Fälschlicherweise als actionlastiges Fantasy-Abenteuer für ein junges Kinopublikum vermarktet, überzeugt Die Brücke nach Terabithia mit seiner ernsthaften Annäherung an die kindliche Gefühlswelt. weiter
Die globale Wirtschaftskrise ist ein gefundenes Fressen für Michael Moore, der in seinem neuen Film mit der Wut eines enttäuschten Liebhabers dem Amerika des 21. Jahrhunderts begegnet. weiter
„Dies ist kein Wohlfühlfilm“, herrscht die schlechtgelaunte Hauptfigur in Woody Allens neuem Werk die Zuschauer an. Von wegen. Whatever Works ist genau das, und außerdem seine beste Komödie seit langem. weiter
Ein Mann, der als Leichenaufbahrer vielen Menschen im Moment der Trauer hilft, muss seiner Frau seinen Beruf verheimlichen. In einer spezifisch japanischen Form von Sentimentalität erzählt Nokan vom Umgang mit dem Tod. weiter
Thomas Arslan verlässt in seinem ersten Spielfilm seit sechs Jahren das multikulturelle Berlin und wendet sich einem Familiendrama in einem Landhaus in der Uckermark zu. weiter
Coming of Age,mal anders. Ein Film, der zwischen französischer Leichtigkeit und skandinavischer Schwermut oszilliert, aber nie das wird, was er eigentlich sein will: ein Autorenfilm. weiter
Todeszug nach Yuma (3:10 to Yuma) ist zwar bei weitem nicht der schlechteste Film des Jahres. Doch im Vergleich zu seinem Vorgänger wirkt er geradezu paradigmatisch für die Sackgasse, in welche sich ein Großteil des Hollywoodsystems manövriert hat. weiter
Traditionell feiern Komödien die erneuernde Kraft des Eros. Dieses klassische Prinzip auf den Kopf stellend, gewinnt Broken Flowers seinen unnachahmlich trockenen Humor aus dem versiegten Sexleben eines einstigen Gigolos und lässt uns über die Endlichkeit der Liebe lachen. weiter
Lee Daniels Sozialdrama über ein schwarzes Mädchen in Harlem ist erschütternd und unerträglich schonungslos – es verlangt dem Zuschauer vieles ab und belohnt mit menschlicher Wärme und Würde. weiter
Von Vernachlässigung und Zuwendung. Das Spielfilmdebüt von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond besticht als zurückhaltendes Porträt zweier scheinbar ungleicher Menschen. weiter
Und noch ein Hitler. Urs Odermatt hat George Taboris Bühnenstück „Mein Kampf“ fürs Kino inszeniert. Beim Balancieren zwischen Realismus und Farce bleibt die Komik auf der Strecke. weiter
Das Letzte, was Charly von seinem tödlich verunglückten Vater geschenkt bekommen hat, ist ein langweiliges Modellflugzeug. Doch das erwacht zum Leben und entwickelt magische Kräfte. Cédric Kahn überrascht mit einer rührenden Kinderfantasie. weiter
Kauzige Tiere gehören inzwischen zur Standardausstattung von Computeranimationsfilmen, so auch in Ab durch die Hecke. Doch können Waschbär und Co. die „Kleinen“ und die „Großen“ gleichermaßen entzücken? weiter
Jon Turteltaub und Jerry Bruckheimer machen mal wieder richtig Krach und schicken die Familie Gates auf einen erneuten nationalen Selbstfindungstrip. Das ist lang und laut, auch sehr verspielt, aber nicht sehr interessant. weiter
Die Verfilmung der Jugend-Vampir-Romane von Stephenie Meyer ist ganz auf Teenager gerichtet. Vom Vampir-Genre bleibt dabei nicht viel übrig, stattdessen verströmt der Film eine konservative Botschaft. weiter
Diagnose: Krebs im Endstadium. Die Nachricht wirft den Mittdreißiger Max (Jürgen Vogel) völlig aus der Bahn. Seine letzte Reise soll in Mexiko enden, tatsächlich landet er nach einem Autounfall auf einem Bauernhof im Bergischen Land. weiter
Nicolas Cage spielt den Forscher Benjamin Franklin Gates. Seit acht Generationen suchen die Männer seiner Familie nach einem Schatz. Natürlich ist dies nicht irgendein Schatz, sondern der Schatz der Schätze, wie die Figuren auch ständig wiederholen. Es ist der National Treasure, oder eben Das Vermächtnis der Tempelritter. Dabei ist die Geschichte seiner Vorväter der alleinige Ansporn für den eindimensionalen Charakter. weiter
Braucht man als Kind einen Parallelkosmos, um die Erwachsenenwelt zu verstehen? Lippels Traum nimmt sich dieser Frage an und konfrontiert das Reale mit der Einbildungskraft. weiter
Sung-Hyung Cho hat mit ihrem dokumentarischen „Heimatfilm“ über das norddeutsche Dorf Wacken und seine Bewohner zahlreiche Preise gewonnen – zuletzt den Max-Ophüls-Preis 2007. weiter
Von der bedingungslosen Treue des Hundes: Lasse Hallström verlegt die Geschichte des berühmtesten Akita-Hundes der Welt in das Amerika der 90er und erzählt eine Parabel von der Unbegreiflichkeit des Todes. weiter
Seit Jahren dümpelt die Produktion von Die Päpstin mit wechselnder Darsteller- und Regiebesetzung vor sich hin. Sönke Wortmann durfte die Adaption des Bestsellerromans schließlich als aufgeblasenen Ausstattungsfilm inszenieren. weiter
Nur mit Mühe konnte Johnny Depps Jack Sparrow 2003 in Fluch der Karibik der Rache eines verfluchten Piratenkapitäns entgehen. Jetzt bekommt er es mit Davy Jones, dem Herrscher der Meere und Kapitän des Fliegenden Holländers zu tun. Leider schuldet er ihm seine Seele. weiter
Bruce Willis ist wieder da. Aber bevor er sich erneut als Action-Held bewähren kann, muss er als alkoholkranker Detective Jack Mosley erst einmal nach ganz unten. weiter
Nach Orson Welles legendärer Hörspielfassung (1938) und Byron Haskins B-picture-Verfilmung (1953) bringt nun Steven Spielberg seine Interpretation des Sci-Fi-Klassikers von H.G. Wells auf die Leinwand. Das Resultat: eine gut geschmierte Angst-Maschine. weiter
Mehr Glutamat als Haute Cuisine: Fatih Akins Komödie um ein von Gentrifizierung bedrohtes Restaurant fängt gut an, setzt aber mit jeder Minute mehr auf Geschmacksverstärker. weiter
Die Rückkehr der Jedi-Ritter – Grant Heslov präsentiert in seiner absurden Militärsatire die furchtbarste Waffe der US-Armee: eine paranormale Psychokämpfertruppe aus New-Age-Hippies. weiter
Sean Bean beerbt Rutger Hauer als Autobahnserienkiller John Ryder. Dave Meyers Remake eines der besten Thriller der achtziger Jahre, hebt sich wohltuend von einem Großteil der Konkurrenz im gegenwärtigen Mainstreamkino ab. weiter
Der Verfilmung von Neil Gaimans Fantasyroman fehlt leider die Essenz des Buches. Unterhaltsamer und jedenfalls witziger als die übliche Genrekost ist sie aber allemal. weiter
Nach dem sprechenden Schweinchen Babe präsentiert der australische Regisseur George Miller diesmal singende und steppende Pinguine in einem handwerklich beeindruckenden Animationsfilm, der als musikalische Außenseiterkomödie beginnt und dann unerwartet eine scharfe Kurve Richtung Öko-Drama nimmt. weiter
Eine Gilde von Auftragskillern entscheidet mit Hilfe von Webstühlen darüber, wer leben darf und wer mit Kugeln, die Kurven fliegen, ins Jenseits befördert wird. Das ist so absurd wie es sich anhört. Und gleichzeitig der beste Sommerblockbuster der Saison. weiter
Noch herrscht Frieden zwischen Kreaturen und Dorfbewohnern. Doch als Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) den furchteinflößenden Wald, Territorium der unbekannten Wesen, durchschreiten möchte, tauchen schreckenserregende Zeichen im Dorf auf. Letztlich entscheidet sich die blinde Ivy (Bryce Dallas Howard), um seinetwillen die Konfrontation zu wagen. weiter