Neu auf critic.de

Silence Radio – Kritik

VoD: Silence Radio folgt der mexikanischen Journalistin Carmen Aristegui im Kampf gegen die Zensur. Juliana Fanjuls Dokumentarfilm ist weniger Porträt als Raum für eine Stimme – und erzählt davon, was es für Zuhörer bedeutet, dieser Stimme beraubt zu werden. Filmkritik 

Die letzte Stadt – Kritik

Avantgardistischer kleiner Bruder zu Nolans Tenet: In Die letzte Stadt wirft Heinz Emigholz die Frage auf, ob es in einer global vernetzten Welt überhaupt noch möglich ist, an einem Ort zu sein, oder ob wir nicht immer zugleich hier und irgendwo anders sind. Filmkritik 

Der Rausch – Kritik

Ein Psychologe hat mal behauptet, der Mensch werde mit einem Alkoholdefizit geboren. Thomas Vinterberg gefällt's: Der Rausch ist eine Hommage an unsere liebste Droge, stellt aber auch die Frage, ob wir überhaupt glücklich werden können. Filmkritik 

Oxygen – Kritik

Netflix: Nicht wissen, wer man ist, und dann auch noch in einer Kammer mit wenig Sauerstoff feststecken. Oxygen spielt in einem Zwangskokon, aus dem sich Mélanie Laurent zu befreien versucht – und mit der Frage, ob Regisseur Alexandre Aja hier der einzige Sadist ist. Filmkritik 

Abuse of Weakness – Kritik

Gelähmte Regisseurin trifft Betrüger in Topform: Catherine Breillats bislang letzter Film beruht auf Selbsterlebtem. Auf angenehm sachliche Art erzählt Abuse of Weakness, wie ein gesunder muskulöser Körper einen kranken Körper missbraucht. Filmkritik 

Klang der Verführung – Kritik

Neu auf DVD: Ficken auf dem Kreuzweg. Der japanische Regisseur Isao Yukisada mischt Schicksalsschlag und Softporno und lässt das Roman-Porno-Genre des Filmstudios Nikkatsu wiederaufleben. Filmkritik 

Der dreizehnte Gast – Kritik

Neu auf DVD: Der Regisseur Jacques Tourneur schätzte das unterschwellig Brodelnde und atmosphärisch Ambivalente mehr als straightes Storytelling. In Der dreizehnte Gast (1951) schickt er einen unterkühlten Ray Milland im Post-War-Britain auf eine Reise zu den Toten. Filmkritik 

Los conductos – Kritik

MUBI: Sturz in die Dunkelheit bei Tag. In Camilo Restrepos Debütfilm Los Conductos kann man kaum etwas sehen, kaum etwas nachvollziehen, und doch viel begreifen. Filmkritik 

Can't Get You Out of My Head – Kritik

Opiatkrise, Klimawandel, COVID-19, Big Data: Der Dokumentarfilmer Adam Curtis gibt dem Publikum das Gefühl, im globalen Chaos das große Ganze zu erkennen. Mit dem siebenstündigen Wimmelbild Can’t Get You Out of My Head setzt er seine populäre Ideengeschichte fort. Filmkritik