - wobei die größere Strafe wäre solchen Männern einfach das "Familienstück" Schnip-Schnap wegzuschnippeln.

In meinen Augen ein toller, nachdenklicher stimmender, trauriger und zugleich endlich mal ein "not typical America"- Film.

Liebe Grüße
Christopher


Libelle

Gott, war dieser Film schlecht...Unglaubwürdig, peinliche Szenen (der schwarze General...), wirklich schlechte Dialoge. Dieser Film tut mit seinen lächerlichen Szenen und den schwarz-weiß gezeichneten Figuren dem ernsten Thema keinen Gefallen.


Jörg

Hallo, ich bin wirklich kein Til Scheiger. Fan. Bislang hielt ich ihn für einen unterdurchschnittlichen Schauspieler. Doch nach diesem Film hatte sich meine Meinung radikal gewendet. Til spielte seine Rolle glaubhaft und professionell. Ja, alle Darsteller haben mich überzeugt. Ein Film den man nicht einfach so vergisst. Ein Film der nachdenklich macht. Ein Film der sich nicht verstecken muss. Leider durch unqualifizierte Kritiken kaputt gemacht. SCHADE! Dieser Film reiht sich locker in John Grisham Verfilmungen (z.B. Die Jury) ein.


Günther Ansorge

Hallo Frau Lüdeking,

nun, auch mich hat dieser Film sehr stark berührt, zum Nachdenken und Nachfühlen angeregt und ich finde ihre Kritik nicht nur unqualifiziert, von eingeschränkter Sichtweise bestimmt, und so ziemlich auf das Kritikergenre zugeschnitten. Nein, ihre Kritik beleidigt diesen Film un d meine Augen die ihren geistig minderwertigen Schwall lesen durften. Es ist schon schade, dass Menschen wie sie maßgeblich daran beteiligt sind, gute Filme im Nirvana versinken zu lassen. Da frage ich mich doch schon, welche Filme denn noch gut genug sind, um in Kritikeraugen gut da zu stehen... Harry Potter? Da Wünsche ich mir doch glatt, dass Kritiker mal einen Film produzieren und spielen solltenl, der dann von allen kritisiert und in den Dreck gezogen werden darf. Kunst und Arbeit wird von Ihnen nicht mehr anerkannt sondern nur noch mit Worten vernichtet. Vielen Dank auch!


Yannick

Ich muss sagen, der Film gefiel mir bis zu dem Punkt, als die Vergewaltige ihren Vergewaltiger umbringt.

Dass der Film aufgrund der Falschaussage der Nonne und der tatsächlich etwas hineingepresst erscheinenden Aussage der Schwester bzw. Verlobten an Glaubwürdigkeit verliert, wurde mir erst nach längerem Nachdenken klar.

Dass aber der Film nicht nur Unglaubwürdig erscheint, sondern die äußerst gefährliche Aussage birgt, (nämlich dass sich die Vergewaltigte am Ende nach all den Lügen und dem Mord trotzdem "gut" fühlt) war mir nach Ende ders Films sofort nach Ende bewusst. Selten war ich so geschockt - Eine bzw. zwei Vergewaltigungen die der selben Person angetan werden, erregen Mitleid, Der Mord an ihren Vergewaltiger, welcher zwar nachvollziehbar aber schon nicht mehr richtig erscheint, und am Ende soll man dann meinen, Rache führe zur Lösung?

Und zudem... dass der Film nicht Hollywood-like ist, stimmt. Aber durch das gewollte "Happy-End", dass nämlich die Vergewaltigte doch einen Neuanfang in ihrem Leben schaffen kann, strebt er es im wahren doch eigentlich an, ein Hollywood-like Film zu sein...


Gunther

Ich muss zwar der nicht ganz so netten Kritikerin (na ja nett sein ist ja auch nicht ihr Job)in einigen Punkten zustimmen, aber trotzdem finde ich den Film sehens - und empfehlenswert. Auf alle Fälle einer der besseren der letzten Monate.


Jonas

Ich habe den Film soeben zum ersten Mal gesehen und bin ebenfalls der Meinung, dass die harsche Kritik hier völlig übertrieben ist! Zugegeben, Til Schweiger glänzt sicher nicht mit schauspielerischen Höchstleistungen, jedoch ist der Film, die Story sowie die anderen Schauspieler durchaus glaubwürdig! Sicher habe ich bessere Filme gesehen, aber einen Film so vernichtend zu kritisieren, ist vollkommen übertrieben und unfair! Auch mir stellt sich die Frage, wie ein Film sein muss, damit er nicht in der Luft zerrissen wird?!


margit

bin voll einverstanden mit der kritik von frau lüdeking. die geschichte ist unglaubwürdig und übertrieben. nachdem eine frau mit perücke nicht mehr zu identifizieren ist, da findet man den film nur noch schlecht...


Katharina

Ich schließe mich der Kritik ebenfalls NICHT an.
Ich erwarte nicht das jemand der 2 Pillen, die angeblich das Hirn wegblasen, genommen hat, jemanden erkennt der eine Perücke trägt.
Ich finde es zwar auch eher unwahrscheinlich das die Schwester ebenfalls vergewaltigt wurde, es jedenfalls verständlich das die Nonne falsch aussagt.
Ich würde den Film weiterempfehlen, ihn allerdings nich noch einmal sehen wollen, da er mir ein wenig zu krass war.


Jo Ostendorf

Frau Lüdekings Kritik ist hart und gerecht und trift dennoch den Nagel nicht auf den Kopf.

Der Film hat eine große Chance verpasst ... nämlich die, eine geniale Story zu erzählen anstatt zu polarisieren und ins belanglose abzugleiten. Ich habe stets viel Kitt beim schauen von Thriller und Krimis dabei und kann damit manche Logiklöcher und szeniastische Merkwürdigkiten überstehen wenn ein spannender Handlungsplott mich gut durch die Zeit bringt.
Angelinas Vergewaltigung kompensiert sie seelisch durch den Umstand einer Schizophrenie. Anstatt mit diesem Umstand zu spielen, muss diese Figur klischeehaft dafür herhalten Antrieb für eine Rachehandlung zu werden. Das ist billig und der ganze Film lebt nur davon, dass das Klischee so schön duftet wie ein standartisierte Hamburger bei McDonnalds. Man weiß halt was man bekommt.

Bis zu den Punkt wo Eddy dem Airline Chef auf frecher und gelungen witziger Art ein neues Werbekonzept verkauft, war ich ja noch allerbester Dinge. Der Wechsel von einem Extrem ins Andere ... Von der Vergewaltigung zur schizophren rumballernden Rachefigur (Major),zum rührenden Handanhalten, zum Fick auf der Treppe, dem listigen verkaufen eines Werbekonzeptes ... und der erneuten Vergewaltigung war mein Thrillerherz auf Trapp und Erwartungsbogen enorm gespannt. Doch das wars. Alles was nach der 2. Vergewaltigung von Angelina kam war Platt und fade.... Keine Überraschung mehr. Gut und Böse waren ausgemacht und Gott richtete letztendlich alle Bösen ... Ausser Till, der kriegt seine Braut und Angelina hat in ihrer Rachekatharsis zu sich gefunden(gäääääääääähn).
Schade Till, anstatt in dem Streifen als Abschreckstruwelpeter für Lügner herzuhalten, hättest Du lieber stringent deinen Einfallsreichtum und die kreativen Einfälle deiner Rolle weiterspielen müssen um der Anklagebank nicht nur zu umgehen sondern mit deiner Kreativität anzuzünden. Ich habe nach dem grandiosen Start den ganzen Film darauf gewartet, dass noch irgend etwas völlig überraschendes passiert.

Ich selbst halte Till Schweiger für einen guten Schauspieler, der auf jeden Fall internationales Format hat und Potenzial. Es hat auch mal gut getan ihn nicht nur in einer Tragik-Komödie zu sehen. Aber er schein genauso wie Franka Potente irgendwie nicht wirklich den Sprung zu schaffen.

Fazit: Einen Film, den man nicht gesehen haben muss und den ich auch kein zweites mal schaue werde, weil er keine verschachtelten und facettenreichen Szenen hat.

Als Lückenbüsser für einen drohenden langweiligen Abend taugt der Film aber dennoch.


schnatalie

Ich finde den Film klasse, bis zur letzten Sekunde spannend und packend! Ich hab mir den Film bereits zweimal angeschaut und würde den jedem empfehlen! Kann die Kritik überhaupt nicht nachvollziehen!!!!!


Julie

Hallo!
Ich kann der Kritik nicht 100%ig zustimmen.
Der Film ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Er hat mich berührt und zum nachdenken gebracht.
Auch wenn der amerikanische Slang bzw. die Alltagssprache zu wünschen übrig lässt; aber was will man von deutsch-Muttersprachlern (Reto + Til)schon erwarten.

Ich lese die ganze Zeit, dass der Film ja so unglaubwürdig sei. Aber sind dazu Filme nicht gemacht? Welcher Film ist denn schon realitisch? Es ist doch keine Dokumentation, sondern ein FILM! Da besorgt einem eben schonmal eine Nonne ein Alibi. Aber jeder der ein halbwegs gesunden Menschenverstand hat, findet es doch zutiefst gerecht, dass Angelina nicht bestraft wird, nach allem, was man ihr angetan hat. Vielleicht ist es ein bisschen übertrieben, dass sie sich am Ende "good" fühlt, aber dennoch ist es gerecht.

Es ist sehr schade, dass dieser Film so in der Luft zerissen wird. Aber das kennt man ja bereits von Til-Schweiger-Filmen.

Ich persönlich finde, dass er ein sehr überdurchschnittlich guter Schauspieler ist, auch wenn er vielleicht lieber in der deutschen Sprache bleiben sollte...


andrea

also ich kann der kritik nicht zustimmen. aber da scheine ich ja nicht die einzige zu sein.
fand den film sehr spannend. es gibt tausende anderer filme, die viiiieeeel unglaubwürdiger und schlechter sind! meiner meinung nach ein film, der wachrüttelt und zugleich nachdenklich macht. die weibliche hauptdarstellerin lässt empathie zu und spielt toll.
man ist am ende des streifens froh, dass es nur ein film war und weiß dennoch, dass es sowas schlimmes wirklich gibt. schrecklich.


Marie

Da hat jemand den Film nicht verstanden, oder kann ihn nicht an sich heranlassen. Vielleicht weil man gerade als Frau "aufpassen" muss, was man für eine Kritik zu dem Thema schreibt, nicht dass die Männer in der Redaktion anfangen einem viel sagende Blicke zuzuwerfen...

Zu der Perücke und dem dadurch nicht mehr erkannt werden: Das liegt an den Drogen die ihm in den Drink gemischt wurden. Sieht man doch in der Szene davor sehr deutlich... Also; besser hinsehen und verstehen, bevor man in die falsche Richtung kritisiert.


eva

ich kann der kritik nur vollkommen zustimmen...so leid es mir tut, aber der film versemmelt es vollkommen, ein sensibles und eigentlich hoch komplexes thema auch nur annähernd angemessen zu behandeln...es fehlt ein roter faden, der "schwarze general" ist nur ein höhepunkt der absurditäten , und in szenen wie der massenerschießung am fluss oder der tötung anthonys wird der zuschauer nicht einmal annähernd zum nachdenken angeregt, sondern bekommt nur vermittet
lt, die gesehene rache sei "gerechtfertigt", auch wenn der regisseur wahrscheinlich eigtl ersteres beim zuschauser erreichen wollte..
til schweiger wirkt in dem film durch und durch wie ein gernegroß, schade, er kann doch viel besser :( meiner meinung nach ist "one way" ein einbahnstraße in richtung komplett-flop - vermutlich deshalb auch eher weniger bekannt...


nelly

Hab den Film schon mehrmals gesehen und find ihn echt toll !!
Er ist super spannend, fesselnd, berührt und regt zum nachdenken an.
Das Thema ist ernst und wichtig und der Film gibt einen realistischen Überblick darüber.
Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, sind lockere Szenen enthalten, die das Ganze natürlicher machen, aber dem Film nicht seine Glaubwürdigkeit nehmen oder seine Ernsthaftigkeit unterschlagen.
Meiner Meinung nach spielen auch die Schauspieler sehr gut.
Der Film hat mich wirklich beeindruckt ..!


clara

lustig, wie hier Leute im gleichen Atemzug behaupten, der Film handele nicht von Selbstjustiz, um dann eben diese zu rechtfertigen...
schliesslich hat die Täterin ja vorher so viel durchgemacht...
verteidigt sich der Täter aber mit dem gleichen Argument vor Gericht, verurteilen die Leute auf einmal seine Selbstjustiz


peewee

es gibt unzählige kinohits, die diesem film, von der story her, nicht in geringsten das wasser reichen können. trotzdem werden sie zu dutzenden, wie z.b. transformer, terminator, usw, also filme, bloß nicht denken - nur angucken was hollywood in sachen maskenbildung und stunts so alles drauf hat, zu kultfilmen hoch stilisiert. wer diesem film also eine schlechte kritik gibt, ist scheinbar enttäuscht, weil ihm offenbar die irrealistischen actionscenen fehlen. im gegensatz zu solchen filmen, in denen die spannung gleich null ist, da immer der held alle feinde 'platt' macht, bleibt bei diesem die spannung bis zum ende, da der ausgang bis zum schluß offen bleibt.


Michael Becker

Frau Lüdeking fehlt in Bezug auf diesen Film sowohl Empathie als auch eine gewisse Objektivität. Es handelt sich bei "One Way" um einen Film, nicht um die Abbildung einer Realität. Dramaturgisch ist der Film einwandfrei.
-unsachlich: Nur weil sie bei Herrn Schweiger wahrscheinlich nie landen würde, muss sie den Film nicht zerreissen. Ich empfinde Ihre Kritik, Frau Lüdeking, mehr als unglücklich...
Nur weil man Germanistik und Amerikanistik studiert hat (abgeschlossen??!), muss man die englische Version nicht schlecht machen bzw. sollte man/frau mal die deutsche sehen!..Immerhin haben Sie den Anstand, Ihren Namen darunter zu setzen..
Mir fehlen die Worte, um mich sachlich zu äußern..

Michael Becker






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