Neu auf critic.de

House of Gucci – Kritik

Lady Gaga als I-Tüpfelchen auf einem lustvollen Trip durch eine wahre Familiengeschichte. Der operettenhafte Overload von House of Gucci sollte Ridley Scott endgültig den längst verdienten Ruf des vulgären Künstlers einbringen. Filmkritik 

Benedetta – Kritik

Benedatta hat Körperkontakt mit Jesus und saugt an der Brust einer Marienstatue. Paul Verhoevens Schlüssellochblick hinter Klostermauern des 17. Jahrhunderts schielt auf ein Arthouse-Publikum, lässt sich aber das Bürgerschreckhafte nicht nehmen. Filmkritik 

Sukkubus – Den Teufel im Leib – Kritik

Zum ersten Mal auf Blu-ray: In Georg Tresslers zwischen Heimat- und Horrorfilm pendelndem Sukkubus - Den Teufel im Leib (1989) werden drei Berghirten von einem nackten Lustdämon terrorisiert. Das Parodistische bleibt implizit, die lüsternen Schweinereien sehen fast nach großbudgetiertem Kino aus. Filmkritik 

A Pure Place – Kritik

Ein falscher Messias in strahlendem Weiß, Kellerkinder, die den Aufstand proben, und Dreck, der das Saubere befleckt: Aus diesen Zutaten macht A Pure Place kein Drama, sondern eine Farce. Filmkritik 

The Power of the Dog – Kritik

Kodi Smit-McPhee lässt Benedict Cumberbatch an einer Zigarette ziehen, der begleitet Kirsten Dunst ungefragt auf dem Banjo. Über Blicke und Gegenstände loten die Figuren in Jane Campions Western The Power of the Dog die Machtverhältnisse aus. Filmkritik 

Pankow '95 – Kritik

In Gábor Altorjas DDR-Dystopie von 1983 fliegt Udo Kier über Kuckucksnest. Das neu restaurierte psychedelische Stück Zeitgeschichte widmet sich weniger der Systemfrage als grundsätzlichen Ideen von Widerstand und Flucht. Filmkritik 

Das Kino entdeutschen: Film Restored

Perspektive statt Thema: Das Film Restored Festival suchte in diesem Jahr die Erfahrung der Migration ins Zentrum zu stellen und ließ von dort aus den Blick schweifen: von Wolfsburg nach Bali, von Helsinki nach Frankfurt. Und warf auch filmpolitische Fragen auf. Special 

Große Freiheit – Kritik

Für Sex mit Männern muss Hans in der BRD wie zuvor in Nazideutschland hinter Gitter. Staat und Verhältnisse entlarven sich dabei wie nebenher: Statt zum Themenfilm zu werden, erzählt Große Freiheit lieber von der Liebe. Filmkritik 

Neues, Altes, Geliehenes: Duisburger Filmwoche 2021

Ist die berüchtigte Duisburger Debattenkultur zurück? Diskutiert wird über zwei Filme, die sich in Selbstreflexion üben – einmal souverän, einmal hilflos. Und über die vermeintliche Obsession einer Regisseurin, die ihren Mitbewohner liebt und filmt. Special