Der berühmte französische Wallfahrtsort wird in Jessica Hausners neuem Film Lourdes zum Spielfeld eines auf sein Außen hin fast perfekt abgedichteten Autorenkinos. Kritik
USA 2009. Regie: Antoine Fuqua. Mit: Richard Gere, Don Cheadle Start:
Von der Unmöglichkeit, ein guter Cop in Brooklyn zu sein: In seinem düsteren Polizei- und Gangsterthriller erzählt Regisseur Antoine Fuqua die Geschichten dreier Männer, die an den Realitäten ihres Lebens scheitern. Kritik
USA 2009. Regie: John Lee Hancock. Mit: Sandra Bullock, Tim McGraw Start:
Der Aufstieg eines armen Schwarzen zum gefeierten Football-Star: Blind Side vollführt eine gefährliche Gratwanderung zwischen Feel-Good-Movie und einer latent rassistischen Moral. Kritik
D 2009. Regie: Maximilian Erlenwein. Mit: Fabian Hinrichs, Frederik Feinermann Start:
VoD: Schwerkraft gleicht dem blutbefleckten Anzug seines Hauptdarstellers. Stilvolles, großartig inszeniertes Kino mit kleinen Ungereimtheiten, das Fabian Hinrichs wie auf den Leib geschneidert scheint. Kritik
USA 2010. Regie: Pierre Morel. Mit: John Travolta, Jonathan Rhys-Meyers Start:
Luc Bessons neue Kooperation mit Regisseur Pierre Morel lässt John Travolta als CIA-Agenten auf die Kriminellen von Paris los. Das fetzt und knallt gewaltig, ist politisch aber nicht unproblematisch. Kritik
USA 2009. Regie: Lee Daniels. Mit: Gabourey Sidibe, Mo`Nique Start:
Lee Daniels Sozialdrama über ein schwarzes Mädchen in Harlem ist erschütternd und unerträglich schonungslos – es verlangt dem Zuschauer vieles ab und belohnt mit menschlicher Wärme und Würde. Kritik
USA 2010. Regie: Allen Coulter. Mit: Robert Pattinson, Emilie de Ravin Start:
Regisseur Allen Coulter und seine überzeugenden Darsteller nehmen mutig den Kampf gegen ein arg konstruiertes Drehbuch auf. Erst am Ende wird klar, dass sie dabei nur verlieren können. Kritik
USA 2010. Regie: Paul Greengrass. Mit: Matt Damon, Greg Kinnear Start:
Ein vermeintlicher Antikriegsthriller, der doch nur eine weitere Kriegsheldengeschichte ist: Warum die Dinge meist doch das sind, wonach sie aussehen. Kritik
USA 2010. Regie: Kirk Jones. Mit: Robert De Niro, Drew Barrymore Start:
In diesem Remake des italienischen Films Allen geht’s gut (Stanno tutti bene, 1990) von Guiseppe Tornatore spielt Robert de Niro die Rolle, die damals von Marcello Mastroianni verkörpert wurde. Kritik
USA 2010. Regie: Scott Stewart. Mit: Paul Bettany, Lucas Black Start:
Visual-Effects-Spezialist Scott Stewart nimmt auf dem Regiestuhl Platz und fährt für sein Debüt einiges auf: Während Gott sich längst von seiner Schöpfung abgewendet hat, streiten zwei Erzengel um die Zukunft der Menschheit. Kritik
USA 2008. Regie: Sacha Gervasi. Mit: Steve „Lips“ Kudlow, Robb Reiner Start:
Voller Enthusiasmus in leeren Hallen: Sacha Gervasis Dokumentation über eine notorisch erfolglose Metal-Legende ist so tragikomisch wie liebevoll. Kritik
USA, GB 2010. Regie: Martin Campbell. Mit: Mel Gibson, Ray Winstone Start:
In Martin Campbells Kinoadaption seiner erfolgreichen BBC-Krimiserie gibt Mel Gibson sein Darsteller-Comeback als verzweifelter Vater, der den Mord an seiner Tochter aufklären will. Kritik
D 2009. Regie: Marc Rensing. Mit: Christoph Letkowski, Nora von Waldstätten Start:
Nach Yamakasi (2001) und Ghettogangz (2004), versucht sich Marc Rensing mit Parkour an der ersten deutschen Langfilm-Rezeption des gleichnamigen Trendsports aus Frankreich. Kritik
F 2009. Regie: Jacques Audiard. Mit: Tahar Rahim, Niels Arestrup Start:
VoD: Mit dem konsequent aus dem Gefängnis heraus erzählten Gangsterfilm Ein Prophet gelingt Jacques Audiard eine interessante Fortsetzung seines ausgezeichneten Werkes. Kritik
E 2009. Regie: Alejandro Amenábar. Mit: Rachel Weisz, Max Minghella Start:
Spanien schreibt Geschichte. Mit Amenábars Epos lanciert die iberische Halbinsel eine der bisher teuersten Produktionen des Landes und den gewagten Versuch ein ganzes Genre umzuwälzen. Kritik
In fünf sich kreuzenden Geschichten erzählt Ajami vom angespannten Verhältnis zwischen Juden, Muslimen und Christen in einem israelischen Vorort. Kritik
USA 2009. Regie: Scott Cooper. Mit: Jeff Bridges, Maggie Gyllenhaal Start:
Jeff Bridges, für diese Rolle mit dem Golden Globe prämiert und für den Oscar nominiert, porträtiert eindrucksvoll einen alternden Countrysänger, der schon bessere Tage gesehen hat. Kritik
USA 2010. Regie: Tim Burton. Mit: Johnny Depp, Mia Wasikowska Start:
Tim Burtons recht freie Adaption von Lewis Carrolls Klassikern bezaubert mit visuellen Effekten, Witz und Charme – auch wenn sich Carroll-Puristen ärgern dürften. Kritik
D 2009. Regie: Matti Geschonneck. Mit: Gudrun Ritter, Michael Gwisdek Start:
Wer hat den Fisch-Winkler ermordet? Und wer darf sich „wahrer Kommunist“ nennen? Die Verfilmung des Romans Boxhagener Platz beschwört Spartakusbund und Erbsensuppe herauf und verströmt Berliner Kiez-Luft aus den Babelsberger Filmstudios. Kritik
USA 2009. Regie: Grant Heslov. Mit: George Clooney, Ewan McGregor Start:
Die Rückkehr der Jedi-Ritter – Grant Heslov präsentiert in seiner absurden Militärsatire die furchtbarste Waffe der US-Armee: eine paranormale Psychokämpfertruppe aus New-Age-Hippies. Kritik
Tim Burton und Timur Bekmambetow spielten Geburtshelfer bei Shane Ackers düsterem, abgründigem Endzeitdrama – ein computeranimiertes Puppenspiel aus einer menschenleeren Welt. Kritik
USA 2009. Regie: Rob Marshall. Mit: Daniel Day-Lewis, Marion Cotillard Start:
Penélope Cruz zieht sich aus. Lasziv, singend. In hell ausgeleuchteten Nahaufnahmen, aus willkürlichen Blickwinkeln, im Stil eines hektischen Musikvideos und ohne jegliches Mysterium. Kritik
Weil die georgische Regisseurin Nana Djordjadze einst vom Blitz getroffen wurde, hat sie ein Meteorologen-Märchen für Erwachsene gedreht. Das plätschert allerdings mehr seicht dahin, statt kräftig einzuschlagen. Kritik
USA 2010. Regie: Allen Hughes, Albert Hughes. Mit: Denzel Washington, Gary Oldman Start:
Der Wanderer in der Wüste: in ihrem Postapokalypse-Western schicken die Hughes-Brothers Denzel Washington auf zivilisationserhaltende Mission – mit messianischem Anspruch und unerschütterlichem Ernst. Kritik
USA 2009. Regie: Clint Eastwood. Mit: Morgan Freeman, Matt Damon Start:
Im Juni 1995, ein Jahr, nachdem Nelson Mandela zum Präsidenten gewählt worden war, gewann Südafrika die Rugby-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Clint Eastwood erzählt in Invictus - Unbezwungen, wie Mandela den Sport nutzte, um sein gespaltenes Land wenigstens im Stadion und vor den Fernsehern zu einen. Kritik
D 2010. Regie: Doris Dörrie. Mit: Gabriela Maria Schmeide, Natascha Lawiszus Start:
Schwerfällig mitten im Leben: In ihrem neuen Film versucht sich Doris Dörrie am Porträt einer resoluten Frau und erstmals an einem fremden Drehbuch. Kritik
D 2009. Regie: Michael Dreher. Mit: Nikolai Kinski, Katharina Schüttler Start:
Verwirrstück in den Abgründen der Schuld – Michael Drehers Die zwei Leben des Daniel Shore ist ein frustrierend unentschlossener Film, aber beeindruckend entschlossen inszeniert. Kritik
NO, DK, D 2009. Regie: Joachim Rønning, Espen Sandberg. Mit: Aksel Hennie, Agnes Kittelsen Start:
Vom Sinn des Kämpfens: Mit dem Biopic um den norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus demonstrieren Joachim Rønning und Espen Sandberg das Zerbrechen eines Helden am Mechanismus des Krieges. Kritik
S, DK, D 2009. Regie: Daniel Alfredson. Mit: Noomi Rapace, Michael Nyqvist Start:
Die Verfilmung des zweiten Romans aus Stieg Larssons Bestseller-Trilogie Millennium rückt die Hackerin Lisbeth Salander in den Mittelpunkt eines komplexen Thrillers. Kritik
F, D, GB 2009. Regie: Xiaolu Guo. Mit: Lu Huang, Wei Yi Bo Start:
Warum das Porträt eines chinesischen Teenagers beim vergangenen Filmfestival von Locarno den Hauptpreis gewann, erscheint beinah so rätselhaft wie die Protagonistin des Debütfilms.Kritik
F 2009. Regie: Philippe Lioret. Mit: Firat Ayverdi, Vincent Lindon Start:
Das klassische Drama über einen kurdischen Migranten, seinen Schwimmlehrer und die Überquerung des Ärmelkanals wurde in Frankreich unversehens zum Politikum. Kritik