VoD: Wir verkuppeln unsere Eltern; ein bewährtes Motiv, doch Frederike Migoms Film Binti wagt dabei auch Neues. Zum einen politisiert er das Thema, zum anderen taucht er in die Bilderwelt der Generation Smartphone ein. Filmkritik
Dank Covid-19 wurde das Retro-Festival in Bologna um zwei Tage verkürzt und dafür um fünf Locations erweitert. Die obskureren und die prestigeträchtigeren Teile des Programms waren damit erstmals auch räumlich getrennt. Special
Männlichkeit gehört ins Museum: Auch in Über die Unendlichkeit zeigt sich Roy Andersson als totalitärer Herrscher in selbst gebauten Miniaturuniversen. Wie seine Filme funktionieren und wovon sie erzählen, kommt sich dabei manchmal auf verwirrende Weise nahe. Filmkritik
Netflix: Charlie Kaufman schickt in seinem neuen Film I’m Thinking of Ending Things ein junges Paar auf einen Roadtrip in die Trostlostigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen. Zwischendurch wird aus der Wissenschaft und den freien Künsten zitiert. Filmkritik
Das Berliner Arsenal zeigt im September alle Kinofilme von Michael Mann. Sein sich über vier Dekaden spannendes Werk vereint schamloses Pathos und obsessive Melancholie, und bietet zwischen Analog-Filmleuchten und HD-Handkamera nebenbei eine Technikgeschichte des Kinos. Special
Zeb Ejiros Home-Video-Hit Domitilla (1996) um eine Frau, die sich in Lagos durchschlägt, ist einer der erfolgreichsten Filme des neuen nigerianischen Kinos. Außerdem eine Oper der geklauten Musik, ein intimes Porträt, ein großes Drama. Spoiler-Alarm: Es gibt einen Gott. Filmkritik
Spektakuläre Aufnahmen eines neuen Erdzeitalters: In der Dokumentation Die Epoche des Menschen stehen die bombatischen Bilder manchmal im Widerspruch zur belehrenden Botschaft. Und manchmal gehen sie tiefer als alles, was erzählt wird. Filmkritik
In seinem Debütfilm um einen jungen Geist in Paris wandelt Stéphane Batut zwischen den Welten und sucht nach einer Brücke. Der flüssige Spiegel ist eine filmische Nahtoderfahrung, in der die Handkamera den Moment feiert und Totalen direkt ins Jenseits führen. Filmkritik
Dreiecksgeschichte im Partisanenkrieg des Jahres 1943: Der letzte Film der Brüder Taviani liefert uns dem zunehmenden Wahn seines getriebenen Protagonisten aus. Ein nachdenkliches Spätwerk, in dem der Faschismus als stetige, bleierne Bedrohung fühlbar wird. Filmkritik
VoD: Weinstein in Taiwan. In seiner bislang ambitioniertesten Regiearbeit zeichnet Midi Z ein desillusionierendes Bild vom Filmbusiness. Nina Wus Weg vom Webcam-Girl zum Filmstar ist nur auf den ersten Blick ein sozialer Aufstieg. Filmkritik