Neue Bücher von Charles Berbarian und Blutch erzählen von Filmen, die es nirgendwo mehr gibt außer im Frankensteingewand der Erinnerung. Dass das ausgerechnet in Comicform passiert, ist kein Zufall. weiter
Im letzten Jahr ist die Debatte um die Macht von Kuratoren mit der Besetzung des theaterfernen Kunstkurators Chris Dercon an der Berliner Volksbühne weiter eskaliert. Im Mai diskutierten FAZ-Kritikerin Julia Voss, Künstler und Kurator Andreas Siekmann und Stanford-Professor Hans Ulrich Gumbrecht bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen sehr grundsätzlich über die heutige Kunst- und Kulturproduktion, welche Rolle Kuratoren darin spielen – und besser nicht spielen sollten. weiter
Starkes japanisches Kino und eine herausragende Retrospektive über das deutsche Nachkriegskino sorgen am Festival del Film in Locarno für Kinoglück – das sich jedoch zumeist aus eher düsteren Visionen speist. weiter
Nicht psychologisch, nicht dramaturgisch, sondern zuallererst als Körper erschließen sich die Figuren in Der traumhafte Weg. Auch im Podcast beschäftigt uns zum Resümee des Festivals von Locarno in erster Linie Angela Schanelecs neuer Film. weiter
Angela Schanelec überstrahlt mit ihrem neuen Film mehr, als sie verwirrt, während Paula und Marija die viel zu geringen Ambitionen auch noch vor sich hertragen wie ein Mantra. Deutsche Filme im Überfluss in Locarno. weiter
Große Namen seien im Wettbewerb von Locarno in diesem Jahr Mangelware, heißt es von Kollegen. Dabei haben sie einfach den falschen Begriff von großen Namen. Über die neuen Filme von João Pedro Rodrigues, Axelle Ropert und Matías Piñeiro. weiter
Frédéric Jaeger über Jonas Mekas in einem Film von Douglas Gordon, ein Empathie-Programm mit Protagonisten aus dem Zirkus und zwei deutsche Filme, die das Monströse im Fressen des Fettleibigen zeigen, einmal sogar mit Cumshot. weiter
Gleich zwei Filme hat Terence Davies seit letztem Jahr gemacht, doch jenseits von Festivals werden sie in Deutschland wohl beide nicht zu sehen sein. Wir widmen dem britischen Regisseur im August eine ausführliche Retrospektive und beleuchten ein Werk, in dem die Kamera weniger durch den Raum als durch die Zeit zu gleiten scheint. weiter
Versöhnt Maren Ades Toni Erdmann den Kapitalismus mit sich selbst? Ein Podcast über den meistgehypten deutschen Film seit Langem – und Miguel Gomes' Fixierung auf Buchfinken. weiter
Die neue Strategie heißt Mimikry. Auf der 9. Berlin Biennale eignen sich Künstler derart überzeugend den Look des Kapitalismus an, dass man sich mitunter wie auf einer Wirtschaftsmesse fühlt. Vielleicht also genau das Richtige für eine Ausstellung, die zu Recht seit Jahren in Verruf ist. Nebenan zeigt die Sammlerin Julia Stoschek, was der Biennale noch immer abgeht. weiter