Blind & Hässlich
VoD: Vergesst Godard! Tom Lass erzählt eine bittersüße Liebesgeschichte mit dem nicht allzu hübschen Ferdi und der nicht allzu blinden Jona – und erweist sich dabei geradezu als Meister des Jump Cuts. Filmkritik
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VoD: Vergesst Godard! Tom Lass erzählt eine bittersüße Liebesgeschichte mit dem nicht allzu hübschen Ferdi und der nicht allzu blinden Jona – und erweist sich dabei geradezu als Meister des Jump Cuts. Filmkritik
Wroclaw Film Festival: Der indische Regisseur Sanal Kumar Sasidharan schnallt seinen Kameramann aufs Dach eines Kleinbusses – und macht aus der Geschichte eines aus der Provinz fliehenden Paares einen der beklemmendsten Filme des Jahres. Filmkritik
VoD: Ein Ehepaar kämpft inmitten von hoffnungsloser Korruption um Gerechtigkeit. Der neue Film des einst inhaftierten iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof ist ein Frontalangriff gegen das System. Filmkritik
Die Zukunft des Planeten gehört den Affen. Mit dem Erbgut von altem, neuem und modernem Hollywood und etwas Verhaltensbiologie wird der dritte Teil des Reboots zum bewegenden Primaten-Melodrama. Filmkritik
Netflix: Exploitation und Ermächtigung. Die Frauen-Wrestling-Dramedy Glow inszeniert das Nachspiel der US-amerikanischen Frauenbewegung mit Spandexshorts, Neonfarben und viel Haarspray. Filmkritik
Schon nach einer Viertelstunde ist man völlig erschöpft: In seinem Film über eine spektakuläre Rettungsaktion im Zweiten Weltkrieg immunisiert uns Christopher Nolan gegen seine eigene Großspurigkeit. Filmkritik
VoD: Mit dreizehn größer als alle anderen. Claude Pinoteaus La Boum von 1980 beschert noch einmal Nachmittagspartys mit lila Nebel - und eine Sophie Marceau, die noch immer zu jung ist, um wahr zu sein. Filmkritik
Karlovy Vary 2017 - Von der Revolution entwurzelte Gewalt: Mathieu Denis und Simon Lavoie widmen sich dem Nachbeben des Quebecer Protestfrühlings – und verarbeiten Text, Performance und unterschiedlichste Bildformate zu einer ästhetischen Waffe, die sich auch gegen die Aktivisten selbst richtet. Filmkritik
Rauchen im KZ, Sex mit Minderjährigen, Koksen als Hobby: In ihrem ersten Spielfilm lebt Helene Hegemann ihre Provokationslust aus und inszeniert Berlin als Sündenpfuhl voller kaputter Existenzen. Filmkritik
Irgendwo zwischen Weerasethakul und Andersen: In David Lowerys A Ghost Story verweilen die Einstellungen so lange, bis in ihnen Geister zum Leben erwachen. Filmkritik
Schaltzentren, Umschlagplätze und miteinander vernähte Leben. Die Französin Katell Quillévéré hat mit Die Lebenden reparieren einen Film gedreht, der analytisch kombiniert und erklärt, um dann in der kleinsten Regung plötzlich leidenschaftlich zu entflammen. Filmkritik
Die Beute ist verteilt, der Kampf muss weitergehen: Irene von Alberti sucht den Funken der Revolution und versprüht ihn dabei selbst. Damit morgen morgen und nicht einfach nur wieder heute ist. Filmkritik
Arielle und Aladdin lehren das Leben: In seinem Dokumentarfilm folgt Roger Ross Williams einem jungen Autisten, der durch Disney-Filme zur Sprache findet. Das ist so faszinierend wie befremdlich. Filmkritik
Die Menschheit ist längst ausgestorben, sie weiß es nur noch nicht. In Joseph Loseys Sie sind verdammt stellen verstrahlte Kinder existenzielle Fragen, während um sie herum die Zivilisation zerfällt. Ein Film aus einer Zeit, als Doomsday-Storys noch keine Zombies brauchten, liegt jetzt als DVD vor. Filmkritik
VoD: Bewegung ohne Ziel, Film ohne Gegenstand. Sean Baker spürt im Schatten von Disneyland kindlichen Energien und solidarischen Verkettungen nach. Und Willem Dafoe räumt hinterher. Filmkritik
VoD: Flirts am Strand und finstere Nächte. Ava von Léa Mysius dürfte der schönste Film der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes gewesen sein. Filmkritik
Wo bin ich, und wenn ja, mit wem? Alejandro González Iñárritus Virtual-Reality-Projekt über Geflüchtete an der US-Grenze zu Mexiko findet nicht ganz zu der Subjektivität, nach der er sucht. Filmkritik
Ein dramatischer Exkurs über das Schreiben und Nicht-Schreiben – mit dem Roman Polanski auch Kritikern etwas zu denken gibt. Filmkritik
Ein der Welt überdrüssiger Killerkörper schleppt sich ein letztes Mal durchs Bild und räumt auf. Der Wettbewerb von Cannes endet mit einem müden, unfertigen Film. Und seinem vielleicht besten. Filmkritik
VoD: Präsident zwischen den Stühlen. Santiago Mitre inszeniert ein Gipfeltreffen und schickt dem argentinischen Präsidenten seine Tochter hinterher. Die bringt nicht nur ihre Nerven mit, sondern auch den Einbruch des Fantastischen in die Welt der großen Politik. Filmkritik
Lieber von allem nur ein bisschen, aber Hauptsache viel. Fatih Akin empfiehlt sich in Cannes für den Filmmittwoch im Ersten. Filmkritik