Motel

Motel

Bereits der beengend wirkende Vorspann, in dem die Schriftzüge und Buchstaben einem Labyrinth ohne Ausgang gleichen, durch das man geführt wird, lässt den Rahmen erahnen, in welchem Nimród Antal seine Protagonisten, David und Amy Fox, einen nicht enden wollenden Albtraum durchleben lässt. Eine Autopanne zwingt das kurz vor der Scheidung stehende Ehepaar, in einem fernab von jeglicher Zivilisation liegenden Motel abzusteigen und dort die Nacht zu verbringen. Die beiden sehen  sich alsbald in einem schier unausweichlichem Katz und Maus Spiel gefangen, in dem sie als Opfer ihrer perversen Peiniger fungieren, die sich an der mitdokumentierten Hatz ergötzen. Die seit jeher währende Angst des Menschen vor dem Unbekannten, enge Räume, die wie ein nicht zu durchbrechender Käfig wirken, die ständige Flucht, das Gefühl seinen Verfolgern hilflos ausgeliefert zu sein und sich in einem Zustand der Ohnmacht zu bewegen; all diese Elemente verknüpft Nimród Antal, indem er die Mörder gut die Hälfte des Films als gesichtslose Bedrohung darstellt und die Gefühlsebene der Opfer in den Vordergrund rückt. Somit schafft er Platzhalter auf der Bildebene und bietet gleichzeitig Raum, ein eigenes Bild im Kopf zu erzeugen. Durch das erzielte Verhältnis von Selbstimagination seitens der Zuschauer und einschlägigen Bildern kann Motel (Vacancy,2007) seine Wirkung als Horrorthriller eindrucksvoll entfalten. (tei)

Sendetermine

, SAT.1

, ProSieben

, ProSieben

, Kabel Eins

, Kabel Eins

, ProSieben

, ProSieben

, Pro 7

, Pro 7

, Pro 7

Kommentare zu „Motel“

Es gibt bisher noch keine Kommentare.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.