VoD: Eine lang vergessene Sternstunde des deutschen Nachkriegsfilms endlich auf Blu-ray. Helmut Käutners Schwarzer Kies (1961) ist ein einzigartiger Mix aus Milieustudie, Liebesfilm, Arbeiterdrama, Period Piece und Film noir – und wirft Blicke in ein tief gespaltenes Land. Filmkritik
Endlich Liebe: Wenn Vorbehalte sich in Schwärmereien auflösen, ein Halbsatz alles über das menschliche Drama sagt und man schnell eine SMS schreibt, bevor man über den im Affekt gewählten Superlativ zu lange nachdenkt – erst recht wenn der beste Film ausnahmsweise eine Serie ist. Special
Ein Bankraub, ein Gangsterrivale auf den Fersen und ein aufmüpfiges Tingeltangelgirl als Komplizin. Alles geht gut für Fingers in Tod Brownings Outside the Law. Bis er weihnachtsbeseelt die Welt zu sich einlädt, und diese auch noch kommt. Filmkritik
In der japanischen Erotikfilmindustrie werden heterosexuelle und schwule Produktionen nicht selten vom selben Team gedreht. Im Nischenprogramm des Regisseurs Hisayasu Satô geht es um gefährliche Lust, süßen Schmerz und barbarischen Sex, der den abgestumpften Großstädtern wieder das Fühlen lehrt. Special
Den Jedi dämmert langsam, dass sie selbst die Geißel der Galaxis sein könnten. Star Wars: Episode VIII deutet ein Ende davon an – doch vorerst pusht die Macht noch einmal alles in einen ausschweifenden Recycling-Loop. Filmkritik
VoD: Final Destination, oder: Was muss man vom Leben wollen? In Thom Eberhardts Sole Survivor wird die einzige Überlebende eines Flugzeugabsturzes von Untoten heimgesucht, die sie an ihre verschwendete Zeit gemahnen. Ein Weinachtshorrorfilm mit wenig fröhlichem Beisammensein. Filmkritik
Identität als Heimsuchung und ewiger Zweifel: In Philippe Liorets Die kanadische Reise irrt ein junger Mann erst der eigenen Abstammung nach und schreibt dann doch selbst das Szenario seiner Herkunft. Filmkritik
Wenn im Kino gehässige Party-Stimmung herrscht oder die Klimaanlage übertreibt. Und wenn Filme nur Babysprache sprechen, einen ungefragt duzen oder sogar ankumpeln. Unsere Autoren über schlimme Momente und schlechte Filme. Zwei Werke sind gleich doppelt vertreten. Special
Und noch ein Screen, und noch ein Screen: Apichatpong Weerasethakuls „Film-Installation“ Fever Room in der Berliner Volksbühne hält den Zuschauer klein und macht sensibel für feine Unterschiede. Das Kopfweh wird gern in Kauf genommen. Filmkritik
Katharsis auf Magnetband: In Turtle Vision folgt ein Voyeur mit Kamera einer Schlafwandlerin mit Skalpell. Die Folgen ihres Aufeinandertreffens formt Hisayasu Satō zu einem verstörenden Misswuchs aus Technologie und Trauma. Filmkritik