Maradonas Jahrhundert-Tor, ein Reifenkünstler und ein schwimmender KI-Elefant: Immer wieder bricht der Online-Bilderkosmos in die dokumentarischen Arbeiten des diesjährigen Festivaljahrgangs ein. Jede Einstellung stellt so die Frage nach ihrer eigenen Brauchbarkeit. weiter
In einer XXL-Textsammlung vom diesjährigen Retrofestival in Bologna erinnern sich unsere Autoren an wiederbelebte Jahrmarktsattraktionen und Barbara Stanwycks wunderbares Detailspiel, entdecken herumliegende lesbische Konnotationen und Gekreuzigte mit Waschbrettbauch oder flüchten vor Stargasthorden, bevor sie in der Teufelsküche moderner, überdefinierter Problemlagen landen. weiter
Im Kino gewesen, Paris gesehen, Baudelaire gelesen. Isabelle Tollenaeres Paris Paris und Arthur Hararis The Unknown nähern sich auf sehr unterschiedliche Weise den Herzen der Sterblichen, die in der französischen Metropole umgehen. weiter
Karlovy Vary blickt auf 80 Jahre Festivalgeschichte zurück. Wuchtige Naturaufnahmen finden sich in der Retrospektive, kleine Gesten stehen im Zentrum eines tourismuskritischen Debütfilms. Zum Schlüssel dieser ersten Eindrücke wird ein historischer Kurgast. weiter
Der Mann in seiner Erscheinungsform als Gangster. Die Filme und Serien der „New Young German Gangstamoviez“ beschäftigen sich interessant, herzbewegend und manchmal auch lustig mit dem, was impulsive, kriminelle Menschen aus dem rätselhaften Leben machen. Auftakt einer Mini-Textserie im Rahmen unseres Genre-Specials, von Akin bis Yildirim. weiter
In der zweiten Folge unseres Kinopodcasts "Dust in the Wind" sprechen Lukas und Dunja mit Doris Kuhn (Süddeutsche Zeitung, Werkstattkino) über Angela Schanelecs neuen Film Meine Frau weint. weiter
Mit Backrooms und Obsession hält die an YouTube geschulte Webkultur Einzug ins Mainstream-Kino. Doch ob diese Filme tatsächlich, wie mancherorts erwartet, eine Wiederbelebung der Hollywood-Industrie darstellen oder doch nur eine letzte Zuckung vor der endgültigen KI-Übernahme, steht noch in den Sternen. weiter
In unserem Cannes-Abschlusspodcast sprechen Dunja, Valerie und Sven über Wettbewerbsbeiträge von Andrey Zvyagintsev, Emmanuel Marre und Ira Sachs. weiter
Geschafft meldet sich unser Korrespondent ein letztes Mal aus Cannes – und bemerkt ein Muster bei diesem Jahrgang: Bekannte Regiegrößen (diesmal Ira Sachs) liefern im Wettbewerb eher leblose Werke ab, während es in den Nebensektionen ungleich vitaler zugeht (u.a. mit Christophe Honoré). Am Ende gibt es noch eine enttäuschte Liebe und ein kleines Glück. weiter
Filme für den Kopf, nicht fürs Herz bekommt unser Kolumnist am siebten Festivaltag serviert. Sowohl Kiyoshi Kurosawa als auch Emmanuel Marre liefern Exzellenz, die man sich verdienen muss. Ziemlich alte Hüte – hier britischer sozialer Realismus, da Kolonialismusaufarbeitung – setzen sich dagegen Filme von Clio Barnard und Jorge Thielen Armand auf. weiter