Teufelskicker

In Granz Henmans Kinderbuchverfilmung dreht sich alles um den Fußball – mit viel Ballakrobatik und wenig Mut zum Risiko.

Teufelskicker

Frauke Nahrgangs Kinderbuchreihe Die Teufelskicker rund um die Kicker aus der Grundschule kombiniert sportliche Grundwerte wie Fairness, sportiver Elan und Teamgeist derart erfolgreich mit dem Alltag von Schülern, dass das Werk auf bereits zwölf Bände angewachsen ist und auch als Hörspielreihe verlegt wird.

So war es aus merkantiler Sicht nur folgerichtig, im Jahr der Fußball-WM auch den Film zum Buch herauszubringen. Verfilmt wurde nun unter der Regie von Granz Henman (Kein Bund fürs Leben, 2007) der erste Band der Romanreihe: Der zwölfjährige Moritz (Henry Horn) lebt für den Fußball und spielt im Kinder- und Jugendverein, der von seinem Vater (Benno Fürmann) trainiert wird. Als die Ehe der Eltern in die Krise gerät, zieht Moritz mit seiner Mutter (Diana Amft) zu Großvater Rudi (Reiner Schöne). Neue Stadt, neue Schule, kein Fußballverein mehr – kurz: aus Sicht des Jungen eine unüberwindbare Anhäufung von Problemen. Doch bald schart Moritz eine Gruppe gleichgesinnter Außenseiter um sich – darunter als einziges Mädchen die fußballbegeisterte Catrina (Cosima Henman). Und natürlich gewinnen die „Teufelskicker“, wie sich die Mannschaft alsbald nennt, am Ende den Pokal, Moritz gewinnt Selbstvertrauen und die Eltern finden wieder zueinander – alles in allem eine runde Sache.

Teufelskicker

Teamgeist, Wettbewerb und Fairness – das sind denn auch die vordergründigen Themen von Henmans Film. Um diese Werte arrangiert die Adaption von Christoph Silber (Nordwand, 2008) die Handlung des Buches, wobei Konflikte und Figurenzeichnung recht zweitrangig erscheinen. Sicherlich ist zu hinterfragen, wo die kindgerechte Problematisierung etwa von Ehekrisen der Eltern oder der Integrationsprobleme von Kindern im neuen Umfeld ihre Grenzen haben sollten. Jedoch mutet Henmans Film seinen jungen Zuschauern diesbezüglich so wenig zu, dass sich der Eindruck einstellt, der Film sei von der Idee beseelt, etwas ähnlich Rundes und in seinem Lauf Widerstandsfreies wie einen Fußball zu schaffen. Warum Moritz’ Vater einen Fehler gemacht hat, indem er ein Techtelmechtel mit seiner Sekretärin eingeht, wieso Moritz’ Mutter daher sofort mit dem Knaben zu ihrem Vater  – einer an sich bereits problemgezeichneten Gestalt – ziehen muss, wie es allgemein um die eigentliche Reife der Eltern bestellt ist, das sind beispielhafte Fragen, die der Film zwar andeutet, aber mit großer Entschlossenheit schließlich ausspart. Was bleibt, sind altbekannte Klischees, die in bewährten Funktionsparametern der Typen-Klamotte temporeich und glatt aneinandergereiht werden.

Teufelskicker

Dabei bietet die Vorlage auch hinreichend Besinnliches: Wenn beispielsweise der 13-jährige Alex Moritz unter Tränen gesteht, dass er einst für ein Fußballspiel seinen kleinen Bruder in der Wohnung unbeaufsichtigt allein ließ, und dieser infolgedessen beim Spielen zu Tode kam – dann appelliert dies kritisch an das Verantwortungsgefühl. Im Film endet Alex’ Geständnis mit der Feststellung, das Spiel selbst aber sei großartig gewesen. Intentionen und Wirkungen geraten hier schon mal mächtig durcheinander.

Offenbar soll Teufelskicker aber ein Film für Jung und Alt sein, weshalb sich einige der Gags auch an die Eltern richten, die allerdings – mangels Erfahrungsreferenz – für Kinder völlig ungenießbar sein dürften: etwa wenn sich die Mutter Moritz aus dem Hintergrund nähert, während dieser einen Fußball aufpumpt. Das bringt die Mutter in sichtliche Verlegenheit, glaubt sie doch, den Sohnemann beim Onanieren ertappt zu haben.

Teufelskicker

Wenn im Finale Moritz’ Mutter als Trainerin wider Willen ihre Mannschaft mit Kochrezepten anfeuert, dann dürften selbst die begeistertsten Jungkicker skeptisch die Stirn runzeln. So bleiben die akrobatischen Ballkünste der jungen Darsteller am Ende der einzig vordergründige Schauwert dieses Films, der nur einen Zweck erfüllen soll: das K(l)assenziel zu erreichen.

Trailer zu „Teufelskicker“


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Kommentare


Teufelskicker

Geht mit euren Kindern einfach zum Fussball wenn euch so etwas gefällt.
Der Film ist einfach nur schlecht .
Bis auf einige Szenen die die Zuschauer unter 15Jahren einfach überfordern.
Einige Szenen sind Filmreif und werden so auch gut umgesetzt .
Dann dazwischen wieder dieses gelabere von Scheidung und zwischenmenschlichen Problemen.
Einzig der kleinste im Film "Manager" überzeugt durch seinen Grippevirus.
Der Werbung und dummen Leuten dank wird es der Film in die Top Ten schaffen ...


Markus West

Wo bin ich da nur mit meinen Jungs hingekommen ?
Wir haben im Kino einen neuen Rekord aufgestelllt 7en mal Pipi in einem Film .
Danach waren die Jungs nicht mehr zu halten und wollten sich schon im Kino schlagen ...
Einzig die Szenen der Parcourtjungs waren Klasse .
Denke der Film sollte ab 12Jahren sein , nur für Mädchen die in der selben Reihe mussten nur 4mal .
Wie kann man nur solch viele Themen in einem Film mischen ?
Einfach ein Film den niemand sehen will .

5 von 100 Punkte .

Die Jungs hätten mehr Spass gehabt , hätten wir die Cents vor die Säue geworfen.


ijhfffffffadsööööö

Ich fand den Film perfeckt er war mit viel liebe und natürlich mit Fußball.Ich würde den Film weiter empfelen


teufel

Ich fand den film sehr gut.Henry(moritz)hat seine rolle echt gut gespielt.Fußball ist einfach nur geil!Ich liebe Fußball über alles.Ich weiß nicht was ich ohne Fußball machen würde.






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