Neu auf critic.de

Devot – Kritik

In Igor Zaritzkis Zwei-Personen-Film erzählt Anja Geschichten, von denen nicht klar wird, ob sie ihr selbst widerfahren sind. Sie ist Henrys Geschichtenerzählerin, der sie in seinem Loft gefesselt hat, weil sie ihn bestehlen wollte. Der Film möchte ein Beitrag zu den Problemen Identität und Identitätssuche sein, bleibt aber an der schönen Oberfläche. Eine größtenteils enttäuschend langweilige Spielerei. Filmkritik 

Exorzist: Der Anfang – Kritik

In William Friedkins Exorcist (1973) trieb der mysteriöse Pater Merrin der 12-jährigen Regan den Teufel aus. Im Prequel Exorzist: Der Anfang spielt der Exorzismus nur noch am Rande eine Rolle, stattdessen setzt Regisseur Harlin auf Schockmomente und Ekeleffekte, die mit der Subtilität des Klassikers nichts mehr gemeinsam haben. Filmkritik 

Schau mich an! – Kritik

Die Französin Agnès Jaoui erzählt in ihrer zweiten Regiearbeit eine amüsante, aber auch bittere Geschichte über die Abhängigkeit der Menschen von Berühmtheit und Status. In deren Mittelpunkt steht die Mitzwanzigerin Lolita, die, um sich ihren Berufswunsch Sängerin zu erfüllen, erst einmal lernen muss, sich von ihrem ebenso egozentrischen wie dominanten Vater, einem berühmten Schriftsteller, zu distanzieren. Filmkritik 

Bad Santa – Kritik

VoD: Aus Scrooge und Grinch mache Bad Santa. Was sich wie ein todsicheres Weihnachtsrezept liest, hätte leicht zu einer stillosen Parodie oder einem pathetischen Machwerk werden können, wenn nicht Terry Zwigoff (Crumb, 1994 und Ghost World, 2000) die Regie übernommen hätte. Mit einem tollen Ensemble und treffsicheren Pointen rettet er Weihnachten. Filmkritik 

Infernal Affairs II – Kritik

VoD: Wo im ersten Teil noch das als Katz und Maus-Spiel im Mittelpunkt steht, verschieben sich die Koordinaten diesmal hin zu einem Beziehungsgeflecht, das Freunde und Feinde, Fremde und Verwandte, Polizisten und Verbrecher auf tragische Weise verbindet. Filmkritik 

Infernal Affairs – Kritik

VoD: Wer vor kurzem im Kino bei Collateral enttäuscht im Saal saß, wird sich bei Infernal Affairs (Wu jian dao, 2002) verwundert die Augen reiben: ist dies das wahre neue Werk von Michael Mann?... Filmkritik 

Just a Kiss – Kritik

Das neueste Werk des Sozialporträtisten Ken Loach erzählt eine Liebesgeschichte vor der Folie zweier nicht zu vereinbarenden Kulturen. Damit entfernt sich der Regisseur von seinen bevorzugten Sujets aus dem wütenden und heruntergewirtschafteten Großbritannien der Thatcher-Ära. Herausgekommen ist ein politisch korrekter, bisweilen sympathischer aber insgesamt nur mittelmäßiger Ken-Loach-Film. Filmkritik 

Der neunte Tag – Kritik

Der luxemburgische Priester Henri Kremer wird aus dem Konzentrationslager Dachau entlassen und erfährt erst in seiner Heimat, dass es nur ein „Urlaub“ für acht Tage ist. Danach muss er zurück, es sei denn, er überzeugt im Auftrag des Gestapo-Chefs Gebhardt den Bischof von Luxemburg, mit der deutschen Besatzung zu kooperieren. In der von Volker Schlöndorff inszenierten Geschichte brilliert ein herausragender August Diehl, insgesamt wird der Film der komplizierten Problematik aber nicht gerecht. Filmkritik 

Der Maschinist – Kritik

Trevor Reznik befindet sich geradewegs auf dem Highway to Hell in die Tiefen seiner eigenen Seele. Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust und Paranoia treiben ihn in den Wahnsinn. Seine Passion führt den Maschinisten schließlich zur Konfrontation mit sich selbst. Brad Anderson visualisiert das Delirium des beinahe selbstmörderisch von Christian Bale inkarnierten Protagonisten in Räumen, die fast durchgehend als Labyrinthe fungieren. Neben der im dunkelsten Farbspektrum gehaltenen alptraumhaften Optik garantiert die perfekt konstruierte Geschichte einen der elektrisierendsten Filme des Jahres. Filmkritik 

Session 9 – Kritik

The Machinist ist der bislang einzige von sechs Spielfilmen des Regisseurs Brad Anderson, der in deutschen Kinos startet. Seine Filme liefen bislang auch in den USA nur in ausgewählten Kinos, wurden zwar ebenso außerhalb der amerikanischen Grenzen auf etlichen Festivals vorgestellt, schafften es aber kaum auf reguläre Kinopläne. Mit seinem vorletzten Film, Session 9 (2001) lieferte Anderson bereits einen stilsicheren Schocker, der als Wegbereiter zu The Machinist zu verstehen ist. Bei critic.de können Sie exklusiv auch die Kritik zu Session 9 lesen. Filmkritik