Die andere Seite des Mondes

Robert Lepage: Die andere Seite des Mondes

Philippe weiß nicht recht, wo sein Platz im Leben ist. Besessen ist er von der Weltraumforschung, jedoch will niemand den eigenwilligen Thesen darüber in seiner unveröffentlichten Doktorarbeit Gehör schenken. Auch interessiert er sich sehr für die russisch-amerikanischen Wettkämpfe im All, und mit seinem wiederum äußerst erfolgreichen Bruder führt er eine Art eigenen kalten Krieg. Die Gegensätze, die diesem zugrunde liegen, beginnen erst mit dem Tod der Mutter allmählich aufzubrechen. Die andere Seite des Mondes (La face cachée de la lune, 2003) ist Robert Lepages Adaption seines eigenen gleichnamigen Bühnenstückes. Gekonnt und mit ausgeprägtem Stilwillen webt der kanadische Theaterregisseur in ihm die Vergangenheitsbewältigung und Sehnsüchte seines Protagonisten in einen Kosmos, der die unendlichen Weiten von persönlicher Geschichte und Erinnerung mit denen seiner Vision des Alls verquickt. Der WDR zeigt den Film heute um 23.15 Uhr und mehr über ihn findet sich hier. (kst)

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Foto: © WDR

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