Neu auf critic.de

Mann unter Feuer – Kritik

„Gott vergibt ihnen, nicht ich. Ich führe sie nur zusammen.“ Tony Scott schickt Denzel Washington in zum Teil betörenden Bildern auf die reaktionärste und faschistoideste Reise ins Jenseits, die er sich ausdenken konnte. Fast im Vorbeigehen inszeniert er dabei die Dekonstruktion des postmodernen Kinos schlechthin. Filmkritik 

Die Bourne Verschwörung – Kritik

Matt Damon jagt wieder als unehelicher Schwiegerneffe von James Bond seiner Vergangenheit und den Schurken dieser Welt hinterher. Dabei bahnt er sich diesmal schon nach der ersten Viertelstunde ohne Franka Potente seinen Weg. Die kaum von Handlung unterbrochene Jagd des Solisten, vor allem durch Berlin und Moskau, geriert ob handwerklicher Mängel der Filmemacher schnell zur Persiflage von Die schönsten Bahnstrecken. Filmkritik 

Status Yo! – Kritik

In seinem Kinodebüt, einem musikalischen Episodenfilm, begibt sich Till Hastreiter 24 Stunden in die Berliner HipHop Szene und vermittelt einen authentischen und undistanzierten Einblick in das Lebensgefühl einer der wichtigsten gegenwärtigen Jugendkulturen. Filmkritik 

Der Manchurian Kandidat – Kritik

Golfkriegsveteran Bennett Marco (Denzel Washington) plagen Alpträume, die ihm realer scheinen als seine vermeintliche Erinnerung. Als sein früherer Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) zum Vizepräsidenten aufsteigt, wittert er eine Verschwörung, in deren Mittelpunkt Raymonds Mutter Eleanor (Meryl Streep) zu stehen scheint. Unter der Regie Jonathan Demmes verkommt dieses Remake eines John Frankenheimer Films zum lächerlich-belanglosen Mutter-Sohn Konflikt mit patriotischen Anklängen. Filmkritik 

Die Vergessenen – Kritik

Hilfe, unsere Kinder werden von Aliens verschleppt! Aber keine Sorge, denn Julianne Moore nimmt den Kampf mit den Außerirdischen auf. Und im Kampf Mutter gegen Alien kann es nur eine Siegerin geben… Was sich anhört wie Scary Movie 4 ist ein durchaus ernst gemeinter Genremix. Filmkritik 

Touch the Sound – A Sound Journey with Evelyn Glennie – Kritik

Thomas Riedelsheimers Dokumentarfilm Touch the Sound ist ein sensibles Porträt der klassischen Percussion-Künstlerin Evelyn Glennie, die aufgrund ihrer Schwerhörigkeit lernen musste, mit ihrem ganzen Körper zu hören, Töne zu fühlen. Paradoxerweise ist es gerade der Umstand ihrer Behinderung, der sie besser „hören“ und in Klangwelten eintauchen lässt, die den meisten Menschen verwehrt bleiben. Touch the Sound stellt den gelungenen Versuch dar, diese verschlossene Dimension des Klanges für den Zuschauer/Zuhörer zu öffnen. Filmkritik