Neu auf critic.de

Agnes und seine Brüder – Kritik

VoD: Ganz ohne Sozialkitsch oder moralische Keule inszeniert Oskar Roehler in seinem neuesten Werk eine Kritik deutscher Befindlichkeit. Mit Spaß und Gefühl werden die Geschichten dreier Geschwister erzählt, die auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind. Zusammen bieten sie ein tiefgründiges Gesellschaftsporträt unserer Gegenwart. Filmkritik 

Evil – Kritik

Evil ist eine tragische Coming-of-age Geschichte im Schweden der 50er Jahre, ein Film über Ursache und Wirkung körperlicher und seelischer Gewalt in der Familie und der Schule. Die Adaption der Autobiographie Ondskan des schwedischen Bestsellerautors Jan Guillou ist in Skandinavien der größte kommerzielle Kinoerfolg der vergangenen Jahre. Spannend, aber klischeebehaftet. Filmkritik 

Flammend’ Herz – Kritik

Die drei fast 90jährigen Protagonisten von Flammend’ Herz, dem berührenden Debütfilm von Oliver Ruts und Andrea Schuler, haben eine sehr spezielle Leidenschaft: das Tätowieren. Sie hat sie zusammengebracht und verbindet sie bis heute. Der Film lässt die Männer selbst ihre Geschichten erzählen, immer auf der Suche nach einem erfüllten, selbst bestimmten Leben. Auf der Berlinale 2004 wurde Flammend’ Herz mit dem von einer deutsch-französischen Jugendjury vergebenen Preis „Dialogue en Perspective“ ausgezeichnet. Filmkritik 

Suspect Zero - Im Auge des Mörders – Kritik

Im ländlichen Niemandsland der USA ereignet sich eine unheimliche Mordserie. Die Jagd nach dem ultimativen Serienkiller, dem Suspect Zero, führt direkt in das bizarre parapsychologische Labyrinth einer düsteren Seele. Oscarpreisträger Ben Kingsley glänzt in einem Mystery-Psychothriller, der aber dramaturgisch selten überzeugt. Filmkritik 

Memoria del Saqueo - Chronik einer Plünderung – Kritik

„Wie ist es gekommen, dass Argentinien, diese Kornkammer der Welt, Hunger leiden muss?“, wundert sich der argentinische Regisseur Fernando Solanas. In Memoria del Saqueo - Chronik einer Plünderung werden durch eine Mischung von Archivbildern und selbst gedrehtem Material die neoliberale Politik und die Korruption der politischen Elite verurteilt. Solanas, der unter anderem für La Hora de los hornos (Die Stunde der Hochhöfen, 1967) bekannt ist, wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem Goldenen Bären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Filmkritik 

Genesis – Kritik

Nach Mikrokosmos (1996), der Das Volk der Gräser vorstellte, richten die französischen Regisseure Claude Nuridsany und Marie Pérennou ihren Blick nun auf das ganze Universum und die ganze Geschichte der Entstehung. In Genesis geben sie leider philosophischen Erwägungen den Vorrang über reinem Erstaunen, das den ersten Film zu einem Welterfolg gemacht hatte. Filmkritik 

Die kalte See – Kritik

Vor vier Jahren hatte der isländische Schauspieler und Regisseur Baltasar Kormákur sein erfolgreiches Spielfilmdebüt mit der schwarzhumorigen Beziehungskomödie 101 Reykjavík. In Die kalte See (Hafið) inszeniert Kormákur nun das für Island politisch brisante Thema um das Fischfang-Quotensystem, eingebettet in ein Familiendrama mit Anleihen aus King Lear. Eine schwere Bürde für Kormákur, dessen Ironie und Talent für gut erzählte Geschichten in diesem Film nur schwer wiederzuerkennen sind. Filmkritik 

Owning Mahowny – Kritik

Richard Kwietniowskis zweiter Spielfilm ist das beeindruckende Portrait eines unscheinbaren Bankangestellten in Toronto, der seiner Spielsucht zum Opfer fällt und bis zu seiner Festnahme Gelder in Millionenhöhe veruntreut. Die Handlung basiert auf wahren Ereignissen und dokumentiert ein schicksalhaftes Drama aus der schillernden Welt der Finanzen und Casinos. In der Hauptrolle glänzt Charakterdarsteller Philip Seymour Hoffman. Absolut sehenswert. Filmkritik