USA 2004. Regie: Mike Nichols. Mit: Jude Law, Natalie Portman, Julia Roberts, Clive Owen Start:
Wer nach Ocean’s Twelve (2004) eigentlich eine Julia-Roberts-Pause einlegen müsste, kann dennoch entspannt in Hautnah gehen, denn es handelt sich nicht um ein Starvehikel für die junge Mutter. In der seltenen Konstellation mit drei weiteren, gleichgestellten Hauptdarstellern ist Roberts Teil eines Viererensembles. Neben ihr spielen Clive Owen, Jude Law und Natalie Portman in einer außergewöhnlichen Bühnenverfilmung. weiter
USA 2004. Regie: Taylor Hackford. Mit: Jamie Foxx, Kerry Washington Start:
Ein zu 90 Prozent verbürgter Film über Ray Charles? Taylor Hackford präsentiert einen handwerklich soliden Versuch das Leben von Ray bis zu seiner Verhaftung wegen Drogenbesitzes psychologisch motiviert darzustellen. Die Vielschichtigkeit des Lebens des legendären Musikers - von einem glänzenden Jamie Foxx verkörpert - erscheint dabei jedoch als etwas zu determiniert. weiter
F, D 2004. Regie: Claude Chabrol. Mit: Benoit Magimel, Laura Smet Start:
Zwischen Philippe (Benoit Magimel) und Senta (Laura Smet) entsteht in kürzester Zeit eine intensive, gar mystische Liebesbeziehung. Claude Chabrol inszeniert sie in einem Spiel mit den Konventionen der Komödie und des Thrillers, schafft damit aber kaum mehr als ein Übergangswerk. weiter
Salma Hayek und Pierce Brosnan spielen ein Diebes- und Liebespaar, das sich nach einen Diamantenraub zur Ruhe setzen will. Die Idylle auf einer tropischen Insel entpuppt sich jedoch als Hort der Langeweile... After the Sunset führt wenig unterhaltsam fast sämtliche Stereotypen der Meisterdiebe-Filme vor und kommt am Ende genau da wieder an, wo er am Anfang schon nicht sein wollte. weiter
DK, NO, S, GB 2003. Regie: Per Fly. Mit: Ulrich Thomsen, Lisa Werlinder Start:
Nach Die Bank (Bænken, 2000), dem ersten Film einer Trilogie über die dänische Gesellschaft, erzählt Per Fly nun, wie ein Industriellensohn (Ulrich Thomsen – Festen) sein Leben zugunsten der Fabrik seines Vaters opfert. Über ein bürgerliches Portrait hinaus erzählt Das Erbe den universellen Konflikt zwischen Selbstverwirklichung und Pflichtgefühl. Auf dem Festival von San Sebastian wurde der Film für das beste Drehbuch ausgezeichnet. weiter
USA, E 2003. Regie: Oliver Stone. Mit: Oliver Stone, Fidel Castro Start:
Oliver Stone besucht Fidel Castro auf Kuba und in einem dreitägigen Interview-Marathon reden sie über Gott und die Welt. Auch wenn in dem Gespräch nicht viel Sensationelles zu erfahren ist, eines ist sicher: Oliver Stone hat in Castro einen Kumpel gefunden. Die Chemie zwischen altgedientem Politiker und altgedientem Regisseur scheint für beide aufzugehen. weiter
Mit House of Flying Daggers schafft Zhang Yimou ein garantiert vieldiskutiertes Gegenstück zu seinem Meisterwerk Hero. Er schickt Andy Lau und Takeshi Kaneshiro in den Kampf um Zhang Ziyi, der sich als entscheidende Spiegelschlacht eines ganzen Volkes entpuppt. Bombastisch! weiter
Gwyneth Paltrow spielt Sylvia Plath, eine der bedeutendsten amerikanischen Schriftstellerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war mit dem englischen Lyriker Ted Hughes verheiratet und nahm sich mit nur 30 Jahren 1962 das Leben. Sylvia konzentriert sich jedoch zu sehr auf das Paar Plath/Hughes und verliert dabei manchmal die Titelheldin aus den Augen. weiter
Weil sie sich in der Tür geirrt hat, vertraut Anna dem Steuerberater William Faber ihre Eheprobleme an. Zwischen dem vermeintlichen Psychoanalytiker und seiner attraktiven Klientin entspinnt sich eine Beziehung voller Rätsel und erotischem Verlangen. Der Film besticht durch ein erstklassiges Schauspielerduo, enttäuscht aber durch manch plattes Klischee. weiter
HOK 2004. Regie: Wong Kar Wai. Mit: Tony Leung Start:
Während er in seinem Hotelzimmer an einem Science-Fiction-Roman schreibt, verliert sich der Schriftsteller Chow (Tony Leung) zunehmend in einem Strudel von Erinnerungen an verflossene Affären. Der neue Film des Kultregisseurs Wong Kar Wai ist ein hoch stilisiertes Meisterwerk über die Neurosen der Liebe, das filmästhetisch radikal, wie subtil die Innenwelt seiner Hauptfigur erforscht. Dabei zeichnet er ein düsteres Bild der Vereinsamung des modernen Menschen und reflektiert gleichzeitig die politisch-kulturelle Situation Hongkongs. weiter