VoD: In ihrem ersten Spielfilm zeigt Alice Diop den Prozess gegen eine Kindermörderin und bleibt dabei ihrem dokumentarischen Drang treu. Saint Omer ist so schlicht wie vielschichtig – und hält unserer Gegenwart mitsamt ihrer True-Crime-Obsession einen Spiegel vor. Filmkritik
Neu auf DVD: Stilistisch erinnert Josef von Bákys Justizirrtums-Krimi an Edgar-Wallace-Filme, nur ohne jede ironische Brechung. Unwirkliches Licht und lange Schatten geben Gestehen Sie, Dr. Corda! (1958) einen Flair, als greife Nosferatu persönlich nach den Seelen der Leute. Filmkritik
Drei kurze Kritiken aus dem Wettbewerb, dem Panorama und der Sektion Berlinale Series, zwei 100-Wörter-Texte über die Verti Music Hall und andere Festivaltraumata. Verfasst von Studierenden des Seminars „Schreiben über Film: Berlinale 2023“ (Stiftung Universität Hildesheim). Special
Nicolas Philibert gewinnt mit seinem Dokumentarfilm On the Adamant den Goldenen Bären. Hier gibt es die Preisträger der 73. Berlinale auf einen Blick. News
Das Krimigenre steckt voller Geschlechterbilder, die Bis ans Ende der Nacht betont selbstverständlich um eine trans Perspektive ergänzt. Dabei wird die Fußfessel von Protagonistin Leni zugleich zum Sinnbild für den Stand der Dinge im deutschen Film. Filmkritik
Berlinale 2023 – Forum: Rabah Ameur-Zaïmeche interessiert sich in The Temple Woods Gang mehr für autarke und tranceähnliche Momente als für einen Genre-Spannungsbogen. Und doch ist sein Stadtviertel- und Ensemblefilm auch ein hartes Heist-Movie. Filmkritik
Die Bären wurden verliehen, und der Podcast ist in Champagner-Laune: Über die Jury-Entscheidung, das Verhältnis der Sektionen und Filme, die bleiben. Special
In ihrem Spielfilmdebüt erzählt Estibaliz Urresola Solaguren von der Identitätssuche eines Kindes – und von drei Frauen, deren Stiche eine heilende Wirkung haben. Filmkritik
Erste Eindrücke von Filmen der Berlinale: Heute zu Pferden, Clubkids, Grachten und malerischen Text-Bild-Scheren in Filmen von Moyra Davey und Fiona Tan. News
Berlinale 2023 – Encounters: Hong Sang-soo folgt einem Low-Budget-Filmemacher ohne Idee zu den Dreharbeiten auf einer Insel. In Water betont das Machen, und erschafft Bilder, die man tatsächlich noch nie in einem Hong-Film gesehen hat. Filmkritik