Wenn man in Buenos Aires geboren ist, seine Großmutter aus Polen fliehen mußte und der Vater in Israel lebt, ist man dann Argentinier, Pole oder Jude? Neben Tango der Rashevskis und Alles auf Zucker widmet sich auch El Abrazo Partido komplizierten Identitätsfragen. Filmkritik
Nach Michel Simon (Boudu – aus den Wassern gerettet, 1932) und Nick Nolte (Zoff in Beverly Hills, 1986) stellt nun Gérard Depardieu in der jüngsten Verfilmung des Bühnenstoffes als grobschlächtiger Clochard das Leben eines Spießers (Gérard Jugnot) auf den Kopf. Filmkritik
Auch Mündungsfeuer kann erotisch sein: Ein Ehepaar von Profikillern findet erst wieder zueinander, als sie einander umbringen sollen. Das ist erstaunlich witzig. Filmkritik
Sommerurlaub an der Côte d’Azur, und der Mistral weht: Das Leben einer Familie wird in dieser liebenswerten Vaudeville-Komödie mit Valeria Bruni-Tedeschi kräftig durchgepustet. Filmkritik
Vier dumme Brüder möchten die sicherste Bank Amerikas knacken. Selbst mit einem magischen Sombrero ist dies kein leichtes Unterfangen. Filmkritik
In der neuen Computeranimation von DreamWorks werden verwöhnte Zootiere mit der Wildnis konfrontiert. Wortwitz und Slapstick sorgen für Familienunterhaltung. An Höhepunkte des noch jungen Genres wie Shrek oder Finding Nemo kommt der Film aber nicht heran. Filmkritik
In einer Nacht in Mexiko City lösen Gangster eine Kettenreaktion von Gier und Gewalt aus. Mit schwarzem Humor und viel Blut erzählt, versucht der Filmhit aus Mexiko, Pulp Fiction & Co. auf die südamerikanische Leinwand zu übertragen. Filmkritik
Internet-Unternehmer und Fotografin – kann das gut gehen? Ashton Kutcher und Amanda Peet in einer belanglosen Hollywood-Liebesgeschichte. Filmkritik
Das sprechende Haus, in dem Marie mit ihrer schrulligen Familie lebt, soll zwangsversteigert werden. Um die Villa Henriette zu retten, lässt sich die Zwölfjährige einiges einfallen. Filmkritik
Mediatheken-Tipp: Drei Regisseurinnen inszenieren René Polleschs Theaterstück Stadt als Beute. Ihnen gelingt ein faszinierendes Porträt Berlins und eine Einführung in die Arbeit eines der interessantesten gegenwärtigen Regisseure und Autoren. Filmkritik
In seiner chaotischen Groteske Das Leben ist ein Wunder zelebriert Emir Kusturica den Bürgerkrieg in Jugoslawien als Verlängerung eines extravaganten Balkangefühls. Filmkritik
Gegen alle Vernunft wünscht sich ein pummeliges, atypisches Mädchen als Model Karriere zu machen. Eine Erfolgsgeschichte ist dem Mädchen nicht beschieden. Die titelgebende Frage bleibt dennoch nicht offen. Filmkritik
Die langerwartete Verfilmung des erfolgreichen Romans von Douglas Adams bemüht sich zwar zunächst um Werktreue, streicht die Vorlage dann aber an den falschen Stellen zusammen. Mit Slapstick und Spezialeffekten ist Per Anhalter durch die Galaxis noch leidlich unterhaltsam. Filmkritik
Zwei Geschichten in einem Film: Woody Allen beweist mit seinem intelligenten Spiel um Tragödie und Komödie einmal mehr, dass er zu Recht zu den Großen seines Fachs gezählt wird. Filmkritik
Lars Jessens Tragikomödie verarbeitet auf unterhaltsame Weise die Tage im Deutschland des Jahres 1986, als die Welt durch die Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl erschüttert wurde und Bobby Ewing seinen Serientod starb. Filmkritik
Ein utopisches Shanghai der Vierziger Jahre, in dem sich Noir-, Western- und Musicalcharaktere durch phantasievolle Bauten bewegen, wird zum Schauplatz für den immer wieder gern gesehenen ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse. Filmkritik
Unaufdringlich charmant und mit trockenem Humor erzählt Peter Lichtefeld in Playa del futuro die Geschichte von Suchenden und Träumern im spanischen Andalusien, deren Leben sich für kurze Zeit kreuzen und dadurch verändern. Filmkritik
Der minimalistisch anmutende Film Whisky, aus Uruguay, kommt ohne die Klischees des Kontinents wie Drogenhändler, Militärputschs oder Prostitution aus. Der zweite Film des Regiegespanns sieht sich in der Tradition des europäischen Art-House-Kinos. Filmkritik
Eine echte Überraschung: Der Seminarfilm des Studenten Robert Thalheim wurde zum diesjährigen Gewinner der Berlinale-Reihe Perspektive deutsches Kino. Seine Vater-Sohn-Geschichte sagt mit Witz und Einfühlungsvermögen zugleich viel über unser Land aus. Filmkritik
Die charmante, teils autobiographisch inspirierte Komödie beschreibt, wie ein erfolgloser Schauspieler seine Psychosen meistert und lehrt uns, dass Lachen das beste Heilmittel gegen Lebensängste ist. Filmkritik
Als er seinen schärfsten Konkurrenten um die Beförderung zum Etagenleiter ausschaltet, fangen für den Verkäufer Rafael die Probleme erst an: die hässliche Lourdes, Augenzeugin des Mordes, erpresst den Frauenhelden, ihr Liebhaber zu werden. Filmkritik