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Untraceable

Untraceable

27.03.2008

In Untraceable treibt ein sadistischer Mörder sein Unwesen und zeigt seine Taten live im Internet. Doch der größte Feind seiner Opfer ist die Öffentlichkeit. Denn je mehr Menschen zusehen, desto grausamer werden die Torturen. >> weiter...




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jeannie19 aus Spremberg

Montag, 06-10-08 23:27

@ Maria Froehlich, also mehr dramatisieren kann man Horrorfilme nicht, oder?
Man weiß das die Gewaltbereitschaft der Filmindustrie ziemlich hoch ist, aber mit voller Naivität und Christlichkeit geht man ja auch nicht an eine Kinokasse und schaut sich einen Horrorfilm an, dessen Begleittext bereits einen SAW- Charakter andeuten lässt. Das heutige Hollywood weiß das Abnormität, Perversion und Ekel das Interesse der Zuschauer wecken, denn so gut wie sich Sex verkauft, ist das auch beim Horror.

Insgesamt hat mir der Film jedoch gefallen.
Wenn man sich für das Horror-Genre begeistert, wird diese Meinung auch viele Anhänger finden, denn die Idee ist nicht schlecht- Die Zuschauerquoten bestimmen die Schnelligkeit des Todes.
Wie schon richtig bemerkt ist nur die Kritik am Voyeurismus von Schmerz unangebracht, weil es keinen Sinn ergibt Zuschauer mit Horrormaterial zu locken, welches sie jedoch verurteilen bzw. es unmoralisch finden, das Leiden anderer zu beobachten, welches jedoch nur im krassesten gezeigt wird. Spannung ist jedoch auf höchster Ebene zu erwarten, wenn auch die Person des Killers nicht gerade im Gedächtnis bleibt- aber ich denke es soll den Zuschauern zeigen, dass in jedem Du und Ich das Zeug zum Mörder steckt, auch wenn ich jetzt nicht rate sich mit ihm zu identifizieren^^ Spannend ist in allem Maße, was die Welt der Informatik in unserer Zeit ausrichten kann, wenn man das nötige Know-How besitzt und zudem noch wie ein Psychopath denkt. An sich Unschuldige ins Morden einzubeziehen ist eine interessante Idee.

Ich möchte nur noch anmerken, dass ich mich nicht vor den Machern von Horrorfilme verbeuge, weil sie meiner Meinung nach tatsächlich eine gewisse Abstumpfung bewirken. Ich persönlich denke hauptsächlich über den Ideenreichtum nach, der in Hollywood an den Tag gelegt wird und täglich für neue Unterhaltungswerke sorgt. Bei Horrorfilmen soll Horror und Angst erzeugt werden, genauso wie Liebesfilme Mitgefühl und Trauer schaffen sollen oder die beabsichtigten Emotionen. Jedoch alles in allem sollen Möglichkeiten dargestellt werden, das „was wäre wenn...“ und gleichzeitig muss Unterhaltung geboten werden. Horrorfilme sind gewalttätig, aber heißt das denn, dass sie auch Gewalt und Aggression schüren?? Ich für meinen Teil, bin immer noch friedfertig und schrecke vor Gewalt zurück...

 

maria froehlich

Sonntag, 04-05-08 01:30

Meine Freunde und ich sind in hohem Masse veraergert und beunruhigt dass der Film UNTRACEABLE bei einem Verleih wie UNIVERSAL vertrieben wird.
Es ist ein Gewaltporno der drastischsten Art, der mit einer fadenscheinigen und verlogenen Moralbotschaft hausiert, die sich auf Grund der reisserischen und ultrabrutalen Bilder und der dafuer schlecht konstruierten Geschichte selbst ad absurdum fuehrt und nicht einmal aus dem naiv amerikanischen Betrachtungswinkel durchgeht.

Die Bilder kommen einer visuellen psychischen Verletzung des Betrachters gleich, vor der dringlich gewarnt werden muss!
Hier werden Szenen gezeigt, fuer die viele Menschen mit traumatischen Erlebnissen ein Leben lang Therapie bezahlen um die Bilder loszuwerden, wir haben dafuer je 8 Euro fuer eine Kinokarte verschwendet und uns mit der kranken Phantasie der Filmemacher verseuchen lassen.
Aus der Beschreibung des Films auf der UNIVERSAL Website geht die Brutalitaet der Bilder nicht hervor, sondern bedient sich dieser pornographischen Gewaltszenen unreflektiert um Geld zu verdienen.
Das zeichnet ein Bild der gesellschaftlichen Verantwortung, der sich UNIVERSAL damit absolut entzieht, aber auch ein erstaunliches Ausmass an Abstumpfung, da es offenbar keinerlei Bedenken mehr ueber Inhalte gibt und keine Ankuendigungen oder Warnungen vor verstoerenden Szenen fuer notwendig erachtet werden.
Im Gegenteil, UNIVERSAL vermarktet zugleich ein Videospiel namens "cyber crimes game"....

Ich wuerde mir eine reflektierte und intelligente Berichterstattung wuenschen, die eine ueberfaellige Diskussion ueber die Zumutbarkeit von Bildern, welche laengst nicht mehr der "Geschmacksgrenze" unterliegen, anregen.
Gibt es eine Verantwortung welche Vertriebe wahrzunehmen haben die sich mit der Freien Marktwirtschaft vereinen lassen?

Was halten sie von dem Titel "Kill with me universal", natuerlich nur als harmlose Abendunterhaltung zu verstehen, wie der vertriebene Film.

 
 

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