Madonnen

Noch bevor sie durch ihre Rolle in Hans-Christian Schmids Requiem  deutschlandweit bekannt wurde, übernahm Sandra Hüller die Hauptrolle in Maria Speths zweitem Spielfilm Madonnen.

Madonnen

Sie spielt Rita, eine fünffache Mutter, die in einer Berliner Hochhaussiedlung in den Tag hinein lebt und eine Beziehung mit einem schwarzen amerikanischen Soldaten beginnt. Hüllers Spiel verleiht dieser Figur eine eigentümlich souveräne Aura und es verhindert von Anfang an, dass /Madonnen/ sich in die Muster des klassischen Sozialdramas fügt, das seine Figuren als Probleme definiert, die es zu lösen gilt. Statt dessen entwirft der elliptisch erzählte Film, der dem Zuschauer so manche entscheidende narrative Information lange vorenthält, in der Betontristesse, in der sich Ritas Leben abspielt, kleine Inseln der Utopie, etwa, wenn Ritas Kinder sich während der Abwesenheit der Mutter der Wohnung bemächtigen und in ihr eine alternative soziale Ordnung installieren. Madonnen gehört zu den interessantesten deutschen Filmen der letzten Jahre. (lf)

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