Anselm Kiefer geht durch sein Werk und sieht, dass es groß ist. Wim Wenders gibt sich festivalhumanistisch, geduldig und präzise. Katharina Lüdins Debütfilm bietet zum Glück keine Lösungen. Ein Sehtagebuch. weiter
Stock Footage im Patriarchat, queere Familiarität in Armenien und ein dramatischer Einsatz auf dem Mittelmeer: So verdienstvoll die Filme beim DOK Leipzig meist sind, das Sprechen über sie ist mitunter befremdlich. weiter
In einem kleinen Dorf in der Bretagne hat sich eine Drehbuchwerkstatt etabliert, die verspricht, mit agilen Methoden gegen verkrustete Strukturen beim Entwickeln von Drehbüchern vorzugehen, spielerisch und mit ziemlich viel Eifer. critic.de war bei Less is More zu Besuch und hat dessen künstlerischen Leiter Antoine Le Bos interviewt. weiter
Die Zensur des Hays-Codes im Hollywood der 1930er Jahre betraf nicht nur Sex und Moral, sondern bedeutete vor allem das Ende einer Lust an der Form. Eine gestern zu Ende gegangene Reihe des Filmkollektivs Frankfurt zeigt Musical-Bilder, die noch nicht gemaßregelt wurden. weiter
Rodrigo Morenos dreistündiger Bankraub-Film The Delinquents erschafft einen cinephilen Schutzraum auf dem Lande, Ryusuke Hamaguchis Evil Does Not Exist verweigert sich holzhackend Kino-Nostalgie wie Landschwärmerei. weiter
Wer klatscht wo mit? Raven Jacksons von der US-Kritik gefeierter Coming-of-Age-Film All Dirt Roads Taste of Salt will mit Händen gefühlt werden, Guto Parentes Horror-Covid-Selbstreflexion A Strange Path bleibt schön inkonsequent. weiter
Christos Nikous High-Concept-Indie-Film Fingernails um eine Folterpraxis als Liebesbeweis entpuppt sich als angenehm altmodische RomCom, Isabella Eklöfs panskandinavische Koproduktion Kalak als aufdringlich intime Arthouse-Tortur. weiter
Vielleicht weiß die deutsche Beziehungskomödie der 1990er Jahre von ihrer Zeit etwas, woran wir uns nicht mehr erinnern. Eine vom Filmkollektiv Frankfurt kuratierte Reihe widmete sich der Hochphase dieses Genres. weiter
Ewige Liebe, angemalte Monster und die erotischste Schleichwerbung der Filmgeschichte: Auf dem Festival des italienischen Genrekinos gab es neben Gothic-Horror, Erotikthriller und Godzilla-Ripoff auch ein opulentes Märchen aus Mussolini-Zeiten zu sehen. weiter
Something old, something new, something borrowed, something blue: Auf dem Retrofestival konnte man sich in diesem Jahr etwa an kulturindustriellem Commie-Bashing und an Super-Soap-Spektakeln erfreuen oder in den Hollywoodfilmen von Rouben Mamoulian beobachten, wie sich Liebende zerlegen und wieder zusammensetzen. Gesammelte Eindrücke aus Bologna. weiter