Kommentare

Der Wald vor lauter Bäumen

Der Wald vor lauter Bäumen

25.01.2005

Melanie Pröschle tritt mit viel Enthusiasmus ihre erste Stelle an einer Realschule in Karlruhe an. Ihr Versuch, ein neues Leben anzufangen scheitert kläglich, da ihre bemühte Art weder im beruflichen noch privaten Umfeld ankommt. Der Wald vor lauter Bäumen, Maren Ades beachtenswertes Regiedebüt, ist kein Film, der sich bei seinem Publikum einschmeichelt. >> weiter...




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Maike Schwarz

Freitag, 12-10-07 21:08

Ich hab mir den Film vorhin angesehen, hatte aber nur die Dvd, und konnte mir unter dem Titel überhaupt nichts vorstellen, habe mir keine großen Hoffnungen von dem Film gemacht. War dann aber schon nach wenigen Minuten restlos begeistert, und habe total mit der Hauptdarstellerin die ganze Zeit bis zum Ende mitgelitten. Sie hat mir nur noch leid getan, und ich konnte mir nicht vorstellen, dass die nur geschauspielert hat, so echt war die. Hab mich keine einzige Sekunde gelangweilt, und bin überzeugt, dass das einer der besten Filme war, wenn nicht sogar der beste, den ich je gesehen habe! Und es ist vorallem einer, der einem noch lange im Gedächtnis bleibt, und der sehr, sehr zum Nachdenken anregt, was Filme ja auch tun sollten. Der Film ist nicht zu toppen!!!

 

Steffen Krüger

Donnerstag, 19-07-07 23:25

Sah mir erst kürzlich den Film "Der Wald vor lauter Bäumen" auf DVD an und war begeistert. Das es sowas Qualitätsvolles überhaupt gibt im Deutschen Modernen Film...!! Der dokumentarische Ansatz gefiel mir außerordentlich, sein Anteil hält sich im Optimum. Ich habe während des gesamten Films mit Melanie mitgelitten. Ab der Hälfte wurde mir klar, dass es kein gutes Ende nehmen wird. ...Aber die filmische Idee des Endes ist doch einfach nur großartig, meisterhaft! Es ist für mich ganz und gar kein Film über die ach so kaltherzigen Anpassungszwänge unserer ach so unmenschlichen Gesellschaft, so wie es der Klappentext der DVD ankündigt. Dies ist kein Film über die Angst vor der Gesellschaft (die ist nicht so schlecht, wie sie immer gemacht wird), sondern ein Film über die Angst vor sich selbst, über die Unfähigkeit, sein eigenes Ich zu kennen und zu leben,... über mangelnde persönliche Authentizität und die möglichen Folgen daraus. Steffen

 

Simon Verhoeven

Samstag, 30-09-06 16:33

Einer der besten Deutschen Filme seitdem es den Deutschen Film gibt!!!
Schade, dass dieser FIlm nicht mit genügend Unterstützung ins Kino kam. Mit etwas mehr Werbung und einem mutigen, cleveren Verleih hätte man dieses subtile Meisterwerk an ein grösseres Publikum verkaufen können. Schliesslich schauen sich die Leute ja auch Andreas Dresen Filme an. UNd dieser Film hier ist besser, stimmiger, provozierender und berührender als alles, was Dresen bisher gemacht.
Maren Ade ist für mich eine der grössten Deutschen Regie-Hoffnungen. " Der Wald vor lauter Bäumen" ist ein bitterer, poetischer, sehr menschlicher Film ohne einen einzigen falschen Ton und ohne die typisch deutsche " Moral" am Ende.
Trotz des düsteren, unausweichlichen Schicksal der Hauptfigur ist der Film auch sehr unterhaltsam, warm und humorvoll. Einfach nur beeindruckend.
Fassbinder hat sein Leben lang versucht, einen derart poetischen, emotionalen, konsequenten und realistischen Film zu drehen. Verglichen mit "Der Wald vor lauter Bäumen "wirkt sein gesamtes Filmwerk völlig plump, pretentiös und dilettantisch. Der deutsche Film sollte Ade mit Preisen überschütten und feiern.
Auch die Hauptdarstellerin ist unglaublich gut, füllt die Rolle bis in die kleinsten Nuancen absolut glaubhaft und berührend aus. Grossartig!!

 

Frank

Dienstag, 15-08-06 17:08

Auch ich habe den Film zu später Stunde nach den Tagesthemen ca. um 23:25 Uhr in der ARD gesehen und dieser Film hat mich sehr begeistert, welcher Realismus dieser Film zeigt.
In dieser Zeit, wo das Verständnis für den Anderen eigentlich garnicht mehr wirklich existiert. Mit welcher Peinlichkeit in Alltagssituationen unter Menschen sich unsere Frau Pöschl begibt, ist bestimmt für viele ein Bekenntnis, selber schon erlebt zu haben!?
Die Suche nach Nähe, Anerkennung, Freundschaft ist ein hartes Brot wenn man versucht dieses finden. Einsamkeit kann sich da schnell einschleichen. Allein Verständnis für die eigene Auffassung zu finden, ist kaum noch zu spüren. Je sehr sich auch unsere Frau Pöschl im Film bemüht hat, mit teilweise auch noch grünen Ohren, begab sie sich von einem Glatteis aufs andere.
Fazit: Mit mehr persönlichem Ausdruck, nicht forschem sondern eher vorerst zurückhaltend und nach und nach überzeugendem Auftreten und die vorerst nötige Distanz - würde sich unsere Frau Pöschl eher in die NEUE WELT in Karlsruhe zurecht finden.
Ich finde den Film (auch von der Kameraführung) als gelungener Film der uns zeigte, wie man sich sehr schnell in der realen Welt zu bewegen hat. Was man tun oder eher lassen sollte. Aber ein Rezept für das Glück, gab es im Film dennoch nicht. Hierüber dachte ich nach dem Film selber nach !

 

Barbara

Samstag, 12-08-06 14:56

Den Anfang des Film habe ich im Fernsehen gesehen. Von der Hauptdarstellerin wegen ihrer Unbeholfenheit genervt, habe ich dann eine "leichtere" Unterhaltung gewählt. Gegen Ende des Films bin ich dann wieder eingestiegen in die Szene, in der die Darstellerin auf der Féte in ihrer Naivität ihren einzigen privaten Kontakt verliert und vor die Tür gesetzt wird.
Ich glaube, ich habe einen wichtigen Film verpasst!

 

Tim

Samstag, 12-08-06 00:01

super kommentar.
super film.

 

Jens

Freitag, 11-08-06 18:10

Gestern lief dieser Film in den ARD und habe mich ob der Länge nicht geärgert. Im Gegenteil; ich bin äußerst begeistert. Wer sich in der Figur auch nur zum Teil wiedererkennt, für den wird dieser Film zur Tortur. Und das Ende mag sicherlich poetisch sein, doch es beinhaltet eine auch handfeste Aussage. Wer die Erfahrung im leben gemacht hat sich und alles um sich herum kontrollieren zu wollen und damit gescheitert ist, wird sie verstehen: Im Loslassen liegt die Befreiung.

 
 

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