D, Ö 2004. Regie: Hans Weingartner. Mit: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg Start:
Nach seinem Debüt, dem psychologischen Drama Das weiße Rauschen (2001), überrascht Hans Weingartner jetzt mit einer politischen Komödie: Eine Gruppe junger Idealisten von heute entführt einen alten Idealisten von gestern – die Liebe spielt dabei aber die größte Rolle. Ein sehenswerter Film, der vor allem durch die schauspielerischen Leistungen überzeugt. weiter
USA 2004. Regie: Terry Zwigoff. Mit: Billy Bob Thornton, Tony Cox, Lauren Graham Start:
VoD: Aus Scrooge und Grinch mache Bad Santa. Was sich wie ein todsicheres Weihnachtsrezept liest, hätte leicht zu einer stillosen Parodie oder einem pathetischen Machwerk werden können, wenn nicht Terry Zwigoff (Crumb, 1994 und Ghost World, 2000) die Regie übernommen hätte. Mit einem tollen Ensemble und treffsicheren Pointen rettet er Weihnachten. weiter
USA, E 2004. Regie: Brad Anderson. Mit: Christian Bale, Jennifer Jason Leigh Start:
Trevor Reznik befindet sich geradewegs auf dem Highway to Hell in die Tiefen seiner eigenen Seele. Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust und Paranoia treiben ihn in den Wahnsinn. Seine Passion führt den Maschinisten schließlich zur Konfrontation mit sich selbst. Brad Anderson visualisiert das Delirium des beinahe selbstmörderisch von Christian Bale inkarnierten Protagonisten in Räumen, die fast durchgehend als Labyrinthe fungieren. Neben der im dunkelsten Farbspektrum gehaltenen alptraumhaften Optik garantiert die perfekt konstruierte Geschichte einen der elektrisierendsten Filme des Jahres. weiter
USA 2003. Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini. Mit: Paul Giamatti, Hope Davis, Harvey Pekar Start:
American Splendor ist die Verfilmung des Lebens von Harvey Pekar, der durch seine autobiografischen Comics zum amerikanischen Antihelden und zur Kultfigur der Undergroundszene wurde. Dem Regieduo Shari Springer Berman und Robert Pulcini ist dabei eine mehrfach ausgezeichnete Mischung aus interessantem Spielfilm und informativer Dokumentation über den neurotischen Comic-Autor gelungen. weiter
F 2004. Regie: François Ozon. Mit: Valeria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss Start:
In umgekehrter Chronologie erzählt Ozon die fünf wichtigsten Momente im gemeinsamen Leben von Gilles und Marion, von der Scheidung bis zum Kennenlernen. Mit hervorragenden Darstellern und einem verblüffend einfachen Plot überzeugt der Film auch stilistisch als Zitat unterschiedlicher ästhetischer Strömungen. weiter
Ö 2003. Regie: Ruth Mader. Mit: Aleksandra Justa, Gottfried Breitfuß Start:
Der Debütfilm der österreichischen Regisseurin Ruth Mader schildert die politisch-wirtschaftliche und die zwischenmenschliche Ausbeutung. Sie erzählt in schneidend kalten Bildern ein komplexes Drama menschlicher Existenz und entlässt den Zuschauer mit dem Paradox einer pessimistischen Hoffnung. Dem auf wichtigen Festivals ausgezeichnetem Film sind viele Zuschauer zu wünschen. weiter
D, CH 2004. Regie: Andrea Schuler, Oliver Ruts. Mit: Herbert Hoffmann, Karlmann Richter, Albert Cornelissen Start:
Die drei fast 90jährigen Protagonisten von Flammend’ Herz, dem berührenden Debütfilm von Oliver Ruts und Andrea Schuler, haben eine sehr spezielle Leidenschaft: das Tätowieren. Sie hat sie zusammengebracht und verbindet sie bis heute. Der Film lässt die Männer selbst ihre Geschichten erzählen, immer auf der Suche nach einem erfüllten, selbst bestimmten Leben. Auf der Berlinale 2004 wurde Flammend’ Herz mit dem von einer deutsch-französischen Jugendjury vergebenen Preis „Dialogue en Perspective“ ausgezeichnet. weiter
D 2004. Regie: Oskar Roehler. Mit: Martin Weiß, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup Start:
VoD: Ganz ohne Sozialkitsch oder moralische Keule inszeniert Oskar Roehler in seinem neuesten Werk eine Kritik deutscher Befindlichkeit. Mit Spaß und Gefühl werden die Geschichten dreier Geschwister erzählt, die auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind. Zusammen bieten sie ein tiefgründiges Gesellschaftsporträt unserer Gegenwart. weiter
D, USA 2004. Regie: Wim Wenders. Mit: John Diehl, Michelle Williams Start:
Der in kürzester Zeit entstandene Film Land of Plenty ist der bisher politischste von Wim Wenders. Er zeigt die Armut im Land des Überflusses und paraphrasiert das paranoide Verhalten Amerikas zur Welt und den blinden Patriotismus einiger Amerikaner. weiter