Woche der Kritik 2019: Ein Schriftsteller in der Sinnkrise bekommt ein Stück Tierhaut geschenkt, das ihm alle Wünsche erfüllt. Eros und Thanatos bilden in der Balzac-Verfilmung des Filmkritikers Konstantinos Samaras eine aus den Fugen geratende griechische Tragikomödie. Filmkritik
In Denis Cotés „Ghost Town Anthology“ wird eine Kleinstadt von ihren Toten heimgesucht, während uns „Vice“ die Schreckensfratzen der George-W.-Bush-Regierung entgegenschüttelt. Aufregende Lebendigkeit findet sich jedoch in einem Film aus dem Forum. Special
Zurück aufs Land wollen nur die Toten. Ghost Town Anthology erzählt vom Dörfersterben im kanadischen Quebec in Gestalt einer atmosphärensatten Gruselgeschichte. Dabei wird viel evoziert und wenig geliefert. Filmkritik
Das Fischerdorf ohne Fischer haben wollen. In Bait montiert Mark Jenkin einen Klassenkonflikt in Detailaufnahmen. Was mit Lärmbelästigung und Billardregeln beginnt, wird irgendwann zur epischen Tragödie. Filmkritik
Nazis, Nekrophilie, Inzest: Ein amerikanisches Regie-Duo adaptiert einen Jelinek-Roman, ohne ihn je gelesen zu haben. Das Ergebnis ist blödsinnig, ekelhaft und geschmacklos – und ein Heidenspaß. Filmkritik
Hin, hin, zur Wahrheit! Agnieszka Holland zeichnet in ihrem neuen Film Red Secrets - Im Fadenkreuz Stalins das vergessene Leben eines Journalisten nach, der den Lauf der Geschichte verändert hat. Filmkritik
Thomas Heise erzählt über Familiendokumente eine deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Jonah Hill begnügt sich in Mid90s dagegen mit Jungsdynamiken innerhalb einer 90er-Subkultur. Ein Blick in die Nebensektionen. Special
Ich bin eine Frau in Mazedonien. Mal zärtlich, mal clever, mal grob zwingt Gott existiert, ihr Name ist Petrunya zur Identifikation mit seiner Titelheldin im Kampf gegen das Patriachat. Filmkritik
Ein alter Mann hält Rückschau auf einen Sommer seiner Kindheit in Schweden. In einem überdrehten Sturm aus Bildern, Klängen und Musik sträubt sich Pferde stehlen gegen die Vermutung, dass diese Zeit kaum Nachwirkungen hatte. Filmkritik
Fatih Akin verfilmt Heinz Strunks Roman über einen realen Serienmörder mit greller, schlagerhafter Farbigkeit. Der Goldene Handschuh ist drastisch, explizit, hemdsärmelig, unerschrocken – und eine Liebeserklärung an ein Hamburger Milieu der 1970er Jahre. Filmkritik