Tropical Malady
Apichatpong Weerasethakuls Tropical Malady (Sud Pralad, 2004) vereint zwei Filme in einem, so scheint es zumindest.

Zuerst erzählt der Thailänder eine zunächst unkomplizierte, intensive Liebesgeschichte, die des jungen Soldaten Keng und des Bauernsohnes Tong. Letzterer verschwindet schließlich in die Nacht und mit ihm die erste Filmebene. Danach jagt ein Soldat im Dschungel ein sich in der Form fortan veränderndes Wesen, das mal Tier, mal Mensch ist. Die Rollenzuordnung von Jäger und Gejagtem wird zunehmend diffuser, und somit auch die Relation der ersten Hälfte des Films zu seiner letzten, die vielleicht eine Fortführung sein mag, vielleicht ihr Gegensatz, womöglich ihre Komplementierung. In der Kinolandschaft Asiens bleibt Weerasethakul ein Ausnahmetalent, dessen Karriere man verfolgen sollte. (kst)
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