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Twilight – Biss zum Morgengrauen

Die Verfilmung der Jugend-Vampir-Romane von Stephenie Meyer ist ganz auf Teenager gerichtet. Vom Vampir-Genre bleibt dabei nicht viel übrig, stattdessen verströmt der Film eine konservative Botschaft.

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Wenn man mitten in der Pubertät ist, fühlt man sich bekanntlich oft nicht so ganz bei sich. Weder bei sich, noch bei anderen, um genau zu sein. Man hat ja als Einziger auf der ganzen Welt die größten Probleme eben dieser Welt, und in der Schule ist man auch noch der Außenseiter. Wenn man außerdem eine pubertierende Filmfigur ist, geht es einem vielleicht sogar wie der halbwüchsigen Tochter Violet aus dem Animationsfilm Die Unglaublichen (The Incredibles, 2004), deren Superkraft darin bestand, um sich herum eine unüberwindbare Kugel erschaffen zu können, eine Trickfilmvisualiserung des Lasst-mich-in-Ruhe, das auch die meisten nicht mit Superkräften geschlagenen Familien zu hören bekommen.

Oder aber man ist ein Vampir. Der Mythos des Blutsaugers ist bekanntlich ebenfalls eine treffende Metapher für Einsamkeit und Andersartigkeit. Die sensationell erfolgreichen Romane von Stephenie Meyer funktionieren so. Man erhebe alltäglichen Teenagerfrust auf eine popkulturelle Ebene und mache sich den Rattenschwanz, den eine ganze Literatur- und Filmgeschichte mit sich bringt, zunutze. In der Fernsehserie Buffy (1997-2003) wurde aus diesem Rezept eine freche, liberale und viele Formen aufgreifende Umdeutung. In Twilight aber wird, ganz wie von selbst, aus einem voller erotischer Verderblichkeiten steckenden Genre eine biedere Romanze.

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Edward heißt der schöne junge Mann (Robert Pattinson), der sogleich die Aufmerksamkeit von Bella (Kristen Stewart) erregt, die wiederum neu an der Schule ist und sich selbst noch als Außenseiterin fühlt. Edward lebt mit seiner stets blassen Vampirfamilie ein ruhiges Leben, man hat den eigenen Gelüsten abgeschworen und ernährt sich von Tierblut. „Wir verstehen uns als Vegetarier“, scherzt Edward. Aber unterschwellig geht es nicht darum, dem Blutsaugen abzuschwören, sondern dem vorehelichen Geschlechtsverkehr.

„I don’t know if I can control myself“, sagt der nur ein klein wenig lüstern über Bella gebeugte Edward. Und: „I am dangerous.“ Und: „I want to kill you.“ Es klingt wie in der berühmten Schlussszene von Manche mögen’s heiß (Some Like It Hot, 1959), wenn Bella erwidert: „I don’t care.“ Aber natürlich beherrscht sich der gute Edward, und Hals und Hymen des tapferen Mädchens bleiben unversehrt.

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Mit intakten Jungfernhäutchen hat Regisseurin Catherine Hardwicke Erfahrung: Zuletzt verfilmte sie die Geschichte von Maria und Josef (Es begab sich aber zu der Zeit, The Nativity Story, 2006). Zuvor aber hatte sie sich mit Thirteen (2003) und Lords of Dogtown (2005) in die Welt von Heranwachsenden begeben. Auch in Twilight nähert Hardwicke sich der Boys- und Girls-Welt mit dem Gespür fürs Wesentliche. Sie verfolgt die schüchternen Blicke zwischen den Liebenden, und sie entdeckt in den gestanzten Nebenfiguren herkömmlicher Highschool-Geschichten wenigstens etwas Individualität. Kristen Stewart als Bella, auch sie fahler geschminkt als die „normalen“ Kids, gewinnt dem zugleich sehnsüchtigen und versperrten Charakter ihrer Figur einige Intensität ab – wie schon in ihrem kleinen Part in Into the Wild (2007), wo sie sich unglücklich in den zivilisationsmüden Protagonisten verliebt hatte. Filmpartner Robert Pattinson wiederum ist bereits zum Mädchenschwarm geworden: Ein netter Vampir (sprich: ein netter Junge), wo gibt es so etwas im wirklichen Leben einer Dreizehnjährigen schon?

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Die Verfilmung eines Buches mit Millionenauflagen und riesiger Fangemeinde wird ganz automatisch zu einem Erfolg. So war es mit Twilight in den USA, so wird es in Deutschland sein. Die Fortsetzung mit dem Titel New Moon soll im November 2009 kommen, Regie wird Chris Weitz führen (Der Goldene Kompass, The Golden Compass, 2007).

Kritik von Thorsten Funke

Fotos: © Concorde Filmverleih

Veröffentlicht am 18.12.2008



Film-Angaben:

Titel: Twilight - Biss zum Morgengrauen (Twilight)
USA 2008
Laufzeit: 122 Minuten
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Regie: Catherine Hardwicke
Drehbuch: Melissa Rosenberg
von: Stephenie Meyer
Produktion: Wyck Godfrey, Mark Morgan, Greg Mooradian
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Billy Burke, Ashley Greene, Nikki Reed, Jackson Rathbone, Kellan Lutz, Peter Facinelli, Cam Gigandet, Taylor Lautner, Anna Kendrick, Michael Welch, Justin Chon
Kamera: Elliot Davis
Musik: Carter Burwell
Schnitt: Nancy Richardson

Kinostart: 15.01.2009

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DVD-Angaben:

Titel: Twilight - Biss zum Morgengrauen
Vertrieb: EuroVideo
Bild: 2,35:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Spieldauer: 117 Minuten

Extras: Laufzeit Bonusmaterial: ca. 155 Minuten; mehrere Original-Trailer & Teaser, Sneak Peek Trailer, Deutscher Trailer & Teaser; Programmtipps; Making Of; 5 erweiterte Szenen; 5 entfernte Szenen; Das Phänomen Comic Con; Comic Con New York Sneak; Zu Edward werden; Zu Bella werden; Musik; Catherine Hardwickes Montage: Vampire’s Kiss; Eine Unterhaltung mit Stephenie Meyer

Verleih ab: 02.06.2009
Verkauf ab: 10.06.2009





 




Kommentare

 

Michelle aus Krefeld

Sonntag, 17-01-10 18:36

-:- HALLO -:- Siind wiir mal ehrliich Twilight ist endlich mal wieder was mit liebe,action und gefühlen und nicht zu vergessen hindernissen. So einen Vampir an seiner seite wünscht sich inzgeheim doch jedes Mädchen Edward verkörpert doch die schönheit pur.... Und bella ist auch nicht anders sie ist bildschön....... Und Jakob passt super in die geschichte XD Ich würde mir wünschen das mehr ...

Mel

Freitag, 13-11-09 23:22

Hi, also ich finde es sehr,sehr schade das die Verfilmung dieser tollen Bücher so lachhaft ist. Wer die Bücher gelesen hat wird mich verstehen!!! Ich kann mir vorstellen das es nicht einfach ist bestimmte Gefühl im Film herrüber zu bringen aber das was man beim lesen empfindet diese Spannung, den Schmerz, die Liebe usw. findet man nicht im Entferntesten im Film.

Lena und Maria aus Burghausen

Sonntag, 11-10-09 16:14

Der coolste Film wir wissen alles wir kennen Robert Pattinson sogar persönlich

Lena aus Burghausen

Mittwoch, 30-09-09 13:57

Ich weiss schon was im 4.Teil passiert

Lena aus Burghausen

Dienstag, 29-09-09 19:12

Der Film ist eivach super ich hab in schon so oft gehsehen er wird mir aber nie langweilig Ich geh auch im Kino den 2.Teil ankucken

Kevin

Mittwoch, 23-09-09 15:51

Als ich den Film gesehen habe, habe ich sofort an 3 Sachen gedacht. 1. Der Film geht sehr stark nach dem Buch. Natürlich so soll es auch sein^^ aber ich denke das die "Nichtleser des Buches" wahrscheinlich nur die Hälfte verstanden haben. Aber dieser Film ist ja auch eine Buchverfilmung daher hat das schon seine Richtigkeit. 2. Ok jetzt nicht böse sein, Fans der Schauspielerin. Ich finde die Schauspieler mehr ...

Nanii aus Wilhelmshaven

Montag, 21-09-09 12:48

Na ihr C: ich fand den film einfach nur geiL !!!! ich aheb mir den so oft angeguckt das ich totaL auf den fiLm steh ich bin eigentlich eine die auf solche vampier filme nicht steht aber der ist totaL cooL meine ganzen freund und cih stehn totaL auf den fiLm aber das ende ist bisschen najaa. aber trotzdem ist der gaiiL

maria

Sonntag, 06-09-09 22:44

ich hab noch nie einen so schlechten film gesehen. ich musste im kino an den unpassensten stellen laut lachen, weil alles einfach nur so lächerlich war. die bücher waren einsame spitze, ich habe sie gleiebt. selbst wenn ein film nicht perfekt dem buch nachgeahmt sein muss, ist der film einfach nur völliger müll. schlimm sind auch die völlig deplazierten schauspieler, die für etwas gefeiert mehr ...

Ela aus Karlsruhe

Samstag, 11-07-09 14:31

Ich bin sehr enttäuscht vom Film... Ich hab alle 4 Bücher zwei mal gelesen und den Film zwei mal angeschaut. Jedoch hat der Film mit den Büchern nur die Grund Struktur gemeinsam, ich bin enttäuscht und hoffe das der neue Regisseur es im 2. Teil besser hinbekommt. Stephanie Meyer hat z.B. nicht einmal in ihrem Buch was von fliegenden Vampieren geschrieben und dennoch fliegt Edward ganz locker mehr ...

^^^^^^

Sonntag, 05-07-09 13:35

Naja, ich kann nicht viele Auskünfte geben ob der Film zu den Büchern passt,da ich die Bücher nicht gelesen und den Film lediglich 1mal angeschaut habe. Ich wurde gewissermassen "gezwungen" von meiner Freundin mit ihr den Film anzusehen. Da ich meine Freundin sehr liebe war das ein schöner "Kuschelfilm", jedoch weiter nichts. Bin eben auch so einer der auf "Metzlereien" steht. Ich muss zugeben mehr ...

 

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