Ein Frachter, eine Kreuzfahrt, ein hippiesker Segeltörn: Mit drei unterschiedlichen Schiffstouren durchmisst Stories from the Sea das Mittelmeer als poetischen und politischen Raum. Das Berliner fsk Kino zeigt den Film in seiner Reihe Dok-Termin. Filmkritik
In seinem ersten Dokumentarfilm erzählt Volker Schlöndorff von einem Australier, der Wälder in der Sahelzone aufforstet. Die Faszination von Der Waldmacher liegt in der ruhigen Beharrlichkeit, mit der die Menschen das Land fruchtbar machen. Filmkritik
Niemand inszeniert den Abendhimmel so schön und gruselig wie Peter Brunner. Das düstere religiöse Schauermärchen Luzifer betört mit Landschaftsaufnahmen rund um eine einsame Alm. Filmkritik
Das Blut des Tabus. In ihrer Verfilmung eines Buchs von Annie Ernoux erzählt Audrey Diwan von einer jungen Frau, die abtreiben will, aber nicht darf. Das Ereignis ist ein einziger Wettlauf gegen die Zeit und zugleich von einer schrecklichen Einsamkeit durchzogen. Filmkritik
VoD: Mit dem Zug von Moskau nach Murmansk. Bei Lauras Trip durchs karge Russland der späten Jelzin-Jahre bleibt die Vergangenheit auf der Strecke, dafür weckt Juho Kuosmanens Abteil Nr. 6 Hoffnung auf ein Ende des Winters. Filmkritik
VoD: Ein Gefangener, der nach einer Heldentat auf eine Begnadigung hofft, kann seiner kleinen Notlüge nur noch beim Eskalieren zusehen. In Asghar Farhadis A Hero geht es wieder um das Wahre, das Richtige und das Gute. Filmkritik
Mit seiner 70. Ausgabe wagte das Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2021 einen Neuanfang im Schatten achtbarer Ahnen. Ein verspäteter Rückblick auf dieses Unterfangen, das auch Tendenzen im zeitgenössischen Festivalbetrieb offenlegt. Special
Neu auf Netflix: Feuer und Wasser, Gut und Böse, ein teddybäriger und ein scharfkantiger Hauptdarsteller. In RRR ist das eine Mischung wie TNT. S.S. Rajamouli zeigt einmal mehr, dass er eine Bank ist, wenn es um aberwitziges, kreatives Kino geht. Filmkritik
Trümmer. Explosionen. Hände in Körpern. Organe. Geschwindigkeit. Michael Bays Ambulance feuert aus allen Rohren, steht nie still, weil schon das nächste Bild, der nächste Affekt, der nächste Hintergedanke nach vorne drängt. Filmkritik
VoD: Mike Mills zapft für sein Kino der Transparenz und Empathie weiter das eigene Familienleben an. In Come On, Come On lernen sich Onkel und Neffe kennen, zum Glück auf zumindest filmischer Augenhöhe. Filmkritik