Altmodisches Actricen-Handwerk – Notizen aus Venedig (6)

Die einen ärgern sich über die ihnen auf der Leinwand kredenzten wahren Geschichten, die anderen schlafen den Schlaf der Gerechten. Das Leben auf Filmfestivals ist manchmal hart. Pavao Vlajcic über Filme von Gus van Sant, Pietro Marcello, Kaouther Ben Hania und anderen.

Venedig 2025 - Die Filme

Ein vielversprechendes, aus allen Nähten platzendes Line-Up. Das Programm der 82. Filmfestspiele von Venedig auf einen Blick. [Jetzt mit Trailern]

Mückenstiche und Geklatsche – Notizen aus Venedig (5)

The Rock kämpft sich im A24-Gewand in Richtung Oscar-Nominierung, Kathryn Bigelow nagelt einen gnadenlos in den Kinositz und François Ozon demonstriert, dass man sich auf vollendetes Handwerk nicht immer verlassen kann.

Specials

Irgendeinen Tod muss man sterben – Cannes-Notizen (3)

Populistisches queeres Kino mit Hollywood-Anklängen, fade Blutsuppe aus Südkorea, ein fast-Meisterwerk, dem die Anthroposophie dazwischen kommt und ein japanischer Roboterfilm mit rekordverdächtig wenig Applaus: Unser Kolumnist erlebt an seinem dritten Cannes-Tag Licht und Schatten. weiter 

Nebenwirkung: Blutschwitzen – Cannes-Notizen (2)

Mit einem waschechten B-Movie und retrofuturistischen Nerd-Phantastereien bekommt das Festival eine erfrischende Adrenalinspritze. Radu Jude inszeniert außerdem einen Klassiker auf recht herkömmliche Weise neu und die Regiearbeit eines Schauspielers erweist sich als Studentenerstlingsklischee. weiter 

Danke dafür – Cannes-Notizen (1)

Ein Pariser Rentner wird in Cannes zum ersten Highlight. Die Filme hingegen lassen es eher gemächlich an. Pierre Salvadoris Eröffnungsfilm lädt zum Kaffee-Kränzchen, Pawel Pawlikowski verfilmt ein besseres ChatGPT-Script und Ashgar Farhadi bekommt das Kunststück hin, französische Top-Schauspieler nutzlos zu verbraten. weiter 

Unverhohlene Gesinnung

„So ein kleiner Mann wie ich, der hat eben nicht aus der Reihe zu tanzen“: Harald Reinls 50er-Jahre-Kriegsfilme Solange du lebst und Die grünen Teufel von Monte Cassino nehmen keinen „Urlaub von der Geschichte“. Sie sind, hinter den Liebesgeschichten, immer noch ein Teil von ihr. weiter 

Die Liebe, ein Höllenschlund – Das Kino von Valerio Zurlini

Nur acht Spielfilme hat Valerio Zurlini während seiner kurzen Karriere gedreht. Jeder einzelne ist die Entdeckung wert: Mal tragisch, mal leichtfüßig bewegte sich der italienische Regisseur stets fernab gängiger Kino-Moden. Ab heute Abend widmet ihm das Berliner Arsenal eine umfassende Werkschau. weiter 

Auf der Suche nach vergessenen Bildern - EMAF

In Filmen, Workshops und Medienkunst-Arbeiten widmet sich das European Media Arts Festival in Osnabrück den drängenden gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Ein Festival, das dezidiert etwas zu sagen hat, ohne darüber die Offenheit und Vielfalt des visuellen Ausdrucks zu vergessen.  weiter 

Framing #24: Arsenal Reloaded

Das Berliner Kino Arsenal ist zurück! Till und Hannah lassen sich durch die neuen Räumlichkeiten im Wedding führen, sprechen mit den Betreiberinnen über die Herausforderungen, heutzutage Kino zu machen und haben auch einige Sprachnachrichten von Wegbegleiter:innen im petto.  weiter 

"Gestern war schön im Fernsehn"

Maskierte Bösewichte, schöne strahlende Retter in der Not, vor Spannung aufschreiende Trompeten: Harald Reinls Krimis sind triviale Reißer für erregbare Gemüter. Silvia Szymanski erinnert sich mit Vergnügen. weiter