Im von Geschmacksfragen nur noch wenig eingeengten Komödienfach versucht diese Geschichte um einen geltungssüchtigen Wachmann, noch einen Schritt weiter zu gehen als andere – und beschert der Filmgeschichte eine der unsympathischsten Hauptfiguren seit langem. Filmkritik
Schuld, Gewissen, Erlösung sind die Themen der Filme im Wettbewerb von Cannes – neben der ältesten Story der Welt - Katja Nicodemus (ZEIT) zieht bereits eine Bilanz. Special
Wieder einmal kommt Leben ins Museum: Diesmal hat es Ben Stillers Larry Daley mit einer Riesenkrake, Al Capone und Napoléon Bonaparte zu tun. Und das sind noch die kleineren Probleme. Filmkritik
Ein Tag in Cannes reicht schon aus, um einmal mit der halben Welt in Kontakt zu treten. Filmhistoriker Ulrich Gregor (WELT) erlebte das in knapp 18 Stunden Festivalwahnsinn. Special
Aus Butterbroten sprießen Farbwolken, polnischen Polizisten wachsen Schweinsnasen. Michael Glawoggers Roadmovie Contact High zelebriert einen grenzüberschreitenden intersubjektiven Rauschzustand. Filmkritik
Größenwahn und Kunstanspruch hat Anke Westphal (BLZ) bei den Filmfestspielen ausgemacht. Wie stets zur Mitte dieses Festivals kommt kein Film im Programm ohne spektakuläre Sexszenen daher, stellt Daniel Kothenschulte (FR) fest. Special
Vor der Kulisse der Anden trifft Jasmin Tabatabai in Altiplano als eine von einer Irakerfahrung traumatisierte Kriegsfotografin auf Malagy Solier (La teta asustada) als peruanische Jungfrau. Der zweite Spielfilm des Belgiers Peter Brosens und der Amerikanerin Jessica Woodworth (Khadak, 2006) ist ein virtuos inszeniertes, aber zugleich sperriges und überladenes Werk über Opfer und Erlösung, dessen philosophische Dimension im Mantel einer monumentalen und kryptischen Form nur selten wirklich zur Entfaltung kommt. Special
Mitten in den Weiten der kurdischen Gebirge steht ein morscher, vertrockneter Baum, an dem das Militär unzählige Radios aufgehängt hat. Das Roadmovie Whisper with the Wind von Sharham Alidi ist ein kurdisches Klagelied mit surrealen Anklängen als Beitrag zur kollektiven Gedächtnisarbeit. Special
Auch im uruguayanischen Beitrag Bad Day to go Fishing (Mal día para pescar) von Álvaro Brechner geht es um Menschen, die verloren durchs Land und Leben irren, in einem Film, der selbst wie ein Fremdkörper im Festivalprogramm wirkt. Wenn das Motto der „Semaine“ „a breath of fresh air“ lautet, also einen Hauch Frischluft auf der Leinwand verspricht, so ist in diesem professionell aber völlig einfallslos gestalteten Debütfilm die Luft einfach nur abgestanden. Special
Unerhörte Dinge ereignen sich in Cannes, stellt Hanns-Georg Rodek (WELT) fest. Ohne skandalöse Sex-Szenen geht's ja eh nicht beim Filmfestival - aber dieses Mal kommt auch noch viel Blut dazu, entdeckt Andreas Borcholte (SPIEGEL). Special