Neu auf critic.de

Der Maschinist – Kritik

Trevor Reznik befindet sich geradewegs auf dem Highway to Hell in die Tiefen seiner eigenen Seele. Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust und Paranoia treiben ihn in den Wahnsinn. Seine Passion führt den Maschinisten schließlich zur Konfrontation mit sich selbst. Brad Anderson visualisiert das Delirium des beinahe selbstmörderisch von Christian Bale inkarnierten Protagonisten in Räumen, die fast durchgehend als Labyrinthe fungieren. Neben der im dunkelsten Farbspektrum gehaltenen alptraumhaften Optik garantiert die perfekt konstruierte Geschichte einen der elektrisierendsten Filme des Jahres. Filmkritik 

Session 9 – Kritik

The Machinist ist der bislang einzige von sechs Spielfilmen des Regisseurs Brad Anderson, der in deutschen Kinos startet. Seine Filme liefen bislang auch in den USA nur in ausgewählten Kinos, wurden zwar ebenso außerhalb der amerikanischen Grenzen auf etlichen Festivals vorgestellt, schafften es aber kaum auf reguläre Kinopläne. Mit seinem vorletzten Film, Session 9 (2001) lieferte Anderson bereits einen stilsicheren Schocker, der als Wegbereiter zu The Machinist zu verstehen ist. Bei critic.de können Sie exklusiv auch die Kritik zu Session 9 lesen. Filmkritik 

Mann unter Feuer – Kritik

„Gott vergibt ihnen, nicht ich. Ich führe sie nur zusammen.“ Tony Scott schickt Denzel Washington in zum Teil betörenden Bildern auf die reaktionärste und faschistoideste Reise ins Jenseits, die er sich ausdenken konnte. Fast im Vorbeigehen inszeniert er dabei die Dekonstruktion des postmodernen Kinos schlechthin. Filmkritik 

Die Bourne Verschwörung – Kritik

Matt Damon jagt wieder als unehelicher Schwiegerneffe von James Bond seiner Vergangenheit und den Schurken dieser Welt hinterher. Dabei bahnt er sich diesmal schon nach der ersten Viertelstunde ohne Franka Potente seinen Weg. Die kaum von Handlung unterbrochene Jagd des Solisten, vor allem durch Berlin und Moskau, geriert ob handwerklicher Mängel der Filmemacher schnell zur Persiflage von Die schönsten Bahnstrecken. Filmkritik 

Status Yo! – Kritik

In seinem Kinodebüt, einem musikalischen Episodenfilm, begibt sich Till Hastreiter 24 Stunden in die Berliner HipHop Szene und vermittelt einen authentischen und undistanzierten Einblick in das Lebensgefühl einer der wichtigsten gegenwärtigen Jugendkulturen. Filmkritik 

Der Manchurian Kandidat – Kritik

Golfkriegsveteran Bennett Marco (Denzel Washington) plagen Alpträume, die ihm realer scheinen als seine vermeintliche Erinnerung. Als sein früherer Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) zum Vizepräsidenten aufsteigt, wittert er eine Verschwörung, in deren Mittelpunkt Raymonds Mutter Eleanor (Meryl Streep) zu stehen scheint. Unter der Regie Jonathan Demmes verkommt dieses Remake eines John Frankenheimer Films zum lächerlich-belanglosen Mutter-Sohn Konflikt mit patriotischen Anklängen. Filmkritik