D, B 2004. Regie: Dirk Szuszies, Karin Kaper. Mit: Julian Beck, Judith Malina, Hanon Reznikov Start:
Resist! ist eine beeindruckende Dokumentation über die Arbeit der freien US-amerikanischen Theatergruppe „Living Theatre“, die inzwischen seit über fünfzig Jahren besteht. Die Regisseure Dirk Szuszies und Karin Kaper begleiten sie zu Projekten in der ganzen Welt von New York bis in den Libanon, und zeichnen das Bild einer Truppe, die fest entschlossen ist, bestimmte politische und soziale Strukturen nicht einfach hinzunehmen, sondern sie mit den Menschen diskutieren und verändern will. weiter
D 2004. Regie: Oskar Roehler. Mit: Martin Weiß, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup Start:
VoD: Ganz ohne Sozialkitsch oder moralische Keule inszeniert Oskar Roehler in seinem neuesten Werk eine Kritik deutscher Befindlichkeit. Mit Spaß und Gefühl werden die Geschichten dreier Geschwister erzählt, die auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind. Zusammen bieten sie ein tiefgründiges Gesellschaftsporträt unserer Gegenwart. weiter
S 2003. Regie: Mikael Håfström. Mit: Andreas Wilson, Linda Zilliacus, Henrik Lundström Start:
Evil ist eine tragische Coming-of-age Geschichte im Schweden der 50er Jahre, ein Film über Ursache und Wirkung körperlicher und seelischer Gewalt in der Familie und der Schule. Die Adaption der Autobiographie Ondskan des schwedischen Bestsellerautors Jan Guillou ist in Skandinavien der größte kommerzielle Kinoerfolg der vergangenen Jahre. Spannend, aber klischeebehaftet. weiter
D, CH 2004. Regie: Andrea Schuler, Oliver Ruts. Mit: Herbert Hoffmann, Karlmann Richter, Albert Cornelissen Start:
Die drei fast 90jährigen Protagonisten von Flammend’ Herz, dem berührenden Debütfilm von Oliver Ruts und Andrea Schuler, haben eine sehr spezielle Leidenschaft: das Tätowieren. Sie hat sie zusammengebracht und verbindet sie bis heute. Der Film lässt die Männer selbst ihre Geschichten erzählen, immer auf der Suche nach einem erfüllten, selbst bestimmten Leben. Auf der Berlinale 2004 wurde Flammend’ Herz mit dem von einer deutsch-französischen Jugendjury vergebenen Preis „Dialogue en Perspective“ ausgezeichnet. weiter
USA 2004. Regie: E. Elias Merhige. Mit: Aaron Eckhart, Ben Kingsley, Carrie-Anne Moss Start:
Im ländlichen Niemandsland der USA ereignet sich eine unheimliche Mordserie. Die Jagd nach dem ultimativen Serienkiller, dem Suspect Zero, führt direkt in das bizarre parapsychologische Labyrinth einer düsteren Seele. Oscarpreisträger Ben Kingsley glänzt in einem Mystery-Psychothriller, der aber dramaturgisch selten überzeugt. weiter
AR 2004. Regie: Fernando E. Solanas. Mit: Fernando E. Solanas Start:
„Wie ist es gekommen, dass Argentinien, diese Kornkammer der Welt, Hunger leiden muss?“, wundert sich der argentinische Regisseur Fernando Solanas. In Memoria del Saqueo - Chronik einer Plünderung werden durch eine Mischung von Archivbildern und selbst gedrehtem Material die neoliberale Politik und die Korruption der politischen Elite verurteilt. Solanas, der unter anderem für La Hora de los hornos (Die Stunde der Hochhöfen, 1967) bekannt ist, wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem Goldenen Bären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. weiter
F 2004. Regie: Claude Nuridsany, Marie Pérennou Start:
Nach Mikrokosmos (1996), der Das Volk der Gräser vorstellte, richten die französischen Regisseure Claude Nuridsany und Marie Pérennou ihren Blick nun auf das ganze Universum und die ganze Geschichte der Entstehung. In Genesis geben sie leider philosophischen Erwägungen den Vorrang über reinem Erstaunen, das den ersten Film zu einem Welterfolg gemacht hatte. weiter
IS, F, NO 2002. Regie: Baltasar Kormákur. Mit: Gunnar Eyjólfsson, Hélène de Fougerolles, Hilmir Snær Guðnason Start:
Vor vier Jahren hatte der isländische Schauspieler und Regisseur Baltasar Kormákur sein erfolgreiches Spielfilmdebüt mit der schwarzhumorigen Beziehungskomödie 101 Reykjavík. In Die kalte See (Hafið) inszeniert Kormákur nun das für Island politisch brisante Thema um das Fischfang-Quotensystem, eingebettet in ein Familiendrama mit Anleihen aus King Lear. Eine schwere Bürde für Kormákur, dessen Ironie und Talent für gut erzählte Geschichten in diesem Film nur schwer wiederzuerkennen sind. weiter
CA, GB 2003. Regie: Richard Kwietniowski. Mit: Philip Seymour Hoffman, Minnie Driver Start:
Richard Kwietniowskis zweiter Spielfilm ist das beeindruckende Portrait eines unscheinbaren Bankangestellten in Toronto, der seiner Spielsucht zum Opfer fällt und bis zu seiner Festnahme Gelder in Millionenhöhe veruntreut. Die Handlung basiert auf wahren Ereignissen und dokumentiert ein schicksalhaftes Drama aus der schillernden Welt der Finanzen und Casinos. In der Hauptrolle glänzt Charakterdarsteller Philip Seymour Hoffman. Absolut sehenswert. weiter
S 2002. Regie: Kjell Sundvall. Mit: Elisabet Carlsson, Michael Nyqvist Start:
Romantische Komödie über eine ungewöhnliche Liebe auf Umwegen zwischen einer Bibliothekarin und einem Landwirt. Eine überraschende Begegnung, die Sehnsüchte, Leidenschaften und Träume zwischen Landluft und Kulturschock weckt. In Schweden ist der Film ein Riesenerfolg. Sympathisch, leicht, sehenswert. weiter